Autoreninterview

... mit Judith Dörrenbächer und Kerstin Plüm

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Designer gestalten zunehmend Dinge, die nicht als passive Objekte manuell begreifbar sind oder sich isolieren und rational... >>>
... mit Judith Dörrenbächer und Kerstin Plüm

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Designer gestalten zunehmend Dinge, die nicht als passive Objekte manuell begreifbar sind oder sich isolieren und rational fassen lassen. Gestaltetes scheint sich hin zu eigenaktiven, anthropomorphisierten, intelligenten und vernetzten Dingkonstellationen zu wandeln. Dieses Buch ist Ergebnis einer Tagung und nähert sich für Design und Designwissenschaften dieser Quasi-Beseeltheit von Dingen an.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch versammelt unterschiedliche Positionen, sowohl aus der Kultur- und Designwissenschaft als auch aus der Designpraxis. Die Beitragenden betrachten und interpretieren beseelte Dinge sehr unterschiedlich. Damit schafft das Buch sich ergänzende Perspektiven. Insbesondere die anthropologischen Theorien zum Animismus wurden bisher für das Design nicht derart zur Diskussion gestellt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Das Buch schließt an die Debatten zum sogenannten Neuen Materialismus an, der die Aktivität von unbelebter Materie verhandelt und der bereits von Designern und von Designwissenschaftlern diskutiert wird. Der Zusammenhang von Technik und Magie und die scheinbare Beseeltheit von technologischen Artefakten werden in den Medienwissenschaften als Techno-Animismus thematisiert. <<<


Judith Dörrenbächer / Kerstin Plüm (Hg.)

Beseelte Dinge

Design aus Perspektive des Animismus

Unsere Produktwelt ist zunehmend reaktiv, anthropomorph und entscheidungsfähig gestaltet. Sie provoziert eine beseelende Umgangsweise mit Unbelebtem. Haben wir es mit einer neuen Form von Animismus, einem Techno-Animismus, zu tun? Welche Rolle spielt hier das Design? Ist Beseeltheit gestaltbar oder eigentlich eine situative Erscheinung, die ereignisbezogen im Handeln zwischen Mensch und Artefakt entsteht? In diesem Band diskutieren Kultur- und Designwissenschaftler, inwiefern ein Ding als beseelt und wirkmächtig und Technologie als menschenähnlich verstanden werden kann.


 

Judith Dörrenbächer (Dipl.-Des.) lehrt Kunst- und Designwissenschaften an der Hochschule Niederrhein.
Kerstin Plüm (Prof. Dr. phil.) lehrt Kunst- und Designwissenschaften an der Hochschule Niederrhein.

Homepage:
Judith Dörrenbächer: www.hs-niederrhein.de/design
Kerstin Plüm: www.hs-niederrhein.de/design
Kerstin Plüm: www.mies125.de

»Lesenswerte und differenzierte Beiträge.«
Marcel Behn, {rezens.tfm], 31.05.2017
Für jeden, der sich – ob praktisch oder theoretisch – mit Design beschäftigt, bietet das Buch interessante Denkanstöße.«
form, 270 (2017)
Besprochen in:
Designabilities, 12 (2016), Tom Bieling designreport, 1 (2017)

Design, Kunst, Kunst- und Designwissenschaft, Technikphilosophie, Soziologie, Kulturwissenschaft, Anthropologie

Print 29,99 €

09/2016, 168 Seiten, kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN 978-3-8376-3558-4

Artikel-Nr.: 3558

-3558-4: Dörrenbächer/Plüm (Hg.), Beseelte Dinge

Design aus Perspektive des Animismus

 

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E-Book 26,99 €

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08/2016, 168 Seiten
ISBN 978-3-8394-3558-8

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