Autoreninterview

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Die regen Debatten im Rahmen des Österreichischen Museumstages 2014 mündeten in das Ansinnen, eine Vertiefungsebene der angestoßenen... >>>
... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Die regen Debatten im Rahmen des Österreichischen Museumstages 2014 mündeten in das Ansinnen, eine Vertiefungsebene der angestoßenen Diskussionen anzustreben. Der Denk- und Diskussionsrahmen zur Frage, wie sich Museen zur Gegenwart positionieren (sollten), kann damit erweitert und vertieft werden. Nicht zuletzt konnten ins Buch auch jene Aspekte einfließen, die im Rahmen der Tagung aus unterschiedlichen Gründen keinen oder zu wenig Platz gefunden haben. Das Buch ist Anstoß, die Debatte zu intensivieren.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Theoretisch fokussiert das Buch auf die Frage, ob und wie Museen eine aktive Rolle in einer Gesellschaft im Umbruch spielen können. Der Band zeigt auf, wie Museen eigene Ressourcen und Kompetenzen fruchtbar machen können, zugunsten eines Diskurses, der neue Formen des Zusammenlebens in einer pluralen Gesellschaft generiert. Und das Buch erfasst praxisbezogene Mittel, Methoden und Formate, die ein aktives Eingreifen in und vielleicht auch Anstoßen von Debatten – vor allem zivilgesellschaftlichen Zuschnitts – ermöglichen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Ausgehend davon, dass ›inklusive Museumsarbeit‹ aktionsorientierte und emanzipatorische Zugänge mit akademisch-konstruktivistischen Zugängen zu verbinden vermag, sind gleich eine Reihe von Forschungsfeldern angesprochen und gefordert, an der Debatte um die Gegenwartsrelevanz von Museen teilzunehmen – und sie tun dies auch. Teilnehmer an dieser Debatte sind weit über die Museologie hinausreichende Forschungsfelder der Sozial- und Kulturwissenschaft, der Kommunikations- und Bildungswissenschaft.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Das Buch umfasst die theoretischen Positionen zur Thematik und stellt diesen zahlreiche Praxisbeispiele zur Seite. Diskussionen sowohl mit Museumspraktikern als auch Theoretikern können also fruchtbar sein. Allein die breite Palette der Autoren und Autorinnen, die im Band mit Beiträgen vertreten sind, zeigt auf, wer potenzielle Adressaten einer Diskussion sind: Museologen und Kulturwissenschaftler ebenso wie Kulturpolitiker und Sozialwissenschaftler; Kuratoren und Museumspädagogen ebenso wie Archivare und Historiker.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Das Buch erörtert Möglichkeiten des Museums, sich als Verhandlungsort und Aktionsfeld für soziale Verantwortung und gesellschaftlichen Wandel zu etablieren. <<<


Robert Gander / Andreas Rudigier / Bruno Winkler (Hg.)

Museum und Gegenwart

Verhandlungsorte und Aktionsfelder für soziale Verantwortung und gesellschaftlichen Wandel

Auch im 21. Jahrhundert kann sich das Museum als Verhandlungsort und Aktionsfeld für die Verortung von Individuum und Gesellschaft etablieren und mithelfen, neue Formen des verantwortlichen und sozialen Handelns zu entwickeln. Es kann so die Suche nach persönlicher und kollektiver Verantwortung für ein demokratisch strukturiertes Zusammenleben unterstützen.
Dieser Band stellt innovative, internationale Museumsprojekte vor. Sie verbindet eine Auseinandersetzung mit der Gegenwart, die vielfältige Chancen bietet: hinsichtlich der Zukunft der Sammlungen, hinsichtlich neuer Felder und Formen der Kooperation sowie in Bezug auf aktuelle Formen der Vermittlung und des Kompetenztransfers.
Mit Beiträgen u.a. von James M. Bradburne, Gottfried Fliedl, Mark Taylor und Christoph Thun-Hohenstein.


 
Autorenbild Gander, Robert;Rudigier, Andreas;Winkler, Bruno;(Hg.)

Robert Gander, geb. 1981, Kunsthistoriker und Mediengestalter, ist Mitgesellschafter des Ausstellungs- und Museumsberatungsbüros Rath & Winkler in Innsbruck.
Andreas Rudigier, geb. 1965, Kunsthistoriker und Jurist, war für regionale und interregionale Museen tätig. Seit 2011 ist er Direktor am vorarlberg museum, Bregenz.
Bruno Winkler, geb. 1946, Museumspädagoge und Kurator, ist Mitgesellschafter des Ausstellungs- und Museumsberatungsbüros Rath & Winkler in Innsbruck.

Homepage:
www.rath-winkler.at
www.vorarlbergmuseum.at

»Die Veröffentlichung lässt einige interessante Ansätze erkennen, wie sich Museen gegenwärtig gesellschaftspolitisch orientieren.«
Wolfgang Berg, www.socialnet.de, 06.11.2015
Besprochen in:

Standbein Spielbein, 103 (2015)

Museologie, Soziologie, Design, Geschichte

Print 29,99 €

10/2015, 176 Seiten, kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN 978-3-8376-3335-1

Artikel-Nr.: 3335

-3335-1: Gander et al. (Hg.), Museum und Gegenwart

Verhandlungsorte und Aktionsfelder für soziale Verantwortung und gesellschaftlichen Wandel

 

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E-Book 26,99 €

PDF-Download, 21,60 MB
10/2015, 176 Seiten
ISBN 978-3-8394-3335-5

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