Interview

... mit Caroline Klausing

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Das Buch fragt danach, ob nicht nur konkurrierende nationale Beanspruchungen, sondern darüber hinaus auch übergeordnete gemeinsame europäische... >>>
... mit Caroline Klausing

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Das Buch fragt danach, ob nicht nur konkurrierende nationale Beanspruchungen, sondern darüber hinaus auch übergeordnete gemeinsame europäische Interpretationsmotive für die Ära der Napoleonischen Kriege bestehen. Es will ein Beitrag zu dem Diskurs darüber sein, ob das Konzept eines europäischen Erinnerungsortes der Napoleonischen Kriege tragfähig und denkbar erscheint.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Der Band analysiert die Erinnerung an die Napoleonischen Kriege vergleichend unter drei Perspektiven, erstens nationalen Erinnerungskulturen im Vergleich, zweitens Geschichtspolitik und Geschichtsbewusstsein, d.h. Deutungen und Umdeutungen der Befreiungskriege, sowie drittens Interpretationen und Instrumentalisierungen der Befreiungskriege im nationalen und europäischen Kontext.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Das Konzept des Erinnerungsortes nach Pierre ist ein weit über die Grenzen der Geschichts- und Kulturwissenschaften hinaus prominentes, bisweilen überstrapaziertes Paradigma der erinnerungskulturellen Forschung. Es wurde bisher auf unterschiedlichste geographische, künstlerische, bauliche oder auch personalisierte Motive bezogen, bisher aber kaum systematisch auf die Ära der Napoleonischen Kriege im Zusammenhang mit dem Konstrukt Europa angewendet.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen am Thema Interessierten, insbesondere Forschern, die zum Thema Erinnerungskultur, kulturelles Gedächtnis und den Napoleonischen Kriegen arbeiten.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Der Band diskutiert, ob die Kategorie des europäischen Erinnerungsortes als Alternative zu nationalen und regionalen Bezugnahmen für die Napoleonischen Kriege nutzbar ist. <<<


Caroline Klausing / Verena von Wiczlinski (Hg.)

Die Napoleonischen Kriege in der europäischen Erinnerung

Gibt es so etwas wie europäische Identität(en)? Die Frage nach nationalen und europäischen Erinnerungskulturen und Identitätskonstruktionen, bei der das Konzept des Erinnerungsortes einen zentralen Stellenwert einnimmt, bewegt nicht nur die jüngere geschichtswissenschaftliche Forschung. Obwohl das frühe 19. Jahrhundert lange als Initialphase nationaler Identitätsfindung galt, wurde das Modell des Erinnerungsortes bislang nur vereinzelt auf das Beobachtungsfeld der Napoleonischen Kriege angewandt. Renommierte Wissenschaftler fragen in diesem Band nach verschiedenen nationalen Narrationen und der Nutzbarkeit der Kategorie des europäischen Erinnerungsortes. Drei thematische Schwerpunkte dienen als Folie für deren Analyse: nationale und regionale Erinnerungskulturen, Geschichtspolitik und Deutungen sowie Instrumentalisierungen im europäischen Kontext.


 

Caroline Klausing (Dr. phil.), geb. 1975, lehrt und forscht am Historischen Seminar der Gutenberg-Universität Mainz.
Verena von Wiczlinski (Dr. phil.), geb. 1970, lehrt und forscht am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Homepage:
Caroline Klausing: Uni Mainz
Verena von Wiczlinski: Uni Mainz

Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft

Print 39,99 €

02/2017, 334 Seiten, kart., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-8376-3351-1

Artikel-Nr.: 3351

-3351-1: Klausing/von Wiczlinski (Hg.), Die Napoleonischen

 

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02/2017, 334 Seiten
ISBN 978-3-8394-3351-5

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