Interview

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Black Metal stellt ein komplexes und spannendes ästhetisches Phänomen dar, das nicht nur innerhalb der Subkultur bzw. Szene, sondern mittlerweile auch... >>>
... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Black Metal stellt ein komplexes und spannendes ästhetisches Phänomen dar, das nicht nur innerhalb der Subkultur bzw. Szene, sondern mittlerweile auch in einer breiteren Öffentlichkeit, etwa im Feuilleton, diskutiert wird. In unserem Sammelband wird Black Metal als musikhistorische wie auch als Gegenwartserscheinung untersucht und beschrieben, wobei an vielen konkreten Beispielen gearbeitet wurde.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die Beiträge des Sammelbands versuchen, aus unterschiedlichen Fachperspektiven – etwa Musikwissenschaft, Religionswissenschaft, Medienwissenschaft – in den Dimensionen von Musik und Klang, Bild und Diskurs, Kultur und Performanz über Black Metal zu sprechen. Mit diesem transdisziplinären analytischen Herangehen wird Black Metal in seiner Komplexität beleuchtet.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Den Ausgangspunkt für das Buch bildet ein an der Wiener Musikuniversität (mdw) abgehaltener Studientag inklusive eines Workshops, in dem Forscher_innen, Fans und Student_innen mit uns gemeinsam Black-Metal-Songs analysiert und diskutiert haben. Für die Popularmusikforschung, die sich aktuell wieder zunehmend mit Fragen der Analyse populärer Musik befasst, können die im Sammelband beschriebenen Beispiele und Erfahrungen Aufschluss über die Möglichkeiten und Schwierigkeiten des kollektiven und transdisziplinären Analysierens von konkreten Songbeispielen geben.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Einerseits mit Forscher_innen (nicht nur) aus den sogenannten metal studies, die sich aus ihrem jeweiligen akademischen Blickwinkel mit der Analyse populärer Musik, Metal im Allgemeinen oder Black Metal im Besonderen beschäftigten. Andererseits sind wir gespannt auf Rückmeldungen seitens der Hörer_innen und Fans, um zu erfahren, ob sich die Darstellungen und Ergebnisse unseres Buches mit den ästhetischen Erfahrungen der Szeneexpert_innen decken, überschneiden oder diesen widersprechen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Black Metal stellt als ästhetisches Phänomen wie auch als kulturelle Praxis ein vielschichtiges Phänomen der jüngeren Vergangenheit wie der Gegenwart dar, dem wir mit Hilfe transdisziplinärer analytischer Perspektiven gerecht zu werden versuchen. <<<


Sarah Chaker / Jakob Schermann / Nikolaus Urbanek (Hg.)

Analyzing Black Metal – Transdisziplinäre Annäherungen an ein düsteres Phänomen der Musikkultur

Tiefschwarze Nächte, Krächzgesang und Kunstblut, magische Symbole, archaische Rituale und uralte Geschichten: Black Metal bedient auf unterschiedlichsten Ebenen der Inszenierung Codes des Dunklen, Bösen und Geheimnisvollen – musikalisch-klanglich, diskursiv, visuell, körperlich-performativ, paratextuell. Doch wie genau funktionieren gängige ästhetische Symbole des Black Metal und wie sind sie in ihrem jeweiligen Kontext zu verstehen und einzuordnen? Ausgehend von dieser Frage bieten die Beiträge des Bandes differenzierte Einblicke in ein komplexes musikalisches und kulturelles Gegenwartsphänomen. Darüber hinaus geben sie methodisch Aufschluss über Möglichkeiten und Grenzen transdisziplinärer, kollektiver Analysen von populärer Musik.


 

Sarah Chaker (Dr. phil.) arbeitet als Senior Scientist am Institut für Musiksoziologie der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Jakob Schermann studiert Musikwissenschaft an der Universität Wien und war als Studienassistent am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien tätig.
Nikolaus Urbanek (Prof. Dr. phil.) ist Professor für Musikwissenschaft am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Homepage:
Sarah Chaker: Institut für Musiksoziologie / mdw
Jakob Schermann: Institut für Musikwissenschaft / Universität Wien
Nikolaus Urbanek: Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung / mdw

»Der vorliegende Sammelband ist für wissenschaftlich Gebildete wie für Laien und Fans äußerst interessant und empfehlenswert. Alle Autoren nähern sich dem Thema zudem mit dem größtem Respekt an. Ich kann »Analyzing Black Metal« allen Menschen mit einem tieferen Interesse am Black Metal nur wärmstens an ihr dunkles Herz legen!« http://metalglory.com, 27.01.2018
O-Ton: »Black Metal als Abbild des Ästhetisch-Bösen – Jakob Schermann im Gespräch mit Juliane Reil beim Deutschlandfunk am 08.01.
http://bit.ly/2EnZ4xW

Musikwissenschaft, Musiksoziologie, Ästhetik, Kulturwissenschaften, Medienwissenschaften, Religionswissenschaften,
Skandinavistik, Sprachwissenschaften sowie die interessierte Öffentlichkeit

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12/2017, 180 Seiten, kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN 978-3-8376-3687-1

Artikel-Nr.: 3687

-3687-1: Chaker et al., Analyzing Black Metal

 

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12/2017, 180 Seiten
ISBN 978-3-8394-3687-5

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