Interview

... mit Tobias Zimmermann

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Online-Leserkommentare stellen neben der Kommentarfunktion auf Facebook den vermutlich quantitativ stärksten Kanal politischer Meinungsäußerung... >>>
... mit Tobias Zimmermann

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Online-Leserkommentare stellen neben der Kommentarfunktion auf Facebook den vermutlich quantitativ stärksten Kanal politischer Meinungsäußerung online dar, sind politikwissenschaftlich bislang aber kaum erschlossen. Ihrer hohen gesellschaftlichen Nutzung wie Rezeption steht damit ein Forschungsdefizit gegenüber.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch leistet politikwissenschaftliche Grundlagenarbeit mit Blick auf den Online-Leserkommentar als Instrument politischer Expression und Partizipation. Es eröffnet neue Perspektiven für die Verbindung empirischer Realität und theoretischen Konzepten, insbesondere durch die Analyse sowohl auf deliberative Qualität als auch (liberal) individualistische Partizipation wie diskursiven Protest hin.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Politische Meinungsäußerung online wird nach wie vor hauptsächlich aus Perspektive der deliberativen Demokratietheorie analysiert – obgleich Einigkeit herrscht, dass Online-Kommunikation den hohen normativen Erwartungen nicht vollständig gerecht wird (und vielleicht auch nicht muss). Hier eröffnet dieses Buch neue Perspektiven, bzw. entwickelt sie weiter, wie diese sinnvoll ergänzt werden kann, ohne sie aufzugeben. Mit dem Ausdruck von Protest und Selbstdarstellung scheinen die Ansätze vielversprechend.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Jürgen Habermas und Zizi Papacharissi.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Politikwissenschaftliche Grundlagenanalyse zum Online-Leserkommentar inklusive innovativer, Empirie-inspirierter Perspektiven. <<<


Tobias Zimmermann

Digitale Diskussionen

Über politische Partizipation mittels Online-Leserkommentaren

Politische Meinungsbildung, Protest oder Selbstdarstellung? Politische Expression im Web ist gegenwärtig in aller Munde und beschäftigt Medien, Politik, Justiz und Öffentlichkeit gleichermaßen. Tobias Zimmermann beleuchtet mit dem Online-Leserkommentar einen der quantitativ bedeutsamsten und kontroversesten Kanäle politischen Ausdrucks im Internet und lotet so politikwissenschaftliches Neuland aus. Aufbauend auf Jürgen Habermas' deliberativer Demokratietheorie schlägt er dabei eine Brücke zwischen normativer Erwartungshaltung und empirischer Realität.


 

Tobias Zimmermann, geb. 1987, Politikwissenschaftler, promovierte an der Graduate School of Politics der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster als Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung. Seine Forschungsschwerpunkte sind politische Kommunikation, politische Theorie, politische Partizipation online wie offline – insbesondere mittels Social Media – sowie die Online-Deliberationsforschung. Er ist als Kommunikationsmanager bei einer gemeinnützigen Organisation tätig.

»Die vorliegende Dissertation gibt einen breiten Einblick in die Online-Deliberationsforschung und leistet mit ihren drei empirischen Studien einen Beitrag dazu.«
Ralf Vandamme, www.socialnet.de, 10.01.2018
»Ein Meilenstein der Online-Deliberationsforschung.«
Michael Johann, Communicatio Socialis, 4 (2017)

Politikwissenschaft, Sozialwissenschaft, Soziologie, Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft

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05/2017, 394 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-3888-2

Artikel-Nr.: 3888

-3888-2: Zimmermann, Digitale Diskussionen

Über politische Partizipation mittels Online-Leserkommentaren

 

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05/2017, 394 Seiten
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