Interview

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Weil es Ermutigungen dafür braucht, normierte wie vertraute Pfade wissenschaftlicher wie künstlerischer Disziplinen zu verlassen, um Räume im... >>>
... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Weil es Ermutigungen dafür braucht, normierte wie vertraute Pfade wissenschaftlicher wie künstlerischer Disziplinen zu verlassen, um Räume im Dazwischen zu betreten, zu erfahren und zu erkunden: Zwischenräume wie die zwischen den unterschiedlichen Fächern, zwischen Wissenschaft und Praxis oder die der künstlerischen Forschung – auch wenn das verunsichern kann. Gerade in den dialogischen Begegnungen verschiedener Wissenskulturen können Inhalte, Methoden und letztlich Wissen miteinander weiterentwickelt werden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Methodische Experimente können scheitern, womöglich eher als standardisierte, valide Methoden der Wissensgenerierung. Aber: Nur mit inter- oder transdisziplinären Experimenten lassen sich die Welten erforschen, die über den Tellerrand der eigenen Disziplin hinausweisen. Und das am besten in einem Dialog zwischen Vertreter_innen verschiedener Wissenskulturen. Dass dieser Dialog aber voraussetzungsvoll ist, dass es eine Aufmerksamkeit nicht nur für das Was, sondern ebenso für das Wie braucht – darum geht es auch in diesem Buch.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die Bedeutung liegt aus unserer Sicht vor allem darin, durch die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Buchbeiträge die unerschöpfliche Fülle des Denkens im Dazwischen angedeutet wird, die als Inspiration für das eigene Tun dienen kann. Hier werden Fäden aufgenommen und Dimensionen geöffnet, die für die Entwicklung demokratischer Kulturen und Gesellschaften von zentraler Bedeutung sind.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Natürlich – und einerseits – mit jenen Wissenschaftler_innen und Künstler_innen, die ebenso wie wir immer wieder ins kalte Wasser des Dazwischens springen oder springen möchten. Die vielleicht auch schon müde sind angesichts der vielen normierten Vorgaben der eigenen Disziplin. Andererseits: Wir diskutieren auch gerne mit jenen, die es ganz anders als wir sehen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Das Buch schlägt Brücken zwischen den Disziplinen, Kunst und Wissenschaft und ermutigt dadurch zum Dialog mit unterschiedlichen Wissenskulturen. <<<


Doris Ingrisch / Marion Mangelsdorf / Gert Dressel (Hg.)

Wissenskulturen im Dialog

Experimentalräume zwischen Wissenschaft und Kunst

Wenn Wissenskulturen aufeinandertreffen, kann das verunsichern: All das, was in der eigenen wissenschaftlichen oder künstlerischen Disziplin als gesichertes Wissen gilt, verliert in inter-, trans- und postdiszplinären Konzepten sowie konkreten Begegnungen an Selbstverständlichkeit. Zugleich können sich dabei Experimentalräume eröffnen, in denen Inhalte anders gedacht und durch alternative Formen und Methoden generiert werden.
Die Beiträger_innen des Bandes gehen in theoretischen Aufsätzen und anhand konkreter und experimenteller Beispiele den Resonanzen wie Dissonanzen, möglichen Berührungszonen, gemeinsamen Potenzialen und neuen Erkenntnisinteressen nach, die sich aus dialogischen Begegnungen – das heißt: im Dazwischen verschiedener Wissenschaften und Künste – ergeben können.


 
Autorenbild Ingrisch, Doris;Mangelsdorf, Marion;Dressel, Gert;(Hg.)

Doris Ingrisch ist Professorin für Gender Studies am Institut für Kulturmanagement und Gender Studies der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Forschungsschwerpunkte: Gender und Cultural Studies, Wissenschaftsgeschichte, Exil-/Emigrationsforschung sowie Qualitative und Experimentelle Methoden.
Marion Mangelsdorf (Dr. phil.) lehrt als Geschäftsführerin der Freiburger Gender Studies inter- und transdisziplinäre Wissenschafts- und Technikforschung.
Gert Dressel (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Homepage:
Doris Ingrisch: Uni Wien
Marion Mangelsdorf: Uni Freiburg
Gert Dressel: IFF
Gert Dressel: Uni Klagenfurt

Kulturwissenschaften, Medienwissenschaften, Gender Studies, Kunst, Kunstbasierte Forschung (Art-Based Research)

Print 34,99 €

10/2017, 270 Seiten, kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN 978-3-8376-3698-7

Artikel-Nr.: 3698

-3698-7: Ingrisch et al. (Hg.), Wissenskulturen im Dialog

Experimentalräume zwischen Wissenschaft und Kunst

 

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E-Book 34,99 €

PDF-Download, 5,00 MB
10/2017, 270 Seiten
ISBN 978-3-8394-3698-1

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.*

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