Geflüchtete und Kulturelle Bildung

Formate und Konzepte für ein neues Praxisfeld

Wie können Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Hunger und wirtschaftlicher Not in Deutschland ankommen, ihre Rechte auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe wahrnehmen? Was sind geeignete Formate der Kulturellen Bildung, um auf die Realität der Geflüchteten aufmerksam zu machen und um Vernetzung und Solidarisierung herzustellen?

Die Beiträge des Bandes gehen diesen Fragen nach und zeigen: Die Kulturelle Bildung ist ein Feld, in dem viele ambitionierte Projekte mit Geflüchteten realisiert werden. Das Phänomen Flucht bietet so Möglichkeiten für eine macht- und differenzsensible Veränderung von Kultur- und Bildungsinstitutionen und eröffnet Chancen für die Revision etablierter Handlungsroutinen.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 10
  3. Table of Contents

    Seiten 11 - 16
  4. Museumspädagogik als Schnittstelle des transkulturellen Dialogs im Museum

    Seiten 17 - 18
  5. Grußwort der Arbeiterwohlfahrt

    Seiten 19 - 20
  6. Flucht und Kulturelle Bildung

    Seiten 23 - 34
  7. Asylum and Cultural Education

    Seiten 35 - 48
  8. Mitleid, Paternalismus, Solidarität

    Seiten 51 - 66
  9. Refugees sind keine Zielgruppe

    Seiten 67 - 74
  10. Die Kolonialität der Willkommenskultur

    Seiten 75 - 86
  11. Zur Bedeutung von Kulturarbeit für Geflüchtete

    Seiten 87 - 100
  12. Es bleibt anders

    Seiten 101 - 106
  13. Flucht und Handlungsfähigkeit, kulturelle Bildung und globale Ungleichheit

    Seiten 107 - 120
  14. »The Infiltrators«

    Seiten 123 - 140
  15. Can we talk about it?

    Seiten 141 - 148
  16. Solidarität und Dissens

    Seiten 149 - 154
  17. Wir sind die Zukunft: Wir bleiben hier

    Seiten 155 - 166
  18. Strategien für Zwischenräume

    Seiten 169 - 176
  19. Globales Lernen in Museen als Form der kulturellen Bildung?

    Seiten 177 - 186
  20. »Rassismus und Weißsein, das spielt bei uns keine Rolle«!?

    Seiten 187 - 200
  21. Diversitätsbewusste kulturelle Bildung und Vermittlung im Kontext von Flucht

    Seiten 201 - 216
  22. Erst eingeladen, dann fotografiert

    Seiten 217 - 224
  23. Geschichtsvermittlung und historische Gerechtigkeit

    Seiten 225 - 236
  24. Kulturprojekte für und mit, aber selten von ?

    Seiten 237 - 258
  25. Die Erfindung der Einsprachigen

    Seiten 261 - 274
  26. Professionalisierung von Lehramtsstudierenden im Kontext von Fluchtmigration

    Seiten 275 - 284
  27. ICOON for Refugees

    Seiten 285 - 294
  28. Kulturelle Bildung und das Erlernen der Mehrheitssprache in Zeiten der (expliziten) Wertevermittlung

    Seiten 295 - 304
  29. Acting in Art and Society

    Seiten 305 - 312
  30. Grandhotel Cosmopolis als Ort der Bildung von Gesellschaft

    Seiten 313 - 324
  31. Nach der Flucht

    Seiten 325 - 334
  32. »Kunst ist ein Grundbedürfnis«

    Seiten 337 - 344
  33. Fragen statt Antworten

    Seiten 345 - 352
  34. »Kultur öffnet Welten«

    Seiten 353 - 360
  35. Multaka: Treffpunkt Museum

    Seiten 361 - 366
  36. Ehrenamt und Geflüchtete als Beteiligte in kulturellen Projekten

    Seiten 367 - 376
  37. Interkulturelle Öffnung - notwendiger denn je?

    Seiten 377 - 384
  38. Einander begegnen und voneinander lernen

    Seiten 385 - 388
  39. 7. Projektsteckbriefe - Project Profiles

    Seiten 389 - 414
  40. Materialien - Materials

    Seiten 415 - 432
  41. Autor_innen - Authors

    Seiten 433 - 439
  42. Backmatter

    Seite 440
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29,99 € *

2016-09-22, 440 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3453-2

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Maren Ziese

Maren Ziese, Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V., Berlin, Deutschland

Caroline Gritschke

Caroline Gritschke, Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Stuttgart, Deutschland

... mit den Herausgeberinnen

1. An wen richtet sich Ihr Buch?

An Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, die im Kulturbereich tätig sind: an Kulturvermittler_innen und Pädagog_innen, an Aktivist_innen, an Künstler_innen und an Wissenschaftler_innen im Bereich der kulturellen und ästhetischen Bildung.

2. Welchen konkreten Nutzen hat der Leser/die Leserin?

Innerhalb kurzer Zeit sind im kulturellen und pädagogischen Bereich zahlreiche Projekte für und mit geflüchteten Menschen erdacht und durchgeführt worden. Leser_innen bietet das Buch sowohl reflektierte Projektbeispiele und praktische Tipps für die eigene Arbeit als auch die Möglichkeit zum Überdenken der eigenen Praxis und der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Ansätzen und Diskursen. Nicht zuletzt kann das Buch auch als Anstoß zu kulturspartenübergreifenden Kooperationen dienen, in denen Pädagog_innen und Aktivist_innen voneinander lernen.

3. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch für die Praxis?

Neue Sichtweisen ermöglichen zunächst einmal die Vielfalt und Heterogenität der Beiträge des Buches: Praktiker_innen aller Kultursparten, Menschen mit und ohne institutionelle Anbindung, jugendliche Aktivist_innen und renommierte Professor_innen stellen aus ihrer Perspektive vor, welche Chancen und Schwierigkeiten sich im Kontext von Flucht und Asyl in der Kulturarbeit für sie ergeben. Alle Beiträge beschäftigen sich in diesem Zusammenhang mit der Frage der kulturellen und damit gesellschaftlichen Teilhabe und richten den Blick auf die Zukunft des Zusammenlebens in einer von Diversität geprägten Gesellschaft.

4. Wofür wollen Sie Ihre Leser/-innen sensibilisieren?

In der gesellschaftlichen Diskussion um aktuelle Migrationsbewegungen wird mehrheitlich über Geflüchtete gesprochen, aber selten mit ihnen. Das Buch fordert dazu auf, sie nicht nur als stumme Zielgruppe in den Blick zu nehmen, sondern in der kulturellen Bildung macht- und differenzsensibel zu arbeiten und alle Beteiligten in jeder Projektphase gleichberechtigt zu beteiligen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der multiperspektivische Sammelband zeigt Impulse für Solidarität mit Geflüchteten auf, die sich aus innovativen Formaten und einer selbstreflexiven, diversitätsorientierten Haltung für die Bildungsarbeit im Kulturbereich ergeben.

»[Für] Menschen, die in Lern-Lehr-Kontexten gegenwärtig tätig sind, zu empfehlen – so auch Didaktikerinnen und Didaktiker der romanischen Sprachen.«
Jens F. Heiderich, Zeitschrift für Romanische Sprachen und ihre Didaktik, 12/1 (2018)
»Dem Sammelband ist eine breite Leserschaft zu wünschen, denn er schließt eine Lücke in einem gesellschaftsrelevanten Arbeitsfeld.«
Ute Handwerg, Zeitschrift für Theaterpädagogik, 10 (2017)
»Eine Fülle an Materialien zum Thema, die vor allem für Kunstvermittler im außerschulischen Bereich hilfreich sind, aber auch für Projekte im Kunstunterricht wertvolle Hinweise bereit stellen.«
Kunst, 48 (2017)
»Caroline Gritschke und Maren Ziese [liefern] zusammen mit einem beachtlichen Pool namhafter AutorInnen einen Aufschlag in Sachen ›Kulturelle Bildung und Geflüchtete‹, der für nachfolgende Publikationen Maßstäbe setzen dürfte.«
Franz Kröger, Kulturpolitische Mitteilungen, 156/1 (2017)
»Der Sammelband gibt einen herausragenden Einblick in verschiedene Kulturprojekte und ist für alle Kulturschaffenden zu empfehlen. Migrationssensible Konzepte und Strategien aus dem Arbeitsfeld der Kulturellen Bildung zeigen in diesem Werk, wie facettenreich Bildungsangebote sein können.«
Anna Zuhr, www.socialnet.de, 06.04.2017
»Ziese und Gritschke haben einen materialreichen, anregenden Band vorgelegt, der zeigt, wie in der kulturellen Bildung Wohlwollen mit Gleichberechtigung, Konzepte mit Respekt, Handeln mit Fairness einhergehen können.«
Wolfgang Berg, www.socialnet.de, 11.10.2016
Besprochen in:
GMK-Newsletter, 10 (2016)
Standbein Spielbein, 106 (2016)
Newsletter Museumsverband Niedersachsen und Bremen, 2 (2017)
Besprochen in:
Erziehungswissenschaftliche Revue, 17/2 (2018), Olaf Sanders
Autor_in(nen)
Maren Ziese / Caroline Gritschke (Hg.)
Buchtitel
Geflüchtete und Kulturelle Bildung Formate und Konzepte für ein neues Praxisfeld
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
440
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3453-2
DOI
Warengruppe
1571
BIC-Code
JNA KJM JFFN
BISAC-Code
EDU040000 BUS041000 SOC007000
THEMA-Code
JNA KJM JBFH
Erscheinungsdatum
2016-09-22
Auflage
1
Themen
Migration, Flucht, Bildung
Adressaten
Migrationsforschung, Kulturwissenschaft, Pädagogik, Kunst, Museums- und Kulturmanagement, Sozialarbeit, Kulturvermittlung sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Kritische Kulturvermittlung, Flucht, Geflüchtete, Migration, Globalisierung, Partizipation, Diversität, Solidarität, Bildung, Vernetzung, Kulturelle Bildung, Kulturmanagement, Flüchtlingsforschung, Ratgeber

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