Interview

... mit Leticia Labaronne

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Die Diskussion über die Entwicklung und den Einsatz von Evaluationsmodellen im Kulturbereich spielt nach wie vor eine prominente Rolle in der... >>>
... mit Leticia Labaronne

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Die Diskussion über die Entwicklung und den Einsatz von Evaluationsmodellen im Kulturbereich spielt nach wie vor eine prominente Rolle in der Kulturmanagement-Forschung und -Praxis. Dabei konzentriert sich die akademische Auseinandersetzung derzeit vorwiegend auf instrumentelle und methodologische Aspekte. Dem Evaluationsprozess sind jedoch auch epistemologische, ästhetische, politische und ethische Fragen inhärent. Da der Evaluationsbegriff heute für die unterschiedlichsten Formen von Bewertungen benutzt wird, ist für eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema auch eine begriffliche Differenzierung erforderlich.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die kritische Hinterfragung und Relativierung des gängigen sozialwissenschaftlichen Verständnisses
von Evaluation sowie das Experimentieren mit neuen innovativen Konzeptualisierungen von Evaluationen. Die Vielfalt der Erfahrungen eines kreativeren Umgangs mit Evaluationen in der Kultur zeigen eine, wenn
auch wiederum kritisch reflektierte, Aufbruchsstimmung. Es eröffnet sich hier ein weites Feld für Kulturmanagementforschung zur Klärung von epistemologischen, methodischen und konzeptuellen Voraussetzungen für neue Forschungsparadigmen sowie für die Entwicklung entsprechender innovativer Evaluationsdesigns in enger Kooperation mit der Kulturmanagementpraxis.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Wir hoffen, dass wir mit diesem Special Issue einige Impulse und Kontrapunkte setzen und damit die Weiterführung der Diskussion über Kulturevaluation bereichern konnten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit der Redaktion der ZEIT.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Wer evaluiert wen, mit welchem Zielen und Absichten, mit welchen Methoden und wofür? <<<


Steffen Höhne / Martin Tröndle / Bruno Seger / Leticia Labaronne (Hg.)

Zeitschrift für Kulturmanagement: Kunst, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Jg. 3, Heft 1: Evaluation im Kulturbereich

Die jährlich in zwei Heften erscheinende, referierte »Zeitschrift für Kulturmanagement« initiiert und fördert eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Kulturmanagement im Hinblick auf eine methodologische und theoretische Fundierung des Faches. Das international orientierte Periodikum nimmt nicht nur ökonomische Fragestellungen, sondern ebenso sehr die historischen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen und Verflechtungen im Bereich Kultur in den Blick. Explizit sind daher auch Fachvertreterinnen und -vertreter akademischer Nachbardisziplinen wie der Kultursoziologie und -politologie, der Kunst-, Musik- und Theaterwissenschaft, der Kunst- und Kulturpädagogik, der Wirtschaftswissenschaft etc. angesprochen, mit ihren Beiträgen den Kulturmanagementdiskurs kritisch zu bereichern.
Gastherausgeber dieses Themenheftes zu »Evaluation im Kulturbereich« sind Leticia Labaronne und Bruno Seger (ZHAW Winterthur).
Die Beiträge kreisen um Fragen der Spezifika, Formatierung und Operationalisierung von Evaluationsmodellen und der Bedeutung von Evaluationsresultaten für Kulturmanagement, -förderung und politik.


 
Autorenbild Höhne, Steffen;Tröndle, Martin;Seger, Bruno;Labaronne, Leticia;(Hg.)

Steffen Höhne (Prof. Dr.) ist Professor für Kulturmanagement an der Hochschule für Musik Weimar und an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Martin Tröndle (Prof. Dr.) ist Inhaber des WÜRTH Chair of Cultural Production an der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Er leitet »Concert021. – Meisterkurs für Musiker und Festivalmacher« und ist Editor-in-Chief der »Zeitschrift für Kulturmanagement: Kunst, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft« sowie Leiter des Schweizerischen Nationalfonds-Forschungsprojektes »eMotion – mapping museum experience«. Er war Referent für Musik im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Für seine Forschungsarbeiten hat er mehrere Preise und Auszeichnungen erhalten.
Bruno Seger ist Leiter des Zentrums für Kulturmanagement an der ZHAW Winterthur.
Leticia Labaronne ist stellvertretende Leiterin am Zentrum für Kulturmanagement der ZHAW Winterthur.

Homepage:
Steffen Höhne: Zeitschrift für Kulturmanagement
Steffen Höhne: Fachverband Kulturmanagement
Martin Tröndle: Zeppelin Universität
Martin Tröndle: Fachverband Kulturmanagement
Bruno Seger: www.fachverband-kulturmanagement.de
Leticia Labaronne: www.fachverband-kulturmanagement.de

Besprochen in:
https://www.journal21.ch, 05.09.2017, Alex Bänninger

Kulturmanagement, Kulturpolitik, Kultur- und Kunstwissenschaft, Kultursoziologie, Kulturpädagogik, Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft sowie Praktiker_innen aus dem Kulturmanagement

Print 34,99 €

05/2017, 226 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-3824-0

Artikel-Nr.: 3824

-3824-0: ZKMM (Jg. 3, Heft 1/2017)

Jg. 3, Heft 1: Evaluation im Kulturbereich

 

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E-Book 34,99 €

PDF-Download, 1,80 MB
04/2017, 226 Seiten
ISBN 978-3-8394-3824-4

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.*

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