Autoreninterview

... mit Klaus P. Hansen und Jan Marschelke

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Mit Multikollektivität ist gemeint, dass Individuen einer Vielzahl von Kollektiven angehören. Insofern ist Multikollektivität... >>>
... mit Klaus P. Hansen und Jan Marschelke

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Mit Multikollektivität ist gemeint, dass Individuen einer Vielzahl von Kollektiven angehören. Insofern ist Multikollektivität einerseits ein Schlüsselbegriff unserer Zeit, weil die Vielfalt und Wahlfreiheit in puncto Zugehörigkeiten niemals größer war. Das hat bedeutende Konsequenzen für gesellschaftliche Integration und individuelle wie kollektive Identitäten. Andererseits ist Multikollektivität ein analytisches Werkzeug, das in epochen- und kulturübergreifender Forschung eingesetzt werden kann.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Neben den theoretischen Vertiefungen ist insbesondere die Anwendungsperspektive hervorzuheben: Ein hochabstrakter Begriff wird konkret nutzbar gemacht für die Organisations- und Personalentwicklung, was in der Entwicklung einer didaktischen App für Seminare und Trainings gipfelt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Der Multikollektivitätsbegriff nimmt eine Sonderstellung ein. Er steht zwar in unmittelbarer Beziehung zu den heiß diskutierten Identitätsthemen, »unterläuft« sie aber, indem er nach den Voraussetzungen von Kollektivität fragt. Hier ist vieles noch ungenügend erforscht und viele Einzelansätze stehen unverbunden nebeneinander. Der Band streckt u.a. seine Fühler in Richtung Integrations- und Netzwerkforschung aus.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit jedem, der sich mit den Themen Kollektivität, Zugehörigkeit, Identität, insbesondere multiple Identitäten beschäftigt.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Multikollektivität bedeutet, dass kein Individuum je isoliert und kein Kollektiv je geschlossen sein kann. <<<


Forschungsstelle Kultur- und Kollektivwissenschaft / Klaus Peter Hansen / Jan-Christoph Marschelke (Hg.)

Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft

Jg. 3, Heft 1/2017

Die »Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft« ist das Forum der Kollektivwissenschaft. Diese noch junge Disziplin lenkt den Blick auf das Kollektiv als Kulturträger und dient damit zum einen der praktischen Kulturforschung und gewährt zum anderen neuartige Einblicke in das Wesen des Sozialen. Der weit gefasste Begriff des Kollektivs tritt an die Stelle der traditionellen Gruppen- und Gesellschaftskonzepte und macht bisher verborgene Schichten menschlicher Gemeinschaftlichkeit zugänglich.
Die Zeitschrift erscheint zweimal jährlich, wobei sich Themen- und Tagungshefte abwechseln.
Heft 3/1 widmet sich einem einzelnen Begriff der Kollektivwissenschaft, dem der »Multikollektivität«. Er bezeichnet den eigentlich selbstverständlichen Umstand, dass jedes Individuum einer Vielzahl von Kollektiven angehört. Aufgrund seiner Einfachheit stieg der Begriff zum erfolgreichsten Werkzeug aus dem Methoden-Kasten des neuen Paradigmas auf. In diesem Heft wird er theoretisch weitergedacht und vertieft, mit der Netzwerkforschung in Verbindung gebracht, auf Personal- und Organisationsentwicklung angewandt und schließlich in eine didaktische Applikation übersetzt.


 

Die Forschungsstelle Kultur- und Kollektivwissenschaft ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften der Universität Regensburg. Sie widmet sich der Förderung der Kollektivwissenschaft und wird von der Universität und der Hansen-Stiftung finanziert.
Klaus P. Hansen (Prof. Dr. phil.) ist entpflichteter Professor für Amerikanistik der Universität Passau und leitet die Forschungsstelle Kultur- und Kollektivwissenschaft der Universität Regensburg. Sein Interesse gilt dem Aufbau eines gleichzeitig kollektiv- wie kulturwissenschaftlichen Paradigmas.
Jan-Christoph Marschelke (Dr. iur.) ist Geschäftsführer der Forschungsstelle Kultur- und Kollektivwissenschaft der Universität Regensburg. Er lehrt und forscht im interdisziplinären Feld von Kultur-, Kollektiv- und Rechtswissenschaft.

Homepage:
Forschungsstelle Kultur- und Kollektivwissenschaft: Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft
Klaus Peter Hansen: Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft
Jan-Christoph Marschelke: Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft

Interkulturelle Kommunikation, Soziologie, Interkulturelle Psychologie, Sprachwissenschaften, Rechtswissenschaften

Print 34,99 €

04/2017, 160 Seiten, kart., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-8376-3822-6

Artikel-Nr.: 3822

-3822-6: ZKKW (Jg. 3, 1/2017)

Jg. 3, Heft 1/2017

 

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04/2017, 160 Seiten
ISBN 978-3-8394-3822-0

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