Crossing

Über Inszenierungen kultureller Differenzen und Identitäten

Ungleichheiten werden häufig inszeniert, um Differenzen zu schaffen, Territorien abzustecken oder Identitäten zu konstruieren. Dabei werden mitunter »fremde« Codes wie Dialekte, Bilder, Textgattungen, Habitus, Bewegungsformen und Kleidung genutzt. Solche Abgrenzungsprozesse finden sich in verschiedenen Epochen und Kulturen, in Literatur, Musik, Sport und Recht und können in Anlehnung an den Soziolinguisten Ben Rampton als »Crossing« bezeichnet werden.

Wer jedoch eignet sich fremde Codes wann, wie und warum kommunikativ und symbolisch an? In welchen Kontexten kommt es zu Crossing-Phänomenen?

Der Band versammelt acht Beiträge aus unterschiedlichen Fachrichtungen, in denen Crossing beobachtet, gedeutet und in seinen Folgen erklärt wird.

29,99 € *

2017-01-17, 230 Seiten
ISBN: 978-3-8376-3538-6

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Antje Dresen

Antje Dresen, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland

Florian Freitag

Florian Freitag, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Deutschland

... mit Florian Freitag

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Debatte um kulturelle Entlehnungen und transkulturelle Dynamiken wird aktuell häufig unter dem Stichwort der ›kulturellen Aneignung‹ (cultural appropriation) geführt. Längst nicht alle Fälle, in denen Menschen ihnen fremde Sprachen und Codes verwenden, lassen sich jedoch unter diesem Begriff subsumieren. Unser Band möchte mit ›Crossing‹ ein Konzept vorstellen, das eine komplexere und differenziertere Diskussion ermöglichen soll.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das ursprünglich linguistische Konzept des ›Crossing‹ ist bislang kaum von anderen Disziplinen rezipiert worden. Fälle von Crossing hat es jedoch zu allen Zeiten sowie in den verschiedensten Kulturen und Lebensbereichen gegeben, von der Antike bis zur Gegenwart, vom antiken Griechenland bis in die USA, von Literatur und Gesetzestexten bis hin zu Kleidung, Musik und Sport. Crossing ist eine nahezu universale Kulturtechnik. Unser Band zeigt dies nachdrücklich.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Dies ist stark von der Disziplin abhängig. In der Soziolinguistik etwa ist der Begriff des Crossing fest etabliert. Unsere Beiträger_innen aus der Alten Geschichte, der Klassischen Philologie, der Amerikanistik, der Musikwissenschaft, der Sportsoziologie und der Rechtswissenschaft haben jedoch allesamt Neuland betreten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die sich für kulturelle Phänomene und Artefakte interessieren, bei denen Grenzen jedweder Art überschritten werden.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Menschen nutzen in den verschiedensten Situationen und Lebensbereichen ihnen fremde Sprachen und Codes – und ›Crossing‹ erklärt, warum sie dies tun.

Besprochen in:

www.socialnet.de, 24.02.2017, Jos Schnurer
Autor_in(nen)
Antje Dresen / Florian Freitag (Hg.)
Buchtitel
Crossing Über Inszenierungen kultureller Differenzen und Identitäten
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
230
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-3538-6
DOI
10.14361/9783839435380
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC
BISAC-Code
SOC022000
THEMA-Code
JBCC
Erscheinungsdatum
2017-01-17
Auflage
1
Themen
Kultur, Sprache
Adressaten
Angewandte Sprachwissenschaft, Alte Geschichte, Klassische Philologie, Amerikanistik, Romanistik, Sportwissenschaft, Musikwissenschaft, Rechtswissenschaft
Schlagworte
Kultur, Crossing, Sprache, Interdisziplinarität, Kulturtheorie, Cultural Studies, Kultursoziologie, Sprachwissenschaft, Kulturwissenschaft

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