Geert Lovink

Im Bann der Plattformen

Die nächste Runde der Netzkritik
(übersetzt aus dem Englischen von Andreas Kallfelz)

Die digitale Welt im Post-Snowden-Zeitalter: Wir wissen, dass wir unter Überwachung stehen, aber machen weiter, als ob es nichts zu bedeuten hätte. Obwohl Unternehmen wie Facebook, Google und Amazon unsere Privatsphäre immer stärker infiltrieren, bleibt die Nutzung der sozialen Medien ungebrochen – unterstützt durch immer kleinere Geräte, die sich fest in unseren Alltag eingenistet haben. Wir sind hin- und hergeworfen zwischen Angst vor Abhängigkeit und verdeckter Obsession.
Mit diesem fünften Teil seiner laufenden Untersuchungen zur kritischen Internetkultur taucht der niederländische Medientheoretiker Geert Lovink in die paradoxe Welt der neuen digitalen Normalität ein: Wohin bewegen sich Kunst, Kultur und Kritik, wenn sich das Digitale immer mehr in den Hintergrund des Alltags einfügt?
Der Band behandelt u.a. die Selfie-Kultur, die Internet-Fixierung des amerikanischen Schriftstellers Jonathan Franzen, das Internet in Uganda, die Ästhetik von Anonymous und die Anatomie der Bitcoin-Religion: Wird die Geldschaffung durch Cyber-Währungen und Crowdfunding zu einer Neuverteilung des Reichtums beitragen oder die Kluft zwischen reich und arm eher vergrößern? Was wird in diesem Zeitalter des Freien das Einkommensmodell der 99% sein?
Geert Lovink zeichnet nicht einfach ein düsteres Bild der leeren Wirklichkeit einer 24/7-Kommunikation, sondern zeigt auch radikale Alternativen hierzu auf.


 

Geert Lovink, niederländischer Medientheoretiker, Internetaktivist und Netzkritiker, ist Leiter des Institute of Network Cultures an der Hochschule von Amsterdam (networkcultures.org) und Professor für Medientheorie an der European Graduate School. Er gilt als einer der Begründer der Netzkritik.

Homepage:
Geert Lovink: www.networkcultures.org

»Die Perspektiven [...], die Lovink mit seinem Wissen über die letzten 30 Jahre des Internets aufzeigt, haben das Potential, unsere Sichtweise nachhhaltig zu erschüttern.«
Axel Weidemann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.09.2017
»Lovink zeigt überzeugend, dass sich die derzeitige Stellung der großen Plattformen aus der letzten Vereinfachungswelle unter dem Schlagwort 'Web 2.0' speist. Doch Alternativmodelle scheinen nach einer Phase von gefühlter Ohnmacht heute wieder greifbar zu werden.«
Leon Kaiser, netzpolitik.org, 14.07.2017
»Das Buch bringt eine Fülle von Informationen über laufende Entwicklungen im Internet und allgemein in digitalen Kommunikationsnetzen, was es zu einer lesenswerten Neuerscheinung mit neuen Ideen zu einem dynamischen Thema macht.«
Peter Dahms, OpernInfo Berlin, 5 (2017)

Medienwissenschaften, Kulturwissenschaften, Science and Technology Studies sowie die interessierte Öffentlichkeit

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05/2017, 268 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-3368-9

Artikel-Nr.: 3368

-3368-9: Lovink, Im Bann der Plattformen

Die nächste Runde der Netzkritik
(übersetzt aus dem Englischen von Andreas Kallfelz)

 

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05/2017, 268 Seiten
ISBN 978-3-8394-3368-3

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05/2017
ISBN 978-3-7328-3368-9

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