Interview

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Das Werk der Philosophin Judith Butler wird seit vielen Jahren in den Kultur- und Sozialwissenschaften sowie in den Gender und Queer Studies breit rezipiert.... >>>
... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Das Werk der Philosophin Judith Butler wird seit vielen Jahren in den Kultur- und Sozialwissenschaften sowie in den Gender und Queer Studies breit rezipiert. Butler ist eine der prononciertesten kritischen Intellektuellen unserer Zeit, die immer wieder zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen Stellung bezieht. Das zeigt sich erneut in ihren beiden Originalbeiträgen unseres Bandes. Es ist daher überfällig, die Implikationen von Butlers Denken für die politische Philosophie zu diskutieren.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Der Band thematisiert in umfassender Weise die unterschiedlichen Dimensionen des Politischen im Werk Butlers – von »Das Unbehagen der Geschlechter« bis hin zu ihren jüngsten Arbeiten. Kritisch geprüft werden die traditionellen Grundbegriffe politischen Denkens – wie etwa Autonomie, Freiheit, Souveränität und Gemeinschaft. Damit liefert der Band zugleich wichtige Einsatzpunkte und Denkanstöße für die politische Theorie und Praxis – mit besonderem Fokus auf aktuelle politische Entwicklungen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Der Band liefert sowohl einen entscheidenden Beitrag zum Verständnis von Butlers zentralen Begriffen und Grundkonzeptionen – wie etwa Performativität, Subjektivität, Macht, Widerstand, Vulnerabilität und Körperlichkeit – als auch wichtige Impulse für die zentralen Fragen der politischen Theorie und Gegenwartsphilosophie. Insofern ist er sowohl für die Butler-Forschung als auch für aktuelle Forschungen im Bereich der Politikwissenschaft und der politischen Theoriebildung von Relevanz.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit allen, für die politische Theorie und Philosophie immer auch Fragen der politischen Praxis und des emanzipatorischen Widerstands umfassen.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Der Band thematisiert die politischen Implikationen von Butlers Denken und unterstreicht dessen Relevanz und Aktualität für die Gegenwart. <<<


Gerald Posselt / Tatjana Schönwälder-Kuntze / Sergej Seitz (Hg.)

Judith Butlers Philosophie des Politischen

Kritische Lektüren

Judith Butler zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Denker*innen im Bereich der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie der Gender Studies und der Queer Theory. Darüber hinaus ist ihr Beitrag zur politischen Philosophie kaum zu unterschätzen. Dieser Band versammelt – neben einem Originaltext von Butler und einem Roundtable-Gespräch – Artikel ausgewiesener Expert*innen, die aus unterschiedlichen Perspektiven die Dimensionen des Politischen in Butlers Arbeiten kritisch würdigen. Schwerpunkte sind das Verhältnis von Philosophie, Theorie und politischer Praxis, die Konstitution politischer Subjektivität, die Möglichkeiten politischer Handlungsfähigkeit sowie das emanzipatorische Potenzial performativer Körperpraktiken.


 

Gerald Posselt ist Senior Lecturer am Institut für Philosophie der Universität Wien.
Tatjana Schönwälder-Kuntze ist apl. Professorin für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Heisenberg-Stipendiatin.
Sergej Seitz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Universität Wien.

Homepage:
Gerald Posselt: Uni Wien
Tatjana Schönwälder-Kuntze: Uni München
Sergej Seitz: Uni Wien

Philosophie, Politikwissenschaft, Soziologie, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft

Print 29,99 €

01/2018, 332 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-3846-2

Artikel-Nr.: 3846

-3846-2: Posselt et al. (Hg.), Judith Butlers Philosophie des Politischen

Kritische Lektüren

 

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E-Book 26,99 €

PDF-Download, 3,07 MB
01/2018, 332 Seiten
ISBN 978-3-8394-3846-6

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