Müll

Interdisziplinäre Perspektiven auf das Übrig-Gebliebene

Müll und Reste »bleiben übrig«, ohne sich dabei je ganz zu erübrigen: Sie werden geplant, verwaltet, vermieden, vergessen und wiederentdeckt, sie provozieren Ordnungen und transformieren sich und unsere Gesellschaft. Statt die Illusion einer nachhaltigen »Restlosigkeit« aufrechtzuerhalten und alles Übrige und Sonstige sauber fortzukehren, betrachten die Beiträge in diesem Band Müll und Reste als eine kritische Masse, als ein praktisches und theoretisches Phänomen, das von Ökologie und Philosophie bis zu Medienwissenschaft und Soziologie neue Perspektiven ermöglicht und neues Nachdenken fordert – und für die es sich lohnt, etwas übrig zu haben.

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2016-09-14, 254 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3327-6

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Christiane Lewe

Christiane Lewe, Bauhaus-Universität Weimar, Deutschland

Tim Othold

Tim Othold, Bauhaus-Universität Weimar, Deutschland

Nicolas Oxen

Nicolas Oxen, Bauhaus-Universität Weimar, Deutschland

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Statt dem Versuch ein Thema zu umzäunen, befasst sich das Buch mit einer Vielzahl an verwandten Gegenständen. Diese Gegenstände – meist nur auf den ersten Blick eindeutig als ›Müll‹, ›Abfall‹ oder ›Rest‹ sortierbar – problematisieren teils von selbst und ganz konkret begriffliche Ordnungen, gesellschaftliche und medienkulturelle Grenzziehungen und Repräsentationsmuster. Die kritische Dynamik dieser Gegenstände nehmen wir mit unserem Buch auf und befragen damit geisteswissenschaftliche Themenfelder und Methodiken von ihren Brachflächen und Rändern her.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Was abfällt, überflüssig wird und weg muss, wird durch die Perspektive entschieden, die man den Dingen gegenüber einnimmt. Gleichzeitig verschieben die Halden und Endlager zeitliche und gesellschaftliche Perspektiven auf unseren Umgang mit (übrig gebliebenen) Dingen. Deshalb ist der Gedanke der ›Perspektive‹ für unser Buch ebenso entscheidend wie die Unternehmung die medienkulturellen Bedingungen dieser Perspektiven in einem interdisziplinären Diskurs frei zu legen und kritisch zu hinterfragen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Statt ein Forschungsfeld fest abzustecken, soll der Band vielmehr unterschiedliche geisteswissenschaftliche Disziplinen und Methoden zusammenbringen. Unser eigener Schwerpunkt liegt in der Medien- und Kulturwissenschaft, aber in aktuellen Debatten könnten sich beispielsweise Denkbewegungen wie die Actor-Network-Theory, Material Culture, New Realism und auch Psychoanalyse und marxistische Theorie mit unserem Buch gut anfreunden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit interessierten Leserinnen und Lesern, die scheinbar finalen Kategorisierungsversuchen kritisch gegenüberstehen, die womöglich selber einen Platz für Gedankenschnipsel suchen und die bereit sind, solche konzeptionellen und auch dinglichen Überbleibsel produktiv werden zu lassen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Es lohnt sich, für Müll und Reste etwas übrig zu haben!

»Der Band [versteht es], seinen Gegenstand in unterschiedlichen Facetten zu präsentieren.«
David-Christopher Assmanner, KULT_online, 52 (2017)
»Es [ist] ein Verdienst dieses Bandes, dass sich alle äußerst (selbst-)kritischen Beiträge gekonnt zwischen den symbolischen wie den materiellen Bezügen des Mülls bewegen.«
Florian Auerochs, www.literaturkritik.de, 5 (2017)
Besprochen in:
Kult_online, 53 (2018), David-Christopher Assmann
Autor_in(nen)
Christiane Lewe / Tim Othold / Nicolas Oxen (Hg.)
Buchtitel
Müll Interdisziplinäre Perspektiven auf das Übrig-Gebliebene
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
254
Ausstattung
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3327-6
DOI
10.14361/9783839433270
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC JFD
BISAC-Code
SOC022000 SOC052000
THEMA-Code
JBCC JBCT
Erscheinungsdatum
2016-09-14
Auflage
1
Themen
Kultur, Medien, Natur
Adressaten
Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft, Philosophie, Soziologie, Literaturwissenschaft, Ökologie
Schlagworte
Müll, Reste, Medien, Kultur, Ökologie, Wiederverwertung, Recycling, Natur, Kulturtheorie, Medienästhetik, Humanökologie, Kulturwissenschaft

 

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