Autoreninterview

... mit Kathrin Tillmanns

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Der Schatten als visuelle und metaphorische Erscheinung hat seit jeher den Menschen fasziniert. Er tritt auf als visuelle Erscheinung im Alltäglichen, in... >>>
... mit Kathrin Tillmanns

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Der Schatten als visuelle und metaphorische Erscheinung hat seit jeher den Menschen fasziniert. Er tritt auf als visuelle Erscheinung im Alltäglichen, in Darstellungen der bildenden Kunst wie als Begriff in philosophischen und literarischen Texten. Seit dem Aufkommen und der Verwendung bildgebender Verfahren, seit den Anfängen der Fotografie wandelte sich seine Rolle jedoch. Er wurde zum Teil einer bestimmten Medialität, innerhalb derer er sich auf ein besondere Weise fortschreibt und manifestiert. Dazu ist eine aktuelle Neubestimmung und Untersuchung dessen notwendig, die mit diesem Buch vorliegt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Der Schatten ist auf Grund seiner technologischen Erfassbarkeit wie Reproduzierbarkeit zum zentralen Medium visueller Bestimmung anhand maschineller Verfahren mutiert. In diesem Zusammenhang muss die Frage nach den Grenzen des eigenen Körperbildes und danach wie diese im Sinne eines Rechts am eigenen Bild gewahrt werden können, neu gestellt und formuliert werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
In der Gegenüberstellung der medial zunächst unterschiedlichen, jedoch verwandten Arbeiten zeigt sich, dass Technologie bestimmt eine Komplexitätssteigerung des Schattens möglich wurde. Die Relation, die hier im Schatten Untersuchung erfuhr, steht in untrennbarer Weise zum Menschen, zum Individuum als solchem. Sie steht in Analogie zu seiner Verankerung und Verortung in kulturell gesellschaftlich technologischen Bestimmungen wie zu seiner Erfahrung, Erzeugung und Bestimmung von Welt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Wissensbereichen, da ein polyfokaler Blick auf den Untersuchungsgegenstand erst zu einer Verdichtung und zu weiterer Annäherung führt.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Das technologische Bestimmungsverhältnis des Menschen zu dem Schatten welchen er erzeugt, erfährt im digitalen Zeitalter eine Neubestimmung, dies wurde im vorliegenden Text neu beleuchtet. <<<


Kathrin Tillmanns

Medienästhetik des Schattens

Zur Neubestimmung des Mensch-Technik-Verhältnisses im digitalen Zeitalter

Der menschliche Schatten im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit – Grundlage der Untersuchung von Kathrin Tillmanns bildet die artifizielle Präsenz des Schattens in ausgewählten Artefakten der visuellen und performativen Künste des 20. und 21. Jahrhunderts. Ihr Fokus richtet sich auf künstlerische Formen des Ausdrucks innerhalb der Bereiche Fotografie, Video, Tanz und Relational Architecture. Die Studie zeigt, dass der Schatten des menschlichen Körpers nicht mehr einzig als ästhetische, poetische Erscheinung zu fassen ist, sondern vielmehr als Teil eines Gefüges, welches zwischen medientechnologischen Ästhetisierungen, sozialen Verhaltensweisen und nicht zuletzt der Glaubwürdigkeit möglicher Bilder diffundiert.


 

Kathrin Tillmanns, geb. 1968, hat an der Hochschule Düsseldorf und an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf studiert. Die Designerin und promovierte Medien- und Kulturwissenschaftlerin ist als Wissenschaftlerin am »institut bild.medien« der Peter Behrens School of Arts an der Hochschule Düsseldorf tätig und lehrt im Bereich Interdisziplinäre Bildkonzepte.

Homepage:
Kathrin Tillmanns: www.bildpunktmedien.de

Philosophie, Museologie, Medien- und Kulturwissenschaften, Psychologie

Print 39,99 €

05/2017, 292 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-3926-1

Artikel-Nr.: 3926

-3926-1: Tillmanns, Medienästhetik des Schattens

Zur Neubestimmung des Mensch-Technik-Verhältnisses im digitalen Zeitalter

 

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05/2017, 292 Seiten
ISBN 978-3-8394-3926-5

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