Autoreninterview

... mit Reimer Gronemeyer

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Weil die Verzweiflung über die Verwüstung der Sprache und die Zerstörung der Lebensverhältnisse anders nicht auszuhalten ist.

2.... >>>
... mit Reimer Gronemeyer

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Weil die Verzweiflung über die Verwüstung der Sprache und die Zerstörung der Lebensverhältnisse anders nicht auszuhalten ist.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Überhaupt keine. Es geht um die Flucht aus dem Sprachmüll der sozialen Bürokratie. Da draußen wartet vielleicht eine neue Freiheit, jenseits der Dienstleistungsindustrie.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Dieses Buch nimmt die Sprache der sozialen Adinistration auf's Korn. Es geht um den Mut, das Sprachgefängnis zu sprengen. Wir möchten diejenigen, die in diese Plastiksprache verstrickt sind, aus ihrem Sprachknast herauslocken.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Ivan Illich, der aber nicht mehr lebt. Deshalb: Entweder mit einem der Direktoren der großen Wohlfahrtskonzerne oder mit einer wachen Pflegerin in einem Krankenhaus.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Dieses Buch zeigt auf den Notausgang, der es erlaubt, aus der Sprache der totalen Verwaltung des Sozialen zu fliehen. <<<


Reimer Gronemeyer / Charlotte Jurk (Hg.)

Entprofessionalisieren wir uns!

Ein kritisches Wörterbuch über die Sprache in Pflege und sozialer Arbeit

Plastikwörter aus der industriellen Produktion überrollen uns. Dieser Neusprech markiert und begleitet die zunehmende »Professionalisierung« von Pflege und sozialer Arbeit. Doch unter dem Vorwand der Optimierung wird tatsächlich die brutale Verdinglichung mitmenschlicher Zuwendung betrieben.
Die Beiträger_innen plädieren für einen radikalen Kurswechsel und fordern eine Entprofessionalisierung im sozialen Bereich, die sie jedoch nicht als konkretes Programm verstehen. Vielmehr ermutigen sie dazu, sich des Korsetts der Effizienz zu entledigen und sich auf Warmherzigkeit und Großherzigkeit zu besinnen, die ein unverbildetes Können ausmachen.


 

Reimer Gronemeyer (Prof. Dr. Dr.) ist Theologe und Soziologe an der Universität Gießen.
Charlotte Jurk (Dr.) ist Sozialarbeiterin und Sozialwissenschaftlerin an der Hochschule Ludwigshafen.

Homepage:
Reimer Gronemeyer

»Provokant. Gut so.«
Wolfgang Berg, www.socialnet.de, 18.05.2017

Soziologie, Politische Soziologie, Sozialpolitik, Psychologie, Medizin, Pflegemanagement, Pflegewissenschaften, Praktiker_innen im Pflegesektor sowie die interessierte Öffentlichkeit

Print 29,99 €

04/2017, 260 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-3554-6

Artikel-Nr.: 3554

-3554-6: Gronemeyer/Jurk (Hg.), Entprofessionalisieren wir uns!

Ein kritisches Wörterbuch über die Sprache in Pflege und sozialer Arbeit

 

Lieferzeit in der Regel 3-5 Werktage

 
 
 

E-Book 26,99 €

PDF-Download, 1,50 MB
04/2017, 260 Seiten
ISBN 978-3-8394-3554-0

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.*

Weitere Titel

Staying in Life Verena Rothe, Gabriele Kreutzner,...
Staying in Life
Im Leben bleiben Verena Rothe, Gabriele Kreutzner,...
Im Leben bleiben
Afrikanische Kindheiten Michaela Fink, Reimer Gronemeyer (Hg.)
Afrikanische Kindheiten

Weitere Titel zum Thema

Alter, Medizin