Geflüchtete und Kulturelle Bildung

Formate und Konzepte für ein neues Praxisfeld

Wie können Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Hunger und wirtschaftlicher Not in Deutschland ankommen, ihre Rechte auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe wahrnehmen? Was sind geeignete Formate der Kulturellen Bildung, um auf die Realität der Geflüchteten aufmerksam zu machen und um Vernetzung und Solidarisierung herzustellen?

Die Beiträge des Bandes gehen diesen Fragen nach und zeigen: Die Kulturelle Bildung ist ein Feld, in dem viele ambitionierte Projekte mit Geflüchteten realisiert werden. Das Phänomen Flucht bietet so Möglichkeiten für eine macht- und differenzsensible Veränderung von Kultur- und Bildungsinstitutionen und eröffnet Chancen für die Revision etablierter Handlungsroutinen.

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2016-09-22, 440 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3453-2

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Maren Ziese

Maren Ziese, Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V., Berlin, Deutschland

Caroline Gritschke

Caroline Gritschke, Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Stuttgart, Deutschland

... mit den Herausgeberinnen

1. An wen richtet sich Ihr Buch?

An Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, die im Kulturbereich tätig sind: an Kulturvermittler_innen und Pädagog_innen, an Aktivist_innen, an Künstler_innen und an Wissenschaftler_innen im Bereich der kulturellen und ästhetischen Bildung.

2. Welchen konkreten Nutzen hat der Leser/die Leserin?

Innerhalb kurzer Zeit sind im kulturellen und pädagogischen Bereich zahlreiche Projekte für und mit geflüchteten Menschen erdacht und durchgeführt worden. Leser_innen bietet das Buch sowohl reflektierte Projektbeispiele und praktische Tipps für die eigene Arbeit als auch die Möglichkeit zum Überdenken der eigenen Praxis und der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Ansätzen und Diskursen. Nicht zuletzt kann das Buch auch als Anstoß zu kulturspartenübergreifenden Kooperationen dienen, in denen Pädagog_innen und Aktivist_innen voneinander lernen.

3. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch für die Praxis?

Neue Sichtweisen ermöglichen zunächst einmal die Vielfalt und Heterogenität der Beiträge des Buches: Praktiker_innen aller Kultursparten, Menschen mit und ohne institutionelle Anbindung, jugendliche Aktivist_innen und renommierte Professor_innen stellen aus ihrer Perspektive vor, welche Chancen und Schwierigkeiten sich im Kontext von Flucht und Asyl in der Kulturarbeit für sie ergeben. Alle Beiträge beschäftigen sich in diesem Zusammenhang mit der Frage der kulturellen und damit gesellschaftlichen Teilhabe und richten den Blick auf die Zukunft des Zusammenlebens in einer von Diversität geprägten Gesellschaft.

4. Wofür wollen Sie Ihre Leser/-innen sensibilisieren?

In der gesellschaftlichen Diskussion um aktuelle Migrationsbewegungen wird mehrheitlich über Geflüchtete gesprochen, aber selten mit ihnen. Das Buch fordert dazu auf, sie nicht nur als stumme Zielgruppe in den Blick zu nehmen, sondern in der kulturellen Bildung macht- und differenzsensibel zu arbeiten und alle Beteiligten in jeder Projektphase gleichberechtigt zu beteiligen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der multiperspektivische Sammelband zeigt Impulse für Solidarität mit Geflüchteten auf, die sich aus innovativen Formaten und einer selbstreflexiven, diversitätsorientierten Haltung für die Bildungsarbeit im Kulturbereich ergeben.

»[Für] Menschen, die in Lern-Lehr-Kontexten gegenwärtig tätig sind, zu empfehlen – so auch Didaktikerinnen und Didaktiker der romanischen Sprachen.«
Jens F. Heiderich, Zeitschrift für Romanische Sprachen und ihre Didaktik, 12/1 (2018)
»Dem Sammelband ist eine breite Leserschaft zu wünschen, denn er schließt eine Lücke in einem gesellschaftsrelevanten Arbeitsfeld.«
Ute Handwerg, Zeitschrift für Theaterpädagogik, 10 (2017)
»Eine Fülle an Materialien zum Thema, die vor allem für Kunstvermittler im außerschulischen Bereich hilfreich sind, aber auch für Projekte im Kunstunterricht wertvolle Hinweise bereit stellen.«
Kunst, 48 (2017)
»Caroline Gritschke und Maren Ziese [liefern] zusammen mit einem beachtlichen Pool namhafter AutorInnen einen Aufschlag in Sachen ›Kulturelle
Bildung und Geflüchtete‹, der für nachfolgende Publikationen Maßstäbe setzen dürfte.«
Franz Kröger, Kulturpolitische Mitteilungen, 156/1 (2017)
»Der Sammelband gibt einen herausragenden Einblick in verschiedene Kulturprojekte und ist für alle Kulturschaffenden zu empfehlen. Migrationssensible Konzepte und Strategien aus dem Arbeitsfeld der Kulturellen Bildung zeigen in diesem Werk, wie facettenreich Bildungsangebote sein können.«
Anna Zuhr, www.socialnet.de, 06.04.2017
»Ziese und Gritschke haben einen materialreichen, anregenden Band vorgelegt, der zeigt, wie in der kulturellen Bildung Wohlwollen mit Gleichberechtigung, Konzepte mit Respekt, Handeln mit Fairness einhergehen können.«
Wolfgang Berg, www.socialnet.de, 11.10.2016
Besprochen in:
GMK-Newsletter, 10 (2016)
Standbein Spielbein, 106 (2016)
Newsletter Museumsverband Niedersachsen und Bremen, 2 (2017)
Autor_in(nen)
Maren Ziese / Caroline Gritschke (Hg.)
Buchtitel
Geflüchtete und Kulturelle Bildung Formate und Konzepte für ein neues Praxisfeld
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
440
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3453-2
DOI
10.14361/9783839434536
Warengruppe
1571
BIC-Code
JNA KJM JFFN
BISAC-Code
EDU040000 BUS041000 SOC007000
THEMA-Code
JNA KJM JBFH
Erscheinungsdatum
2016-09-22
Auflage
1
Themen
Migration, Bildung, Flucht
Adressaten
Migrationsforschung, Kulturwissenschaft, Pädagogik, Kunst, Museums- und Kulturmanagement, Sozialarbeit, Kulturvermittlung sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Kritische Kulturvermittlung, Flucht, Geflüchtete, Migration, Globalisierung, Partizipation, Diversität, Solidarität, Bildung, Vernetzung, Kulturelle Bildung, Kulturmanagement, Flüchtlingsforschung, Ratgeber

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