Interview

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
In Frankreich, England, Nordamerika und anderen Teilen der Welt hat sich die Kulinarische Ethnologie als eigenes Forschungsfeld bereits fest etablieren und... >>>
... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
In Frankreich, England, Nordamerika und anderen Teilen der Welt hat sich die Kulinarische Ethnologie als eigenes Forschungsfeld bereits fest etablieren und institutionalisieren können. Mit den im Buch versammelten Beiträgen geben wir nun erstmals einen gebündelten Einblick in den Facettenreichtum dieses in der deutschsprachigen Ethnologie bislang unterrepräsentierten Forschungsfeldes.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Wir blicken in dem Buch auf verschiedene Forschungsfelder der Kulinarischen Ethnologie, beispielsweise Essensgerüche im urbanen Raum, eine Kulinarik des Emotionalen oder indigene Gastronomie als kulturelle Selbstbestimmung. Darüber hinaus bieten wir innovative Texte zur Theorieentwicklung der Kulinarischen Ethnologie.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Essen und Trinken sind in aller Munde. Am Zeitschriftenregal und in Universitätsbibliotheken gleichermaßen. Und nicht ohne Grund. Fast einhundert Jahre nach Brillat-Savarins berühmter Formulierung ›Sage mir, was du ißt, und ich sage dir, wer du bist‹ hat diese Feststellung nichts an Wahrheit und Faszination verloren. Die Kulinarische Ethnologie widmet sich dieser Thematik in spezifischen kulturellen Kontexten und ermöglicht so ein besseres Verständnis von sowohl kulturellen Unterschieden als auch den eigenen Ernährungsgewohnheiten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Ethnologen, Soziologen, Ernährungskulturwissenschaftlern. Aber auch mit Köchen, Landwirten, Lebensmittelproduzenten und allen, die sich mit Essen und Trinken sowie Ernährung aus interkultureller Perspektive auseinandersetzen wollen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Eine erste Auswahl von Beiträgen zur Wissenschaft von eigenen, fremden und globalisierten Ernährungskulturen, die Lust auf mehr macht. <<<


Daniel Kofahl / Sebastian Schellhaas (Hg.)

Kulinarische Ethnologie

Beiträge zur Wissenschaft von eigenen, fremden und globalisierten Ernährungskulturen

Traditionen und Wandel, Küchenpraxis und Theorie – dieser Band bietet Einblicke in das facettenreiche Feld der Wissenschaft vom kulinarisch Fremden und der Vielfalt globalisierter Ernährungskulturen. Die versammelten klassisch-ethnografischen bis kulturtheoretischen Beiträge erlauben einen wissenschaftlich fundierten und doch gut bekömmlichen Blick auf fremde Küchen wie auch auf die eigene Ernährungskultur. Die Zusammenstellung empirischer Fallbeispiele und innovativer Theoriekonzeptionen markiert dabei nicht nur den Status quo deutschsprachiger kulinarischer Ethnologie. Sie macht vor allem Appetit auf mehr.


 

Daniel Kofahl (Dr.), Ernährungskulturwissenschaftler, leitet das Büro für Agrarpolitik und Ernährungskultur (APEK) und ist Sprecher der AG Kulinarische Ethnologie der
Deutschen Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie. Er forscht zu kulturwissenschaftlichen Fragen der Ernährung und zur Soziologie des Kulinarischen.
Sebastian Schellhaas (M.A.), Ethnologe, ist Sprecher der AG Kulinarische Ethnologie der Deutschen Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie und Promotionsstipendiat im Graduiertenkolleg Wert und Äquivalent der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er forscht zur Kulturgeschichte und gastronomischen Professionalisierung indigener Ernährungskulturen an der kanadischen Nordwestküste.

Homepage:
Daniel Kofahl: APEK

Ethnologie, Soziologie, Ernährungswissenschaften, Kulturwissenschaften sowie die interessierte Öffentlichkeit

Print 34,99 €

01/2018, 320 Seiten, kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN 978-3-8376-3539-3

Artikel-Nr.: 3539

-3539-3: Kofahl/Schellhaas (Hg.), Kulinarische Ethnologie

Beiträge zur Wissenschaft von eigenen, fremden und globalisierten Ernährungskulturen

 

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01/2018, 320 Seiten
ISBN 978-3-8394-3539-7

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