Autoreninterview

... mit Cordula Endter und Sabine Kienitz

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Das Alter(n) und der demographische Wandel werden zunehmend auch generationenübergreifend diskutiert. Das Buch argumentiert aus einer... >>>
... mit Cordula Endter und Sabine Kienitz

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Das Alter(n) und der demographische Wandel werden zunehmend auch generationenübergreifend diskutiert. Das Buch argumentiert aus einer kulturwissenschaftlich-kulturanthropologischen Perspektive und macht deutlich, dass unser Verständnis des Alter(n)s mit Blick auf die hier sichtbar werdenden Prozesse und Beziehungen, die Materialität(en) und die kulturellen Ordnungen, in die es eingebettet ist, neu justiert werden muss.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch geht zu den bisher gängigen biologisch oder demographisch argumentierenden Perspektiven auf das Alter(n) auf kritische Distanz. Gerade der Blick auf die sozialen und kulturellen Praktiken des Alter(n)s und die sich daraus etablierenden Ordnungen zeigt, dass Alter(n) nur in den komplexen Beziehungen zu anderen gesellschaftlichen Bereichen, Akteuren und Dingen verstanden werden kann.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Alter(n) findet in den gegenwärtigen Debatten zunehmend Beachtung, wobei es gerade an einer kulturwissenschaftlichen-kulturanthropologischen Perspektive auf das Alter(n) mangelt. Diese Lücke schließt der vorliegende Band, indem er das Alter(n) als eine Form der kulturellen Praxis begreift, deren Bedeutung erst in der Zusammenschau und im Handeln einer Vielzahl von Akteur*innen entsteht.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit politischen Entscheidungsträger*innen und Praktiker*innen; vor allem aber mit Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, die sich aktuell den unterschiedlichen Anforderungen eines ›aktiven‹ Alterns und den damit verbundenen tiefgreifenden Veränderungen des Alltags stellen müssen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Dieses Buch zeigt Alter(n) als soziale und kulturelle Praxis und öffnet damit den Blick auf die materiellen, individuellen, gesellschaftlichen und politischen Beziehungen, in denen Alter(n) hergestellt und zur Herausforderung wird. <<<


Cordula Endter / Sabine Kienitz (Hg.)

Alter(n) als soziale und kulturelle Praxis

Ordnungen – Beziehungen – Materialitäten

Wie wird man eigentlich alt? Können Dinge auch altern? Und wie verändern sich die eigenen biographischen Erfahrungen und der Umgang mit Erinnerung(en)?
Dieser Band rückt die Frage nach den Beziehungen des Alter(n)s ins Zentrum und stellt dabei verschiedene interdisziplinäre Perspektiven auf das Altern als soziale Praxis und kulturelle Ordnung vor. Entlang der drei leitenden Begriffe – Ordnungen, Praktiken, Materialitäten – loten die ethnographischen, historischen und diskursorientierten Beiträge kulturelle Vorstellungen, alltagsweltliche Aushandlungen und materielle Erscheinungsformen des Alter(n)s aus.


 

Cordula Endter (M.A., Dipl.-Psych.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie an der Universität Hamburg.
Sabine Kienitz (Prof. Dr.) ist Professorin am Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie an der Universität Hamburg.

Europäische Ethnologie, Soziologie, Kulturwissenschaften, Geschichte, Musikwissenschaften, Gerontologie, Aging Studies

Print ca. 39,99 €

02/2017, 368 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-3411-2

Artikel-Nr.: 3411

-3411-2: Endter/Kienitz (Hg.), Alter(n) als soziale

Ordnungen – Beziehungen – Materialitäten

erscheint vorauss. im  Februar 2017

 
 
 

E-Book 39,99 €

PDF-Download, 5,10 MB
02/2017, 368 Seiten
ISBN 978-3-8394-3411-6

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.*

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