Interview

... mit Dominik Hammer

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Die meisten Demokratietheorien beschäftigen sich in einem Ausmaß mit Partizipation, das dem tatsächlichen Grad an Bürgerbeteiligung nicht... >>>
... mit Dominik Hammer

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Die meisten Demokratietheorien beschäftigen sich in einem Ausmaß mit Partizipation, das dem tatsächlichen Grad an Bürgerbeteiligung nicht entspricht. Deshalb ist es wichtig, über Theorien zu diskutieren, die Demokratie jenseits von Repräsentation und Partizipation fassen. Ein Ansatz, der dies tut, ist Ocular Democracy. Dieser Sammelband klärt, welche Potenziale und Grenzen die okulare Demokratietheorie besitzt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Mit Okularer Demokratie führt unser Sammelband eine neue Demokratietheorie in den deutschen Diskurskontext ein, die die Augen und nicht die Stimme als Organ der Volkssouveränität stark macht. Okulare Demokratie verfolgt das Ziel, die Bürger in ihrer Zuschauerrolle zu stärken und schlägt alternative Wege der Demokratisierung vor. Jeffrey Edward Greens Text liefert zudem die erste deutschsprachige Darstellung seiner Theorie.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Während die politikwissenschaftlichen Debatten gerade um Postfaktizität kreisen, legt dieser Sammelband den Fokus auf die Diskussion derjenigen Faktoren von Politik, die jenseits von Faktizität und Programmatik liegen. Eine Einbeziehung dieser Faktoren könnte helfen, den theoretischen Deadlock von Populismus und Technokratie aufzulösen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Am liebsten möchten wir mit Vertreter_innen der politischen Bildung sowie mit Medienvertreter_innen über unser Buch ins Gespräch kommen. Also mit denjenigen, die das im Buch diskutierte Ideal des Candor, der demokratischen Offenheit, in ihrer Arbeit fruchtbar machen könnten.

5. Ihr Buch in einem Satz:
Renommierte Politische Theoretiker_innen diskutieren eine innovative, herausfordernde Demokratietheorie. <<<


Dominik Hammer / Marie-Christine Kajewski (Hg.)

Okulare Demokratie

Der Bürger als Zuschauer

In The Eyes of the People entwickelt der Politikwissenschaftler Jeffrey Edward Green unter der Bezeichnung »Okulare Demokratie« eine grundlegend neue Theorie demokratischer Teilhabe. Dabei wird der Blick der Bürger_innen als Instrument demokratischer Kontrolle hervorgehoben, in dessen Fokus nicht Inhalte, sondern die öffentliche Performance von Spitzenpolitiker_innen steht.
Der Band stellt diese Demokratietheorie vor und macht den Ansatz sowie die Diskussion um ihn erstmals für den deutschen Diskurskontext zugänglich. Die Beiträger_innen greifen dabei die Debatte um die Krise der repräsentativen Demokratie auf und untersuchen die Potenziale einer plebiszitären Zuschauerdemokratie.


 
Autorenbild Hammer, Dominik;Kajewski, Marie-Christine;(Hg.)

Dominik Hammer (M.A.) ist Politikwissenschaftler und forscht in Dresden und Hannover zu Eugenik und Entwicklungen der Demokratietheorie. Von 2012 bis 2016 war er Mitarbeiter und Stipendiat des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover. Er ist pädagogischer Mitarbeiter der Katholischen Erwachsenenbildung im Lande Niedersachsen e.V.
Marie Kajewski (Dr. phil.) ist Politikwissenschaftlerin und Theologin. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der normativen Basis westlicher Demokratien. Von 2010 bis 2012 war sie Fellow am Forschungsinstitut für Philosophie Hannover. Sie ist Vorstand der Katholischen Erwachsenenbildung im Lande Niedersachsen e.V.

Homepage:
Dominik Hammer: Uni Hannover
Marie-Christine Kajewski: Uni Hannover

Politikwissenschaft, Politische Theorie, Soziologie, Philosophie, Politische Bildung

Print 29,99 €

09/2017, 198 Seiten, kart.
ISBN 978-3-8376-4004-5

Artikel-Nr.: 4004

-4004-5: Hammer/Kajewski (Hg.), Okulare Demokratie

Der Bürger als Zuschauer

 

Lieferzeit in der Regel 3-5 Werktage

 
 
 

E-Book 26,99 €

PDF-Download, 1,55 MB
09/2017, 198 Seiten
ISBN 978-3-8394-4004-9

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.*

Weitere Titel zum Thema

Politik

Weitere Titel aus der Reihe

Edition Politik