Autoreninterview

... mit Daniel Volkert

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Parteien sind zentraler Bestandteil demokratischer Gesellschaften und stecken zunehmend in einer Vertrauens- und Repräsentationskrise. Gleichzeitig sind... >>>
... mit Daniel Volkert

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Parteien sind zentraler Bestandteil demokratischer Gesellschaften und stecken zunehmend in einer Vertrauens- und Repräsentationskrise. Gleichzeitig sind diese Länder durch eine jahrzehntlange Einwanderung geprägt. Das Buch setzt an dieser Schnittstelle an und fragt am Beispiel der SPD und der französischen PS: Inwieweit reagieren Parteien in ihren eigenen Reihen auf die migrations- und repräsentationsbedingten Umweltveränderungen?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Dieses Buch gibt erstmals detaillierte Einblicke in das Innenleben zweier Parteien zu Inkorporationsprozessen von Migrant_innen. Durch die vergleichende Parteienorganisationsperspektive lassen sich länderübergreifende Phänomene identifizieren und einordnen. Ferner werden Unterschiede jenseits nationaler Rahmenbedingungen deutlich, die herkömmliche Staatsbürgerschafts- und Integrationsmodelle in Frage stellen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die politische Partizipation und Repräsentation von Menschen mit Migrationshintergrund ist in den letzten Jahren verstärkt erforscht worden. Parteien blieben in diesem Zusammenhang bis dato weitestgehend unbeachtet. Es fehlte insbesondere eine organisationsspezifische Analyse. Zudem stellt sich in demokratischen Einwanderungsgesellschaften die Frage, inwieweit nationale Eigenheiten, grenzüberschreitender Anpassungsdruck oder organisationspezifische Eigenheiten Inkorporationsprozesse bestimmen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Wenn es möglich wäre, würde ich ein Gespräch mit den Parteigrößen Willy Brandt, François Mitterand und Helmut Schmidt sowie ausgewählten Politiker_innen mit Migrationshintergrund führen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Parteien in der Einwanderungsgesellschaft bewegen sich zwischen Anpassungsdruck und Widerstand. <<<


Daniel Volkert

Parteien und Migranten

Inkorporationsprozesse innerhalb der SPD und der französischen PS

Parteien bemühen sich seit geraumer Zeit verstärkt um Menschen mit Migrationshintergrund – als Wähler_innen, Parteimitglieder oder politisches Personal. Wann und warum kam es zu dieser Öffnung? Welche Widerstände gehen damit bis heute einher? Lassen sich vergleichbare Phänomene in unterschiedlichen Migrationsgesellschaften und Städten feststellen – oder dominieren die Unterschiede?
Am Beispiel der Sozialdemokratischen Partei in Deutschland und der französischen Parti socialiste geht Daniel Volkert diesen Fragen erstmals nach. Seine Studie legt die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Art der Inkorporation offen, die durch eine feinteilige Analyse der nationalen, lokalen und parteispezifischen Rahmenbedingungen nachvollziehbar gemacht werden.


 
Autorenbild Volkert, Daniel

Daniel Volkert (Dipl.-Sozw.), geb. 1980, ist Projektkoordinator bei der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein. Ferner ist er Research Partner am Max-Planck-Institut für multireligiöse und multiethnische Gesellschaften in Göttingen. Er promovierte an der Georg-August-Universität in Göttingen und beschäftigt sich mit der zivilgesellschaftlichen und politischen Partizipation und Repräsentation von Menschen mit Migrationshintergrund.

Politikwissenschaften, Politische Soziologie, Migrationsforschung, Organisationssoziologie

Print 39,99 €

05/2017, 378 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-3828-8

Artikel-Nr.: 3828

-3828-8: Volkert, Parteien und Migranten

Inkorporationsprozesse innerhalb der SPD und der französischen PS

 

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05/2017, 378 Seiten
ISBN 978-3-8394-3828-2

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