Autoreninterview

... mit Claus Dierksmeier

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Kritik am Liberalismus erheblich verschärft. Wegen der jedoch zugleich fortbestehenden und im Zeitalter der... >>>
... mit Claus Dierksmeier

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Kritik am Liberalismus erheblich verschärft. Wegen der jedoch zugleich fortbestehenden und im Zeitalter der Globalität eher noch verstärkten Bedeutung des Freiheitsideals wollte ich untersuchen, wie die Idee der Freiheit heute gedacht werden muss, um weiterhin emanzipatorisch zu wirken.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Freiheit steht, meiner Lesart zufolge, nicht in einem notwendigen Gegensatz zu Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Tugend. Eine selbstkritische Theorie der Freiheit teilt viele ökologische, soziale und moralische Anliegen, um zukünftige Freiheit zu ermöglichen und zu schützen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Im Interesse einer allen Menschen – und insbesondere auch zukünftigen Generationen – gerecht werdenden Global Governance muss dringend das kosmopolitische Potenzial der Freiheitsidee artikuliert werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Papst Franziskus, um Näheres über seine Vorstellung von ›echter und ›authentischer‹ Freiheit zu erfahren.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Qualitative Freiheit meidet kosmopolitische Verantwortung nicht, sondern sucht sie. <<<


Claus Dierksmeier

Qualitative Freiheit

Selbstbestimmung in weltbürgerlicher Verantwortung

Gegen politische und religiöse Fundamentalisten verteidigt Claus Dierksmeier die Idee der Freiheit als Leitwert der Globalität. Individuelle Freiheit schließt aber Verantwortung für ihren sozial und ökologisch nachhaltigen Gebrauch ein. Dabei müssen wir abwägen, welche und wessen Freiheiten jeweils Vorrang erhalten sollen. Und hierbei, so zeigt Dierksmeier in historisch-systematischer Grundlegung, kommt es zuerst auf die Qualität – und nicht die Quantität – unserer Freiheiten an. Denn Freiheit heißt nicht, die Optionen einiger weniger zu maximieren, sondern die Chancen aller Weltbürger zu optimieren.


 
Autorenbild Dierksmeier, Claus

Claus Dierksmeier ist Direktor des Weltethos-Instituts an der Universität Tübingen. Seine akademische Arbeit konzentriert sich auf Fragen der Politik-, Religions- und Wirtschaftsphilosophie unter besonderer Berücksichtigung von Theorien der Freiheit und der Verantwortung im Zeitalter der Globalität.

Homepage:
Claus Dierksmeier: www.weltethos-institut.org

»Was Dierksmeier fordert, ist ein wertegebundener Liberalismus. Ein großes, ein lohnenswertes Unterfangen.«
Inna Barinberg, Philosophie Magazin, 10/11 (2016)
»Eine bemerkenswerte Lektüre, in der gut verständlich und dabei ohne Substanzverlust und immer unter dem Aspekt der Notwendigkeit qualitativer Freiheit (nicht nur) philosophische DenkerInnen referiert vorgestellt und ihre Argumente in kritischer Aufnahme fruchtbar gemacht werden.«
Arnold Schmieder, www.socialnet.de, 17.08.2016
»Spannend für die politische Debatte sind – in Zeiten von globalem Wirtschaften und neuem religiösen Fundamentalismus – [...] die Schlussfolgerungen, die Dierksmeier aus seinen Analysen der liberalen Ideen aus mehreren Jahrhunderten zieht.«
Volker Rekittke, Südwest Presse, 18.06.2016
Besprochen in:
www.kultur-punkt.ch, 7 (2016)
www.renatestraetling.wordpress.com, 02.08.2016
der Freitag, 46 (2016), Nils Markwardt

Philosophie, Politikwissenschaften, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Anthropologie sowie die interessierte Öffentlichkeit

Print 19,99 €

05/2016, 456 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-3477-8

Artikel-Nr.: 3477

-3477-8: Dierksmeier, Qualitative Freiheit

Selbstbestimmung in weltbürgerlicher Verantwortung

 

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05/2016, 456 Seiten
ISBN 978-3-8394-3477-2

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05/2016
ISBN 978-3-7328-3477-8

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