Autoreninterview

... mit Christiane Bernard und Martina Tödte

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Weil es bislang kaum Literatur gibt, die die Frauensuchtarbeit aus wissenschaftlicher und praktischer Perspektive betrachtet, das... >>>
... mit Christiane Bernard und Martina Tödte

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Weil es bislang kaum Literatur gibt, die die Frauensuchtarbeit aus wissenschaftlicher und praktischer Perspektive betrachtet, das Wissen gebündelt zur Verfügung stellt und dabei neben den Grundlagen der Arbeit auch vergleichsweise neue Themen wie die Zusammenhänge zwischen Traumata und Substanzkonsum oder Entwicklungsbelastungen von Kindern drogenabhängiger Mütter/Eltern aufgreift.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es ist vor allem die thematische Vielfalt der Beiträge, die das Buch auszeichnet: Neben theoretischen Auseinandersetzungen und der Forschungspraxis werden zahlreiche Beispiele aus der konkreten Arbeit vorgestellt, die die Praxis der Frauensuchtarbeit verdeutlichen und wichtige Impulse für die Auseinandersetzung mit einer geschlechterreflexiven Praxis der Sozialen Arbeit liefern.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Dieses Buch schließt eine in den letzten gut zwanzig Jahren entstandene Lücke. Die Mehrheit der einschlägigen Publikationen stammt aus den Anfängen der Frauensuchtarbeit, neuere Veröffentlichungen liegen kaum oder nur als ›graue‹ Literatur vor. Erfreulicherweise ist es gelungen, nicht nur Wissenschaftlerinnen, sondern auch zahlreiche Praktikerinnen für einen Beitrag zu gewinnen – denn gerade im praktischen Bereich fehlt es an Publikationen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen, die neugierig (geblieben) sind, die (noch) Lust auf inhaltliche Auseinandersetzung und (immer noch) Fragen haben, die Weiterentwicklung und persönliches Wachstum schätzen und die Interesse daran haben, sich mit geschlechtsbezogenen Aspekten von Substanzkonsum, damit zusammenhängenden Formen der sozialen Kontrolle und deren Auswirkungen sowie einer geschlechtersensiblen Hilfepraxis auseinanderzusetzen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Eine längst überfällige Bestandsaufnahme, die eindrücklich die Breite der Themen, die Erfordernisse und Erfolge der Frauensuchtarbeit beschreibt. <<<


Martina Tödte / Christiane Bernard (Hg.)

Frauensuchtarbeit in Deutschland

Eine Bestandsaufnahme

Mehr als drei Jahrzehnte Frauensuchtarbeit in Deutschland: Was ist aus den ursprünglichen Konzepten geworden? Welche Errungenschaften und Entwicklungen lassen sich nachzeichnen? Welche neuen Herausforderungen beobachten?
Dieser Band gibt erstmals einen umfassenden Überblick über theoretische Bezüge, Geschichte und Prämissen der Frauensuchtarbeit und untersucht, wie ihre Konzepte implementiert und weiterentwickelt wurden. Die Beiträge beleuchten aus Sicht von Wissenschaft und Praxis zentrale Themen der frauenbezogenen Suchtarbeit und reflektieren, welche Anforderungen sich vor dem Hintergrund von gesellschaftlichen Transformationsprozessen, Generationenwechsel und Feminismus ergeben.


 
Autorenbild Tödte, Martina;Bernard, Christiane;(Hg.)

Martina Tödte (Dipl.-Soz.päd.) ist Leiterin der Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW, BELLA DONNA und Geschäftsführerin des Trägervereins. Sie ist Mitbegründerin der ersten Frauensuchtberatungsstelle in Nordrhein-Westfalen und Trägerin des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Christiane Bernard (Dr. phil.), Diplom-Erziehungswissenschaftlerin, ist Referentin der Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW, BELLA DONNA. Zuvor forschte und lehrte sie an den Fachbereichen Erziehungswissenschaften, Soziologie und Anthropologie in Frankfurt am Main und New York City.

Homepage:
Martina Tödte: www.belladonna-essen.de
Christiane Bernard: www.belladonna-essen.de

»Dieser Band gibt einen umfassenden Überblick über die theoretischen Bezüge, Geschichte und Prämissen der Arbeit mit opiatabhängigen Frauen und untersucht, wie Konzepte implementiert und weiterentwickelt wurden.
Die Lektüre des Buches ist ein unbedingtes Muss für jeden in der Suchtarbeit Beschäftigten.«
Margot Veit-Brandenburg, www.socialnet.de, 28.02.2017
Besprochen in: KONTUREN, 22.03.2017

Soziale Arbeit, Sozialwissenschaften, Pädagogik, Soziologie, Psychologie, Praktiker_innen und die interessierte Öffentlichkeit

Print 39,99 €

07/2016, 418 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-3285-9

Artikel-Nr.: 3285

-3285-9: Tödte/Bernard (Hg.), Frauensuchtarbeit in Deutschland

Eine Bestandsaufnahme

 

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08/2016, 418 Seiten
ISBN 978-3-8394-3285-3

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