Anerkennung und Sichtbarkeit

Perspektiven für eine kritische Medienkulturforschung

Welches Potential liegt in einem gesellschaftstheoretisch fundierten Verständnis von »Anerkennung« und einer repräsentationskritischen Auffassung von »Sichtbarkeit« für eine kritische Medienkulturforschung?

Die Autor_innen des interdisziplinär angelegten Bandes verdeutlichen mit ihren empirischen Analysen, wie Zu-Sehen-Geben in Medienkulturen mit Anerkennung, aber auch mit Missachtung, Verletzbarkeit und Kontrolle verbunden sein kann, und sie zeigen Möglichkeiten der Intervention in tradierte Normen von Anerkennung und Sichtbarkeit auf. Die Beiträge beleuchten unterschiedliche mediale Angebote und Praktiken des Medienhandelns in (digitalen) Öffentlichkeiten, u.a. in Film, Fernsehen, Fotografie, Journalismus und ›sozialen‹ Medien aus gerechtigkeitstheoretischer, postkolonialer und queer_feministischer Perspektive.

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2017-12-15, 258 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4011-3

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Tanja Thomas

Tanja Thomas, Eberhard Karls Universität Tübingen, Deutschland

Lina Brink

Lina Brink, Eberhard Karls Universität Tübingen, Deutschland

Elke Grittmann

Elke Grittmann, Hochschule Magdeburg-Stendal, Deutschland

Kaya de Wolff

Kaya de Wolff, Eberhard Karls Universität Tübingen, Deutschland

... mit den Herausgebern

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Sichtbarkeit und Anerkennung sind Schlüsselbegriffe etwa in der Analyse politischer Auseinandersetzungen um den Zugang zu ökonomischen, gesellschaftlichen und kulturellen Ressourcen. In Debatten um marginalisierte Gruppen und soziale (Un)Gerechtigkeit wird Sichtbarkeit im Sinne visueller Repräsentiertheit häufig mit Anerkennung und dem Erlangen politischer Macht gleich gesetzt. Das Buch problematisiert ein solches Verständnis und eröffnet neue Perspektiven zum Verhältnis von Anerkennung und Sichtbarkeit.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Beiträge zeigen, wie ein gesellschaftstheoretisch fundiertes Verständnis von Anerkennung und eine repräsentationskritische Beschäftigung mit Sichtbarkeiten für eine kritische Medienkulturforschung produktiv gemacht werden können. Aus gerechtigkeitstheoretischer, postkolonialer und queer_feministischer Perspektive beleuchten die Texte eine Bandbreite unterschiedlicher Medien und zeigen Möglichkeiten der Intervention in tradierte Normen von Anerkennung und Sichtbarkeit auf.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Debatten um Sichtbarkeit und Anerkennung lenken den Blick auf Fragen nach den Ambivalenzen von Sichtbarkeit, Anerkennung und Umverteilung und die Bedeutung von Normen der Anerkennung. Diese Konzeptualisierungen werden in der Publikation für empirische Studien genutzt, die aufzeigen, wie Zu-Sehen-Geben in Medienkulturen mit Anerkennung, aber auch mit Missachtung, Verletzbarkeit und Kontrolle verbunden sein kann.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Kolleg_innen, die sich mit Veränderungen Sichtbarkeitsverhältnissen und Veränderungen in Medienkulturen und Fragen etwa nach Ressourcen, Macht und Repräsentationen, Handlungsfähigkeit, Ungleichheit, Gerechtigkeit und Partizipation beschäftigen.

Und mit Aktivist_innen und Medienproduzent_innen mit Blick auf die Frage, welche Ansatzpunkte sich konkret aus den diskutierten Überlegungen und empirischen Analysen für politische Intervention in Medienkulturen ergeben könnten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Band behandelt Sichtbarkeitsregime in medialen Öffentlichkeiten als gesellschaftliche Herausforderung.

Buchtitel
Anerkennung und Sichtbarkeit Perspektiven für eine kritische Medienkulturforschung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
258
Ausstattung
kart., z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-4011-3
DOI
10.14361/9783839440117
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD JFFM JFC
BISAC-Code
SOC052000 SOC050000 SOC022000
THEMA-Code
JBCT JBFQ JBCC
Erscheinungsdatum
2017-12-15
Auflage
1
Themen
Postkolonialismus, Medien, Soziale Ungleichheit, Geschlecht
Adressaten
Medienwissenschaften, Kommunikationswissenschaften, Kulturwissenschaften, Sozialwissenschaften, Soziologie
Schlagworte
Anerkennung, Sichtbarkeit, Medien, Gender Studies, Postcolonial Studies, Queer Studies, Medienwissenschaft, Gerechtigkeitstheorie, Gesellschaftskritik, Gesellschaftstheorie, Repräsentation, Repräsentationskritik, Medienkulturforschung, Medienhandeln, Soziale Ungleichheit, Postkolonialismus, Medienästhetik, Interkulturalität

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