Autoreninterview

... mit Birgit Szepanski

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Die Kombination von Stadt und Erzählen wird üblicherweise in einem literarischen Kontext betrachtet. Mein Buch zeigt nun, mit welchen Verfahrensweisen... >>>
... mit Birgit Szepanski

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Die Kombination von Stadt und Erzählen wird üblicherweise in einem literarischen Kontext betrachtet. Mein Buch zeigt nun, mit welchen Verfahrensweisen die bildende Kunst insbesondere bei Janet Cardiff und Jeff Wall Möglichkeiten bietet, Stadt als ein Zusammenspiel von Geschichte, alltäglichen Handlungen, Politik und Kunst wahrzunehmen. Die künstlerische Methode ›erzähltes Erzählen‹ ist ein neuer, transdisziplinärer Aspekt in der urbanen Forschung.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
In meinem Buch zeige ich Verbindungen zwischen bildender Kunst und poststrukturalen Erzählweisen und Theorien auf. Das poststrukturale Erzählen nimmt Einfluss auf die Analyse der Stadtwahrnehmung und beeinflusst den Text selbst, der aus einer offen angelegten Kapitelstruktur besteht und in dem Werke der bildenden Kunst nicht abgebildet, sondern zugunsten der Visualität von Sprache beschrieben werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Im 21. Jh. leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Neue Stadtteile und ganze Städte entstehen, in denen eine anonyme (geschichtslose) Architektur das Lebensumfeld der Stadtbewohnenden bestimmt. Das Erzählen ist eine Möglichkeit, im urbanen Raum Geschichte(n) und Pluralismus zu verorten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen, die Interesse an der Entwicklung der Stadt haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Stadt ist facettenreich und wird im genreübergreifenden Erzählen der bildenden Kunst darstellbar. <<<


Birgit Szepanski

Erzählte Stadt – Der urbane Raum bei Janet Cardiff und Jeff Wall

Stadt besteht aus einer Vielzahl von sozialen, politischen und architektonischen Räumen, ökonomischen Strukturen, historischen Kontexten und zufälligen Begegnungen. Wie lässt sich (das Erleben von) Stadt beschreiben, wenn sie für die Einzelnen unüberschaubar ist?
Birgit Szepanski zeigt, dass zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler durch poststrukturelle Erzählmethoden eine »erzählte Stadt« generieren und es so ermöglichen, Stadt in ihrer Komplexität wahrzunehmen. In Werken von Janet Cardiff und Jeff Wall werden Referenzbildungen zwischen bildender Kunst, Literatur, Film, Alltagsgeschehen, Politik, Historie und biografischen Geschichten analysiert, die Stadt mannigfaltig erzählen.


 

Birgit Szepanski (Dr. phil. in art.), Kunstwissenschaftlerin, Künstlerin und Publizistin, lebt in Berlin. Sie promovierte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Ihre wissenschaftlich-künstlerischen Forschungsschwerpunkte sind Erzählmethoden in der bildenden Kunst, der urbane Raum in der zeitgenössischen Kunst und interdisziplinäre Verbindungen zwischen bildender Kunst, Literatur und Film.

Homepage:
Birgit Szepanski: www.birgitszepanski.de

Besprochen in:
Fraunhofer IRB, 6 (2017)

Kunstwissenschaft, Kulturwissenschaft, Urban Studies, Literaturwissenschaft, Filmwissenschaft, Philosophie, Soziologie

Print 32,99 €

04/2017, 322 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-3354-2

Artikel-Nr.: 3354

-3354-2: Szepanski, Erzählte Stadt

 

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12/2016, 322 Seiten
ISBN 978-3-8394-3354-6

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