Autoreninterview

... mit Thomas Renz

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Seit mehr als 30 Jahren fordern Kulturpolitiker ein sozial diverseres Publikum. Gleichzeitig klagen viele Museen und Theater über zu wenig Besucher. Das... >>>
... mit Thomas Renz

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Seit mehr als 30 Jahren fordern Kulturpolitiker ein sozial diverseres Publikum. Gleichzeitig klagen viele Museen und Theater über zu wenig Besucher. Das interdisziplinäre Buch sammelt und systematisiert erstmals die Gründe, weshalb so wenige Leute in die großen öffentlich geförderten Kultureinrichtungen kommen und zeigt auf, mit welchen Strategien des Audience Developments Kulturpolitik und Kulturmanagement darauf reagieren können.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
In einer Sekundäranalyse habe ich die bestehenden quantitativen Erkenntnisse über Nicht-Besucher analysiert. Aus Sicht des Kulturmarketings geht es um Barrieren, welche mögliche Besuche verhindern – wie z.B. zu hohe Eintrittspreise oder zu wenig Freizeit. Aus Perspektive der sozialen Ungleichheitsforschung wird hingegen deutlich, dass es Bevölkerungsgruppen gibt, welche strukturell von der kulturellen Teilhabe ausgeschlossen sind.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Im qualitativen Teil werden Gelegenheitsbesucher von Theatern untersucht, also diejenigen, die ab und zu kommen. Damit wird die Rolle der Kunst im Kulturmanagement deutlich. Das Problem einer Programmpolitik, welche nicht mit den Rezeptionserfahrungen und Freizeitansprüchen von Nicht- und Gelegenheitsbesuchern zusammenpasst, lässt sich nur bedingt im Rahmen von Marketingmaßnahmen lösen. Es stellt sich die Frage, wie auch Kunstwerke verändert werden können, um neue Besucher anzusprechen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Zum einen mit Hilmar Hoffmann dem ›Mr. Kultur für alle‹, zum anderen mit allen Museums- und Theaterleitern, die der Meinung sind, man müsse nur gute Kunst machen und dann würden die Besucher schon von alleine kommen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Wer besucht weshalb keine Kultureinrichtungen, wie können Management und Politik darauf reagieren und wie verändert das den Kulturbetrieb? <<<


Thomas Renz

Nicht-Besucherforschung

Die Förderung kultureller Teilhabe durch Audience Development

Trotz des politischen Anspruchs einer »Kultur für alle« besucht nur ein kleiner Teil der Bevölkerung in Deutschland regelmäßig öffentlich geförderte Kultureinrichtungen. Wie kann es mithilfe kulturpolitischer und kulturmanagerialer Strategien gelingen, neue Besucher_innen zu gewinnen?
Erstmals wird mit diesem Band ein interdisziplinärer, theoretischer und empirischer Blick auf die »Nicht-Besucher« gelenkt. Praxisnah stellt Thomas Renz dar, mit welchen Instrumenten und Strategien des »Audience Development« Kulturpolitik und Kulturmanagement kulturelle Teilhabe fördern können und wie dieses Streben nach einem sozial diverseren Publikum die Kultureinrichtungen verändern wird.


 
Autorenbild Renz, Thomas

Thomas Renz (Dr. phil.), geb. 1979, ist Kulturwissenschaftler am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim. Er lehrt und forscht zu Kulturmanagement und Kulturpolitik.

Homepage:
www.uni-hildesheim.de

»Jeder, der in einem Orchester, Theater oder Konzerthaus für die künstlerische Planung oder das Marketing zuständig ist, wird in diesem Buch eine Fülle hilfreicher Anregungen für die Schaffung neuer Angebotsstrukturen finden.«
Gerald Mertens, das Orchester, 7-8 (2016)

Kulturmanagementforschung, Sozialwissenschaften, Kulturwissenschaften sowie Praktiker_innen in Politik, Verwaltung und Kulturmanagement

Print 34,99 €

12/2015, 324 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-3356-6

Artikel-Nr.: 3356

-3356-6: Renz, Nicht-Besucherforschung

Die Förderung kultureller Teilhabe durch Audience Development

 

Lieferzeit in der Regel 3-5 Werktage

 
 
 

E-Book 34,99 €

PDF-Download, 1,60 MB
12/2015, 324 Seiten
ISBN 978-3-8394-3356-0

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.*

Weitere Titel zum Thema

Museum, Kulturmanagement

Weitere Titel aus der Reihe

Kultur- und Museumsmanagement