Interview

... mit Martin Burs

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Durch die Digitalisierung wird die Grenze zwischen der Realität und virtuellen Welten immer vager. Gerade in der zeitgenössischen Urbanisierung zeigt sich... >>>
... mit Martin Burs

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Durch die Digitalisierung wird die Grenze zwischen der Realität und virtuellen Welten immer vager. Gerade in der zeitgenössischen Urbanisierung zeigt sich eine fast unüberschaubare Wechselwirkung zwischen realen Entwicklungen und den Bildern, Visionen und Utopien einer zunehmend globalisierten Mediengesellschaft. Dieses Buch leistet einen Beitrag zu einem besseren Verständnis dieses noch unzureichend erforschten Phänomens, dessen Auswirkungen in fast allen Bereichen beobachtbar sind.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch eröffnet eine umfassende Perspektive auf die Beschaffenheit und Auswirkungen von virtuellen Kontexten, die in ihrer medialen Ausprägung fast flüchtig anmuten aber dennoch einen starken Motor der globalen und architektonischen Entwicklung darstellen. Konzentriert auf einen prägnanten Untersuchungsrahmen werden diese nicht nur in ihren real-räumlichen Interpretationen untersucht, sondern auch in einem historischen und gesellschaftlichen Referenzrahmen kontextualisiert.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die Beschäftigung mit dem Virtuellen und damit dem Narrativen sowie dem Bildlichen ist gerade für eine Profession wie der Architektur immanent. In dem Buch wird diesen Bezügen nicht nur anhand von Fallbeispielen nachgegangen, sondern die übergeordneten Mechanismen der global-digitalen Entwicklung einerseits und strukturierte Untersuchungen menschlicher-mentaler Schaffensprozesse andererseits, integrativ analysiert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Durch den transdisziplinären Ansatz des Buches liegt das Potenzial dieser Forschung vor allem in der Überschneidung der Fachbereiche von Visual Culture Studies, der Globalisierungsforschung und der Kognitionsforschung. Konzentriert auf architektonische Schaffensprozesse wären hierbei die Zusammenhänge zwischen real und virtuell als primär mentale Prozesse aussichtsreich zu erörtern.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Eine umfassende Studie der Wechselwirkung von medial-virtuellen Systemen und räumlich-physischen Strukturen anhand menschlicher Schaffensprozesse. <<<


Gerhard Martin Burs

Mediale Präsentation in der Gegenwartsarchitektur

Das Beispiel der Vereinigten Arabischen Emirate

Die rapiden urbanen Entwicklungen weltweit sind unmittelbar verbunden mit virtuell-medialen Präsentationsformen von Architektur, die die reale Präsenz vorwegnehmen, auf diese einwirken oder mitunter überlagern. Konzentriert auf die Entwicklung der Vereinigten Arabischen Emirate differenziert und perspektiviert Gerhard Martin Burs die verschiedenen Ebenen dieses Phänomens zwischen Entwurf, Visualisierung, Realisierung und Präsentation.
Seine Studie leistet nicht nur einen Beitrag zur Architektur- und Medientheorie, sondern trägt auch bei zu einem besseren Verständnis des Spannungsverhältnisses, das sich in einer globalisierten Gesellschaft zwischen virtuellen und physischen Räumen abzeichnet.


 
Autorenbild Burs, Gerhard Martin

Gerhard Martin Burs (Dr.), geb. 1982, arbeitet als Digital Artist und Entwerfer in Hamburg.

Besprochen in:

Fraunhofer IRB, 3 (2016)
Bauwelt, 33 (2016)

Architektur, Städtebau, Projektentwicklung, Kunstgeschichte, Entwurfstheorie, Medienwissenschaften, Kulturwissenschaften, Urban Studies, Filmwissenschaften

Print 49,99 €

11/2015, 458 Seiten, kart., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-8376-3343-6

Artikel-Nr.: 3343

-3343-6: Burs, Mediale Präsentation in der Gegenwartsarchitektur

Das Beispiel der Vereinigten Arabischen Emirate

 

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E-Book 49,99 €

PDF-Download, 13,00 MB
12/2015, 458 Seiten
ISBN 978-3-8394-3343-0

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