Die Mitte als Kampfzone

Wertorientierungen und Abgrenzungspraktiken der Mittelschichten

Angehörige der Mittelschichten befinden sich in einer sozialstrukturellen ›Sandwich-Position‹, die einer permanenten Justierung der Lebensführung und ihrer Maximen bedarf. In Zeiten massiven gesellschaftlichen Wandels fühlen sich viele unter erhöhtem Druck.

Die Beiträge renommierter Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler diskutieren die Strategien der Selbstpositionierung, die Mittelschichtsangehörige verfolgen, und zeigen, wie durch intensivierte Abgrenzung – nach oben und unten – der Druck innerhalb der Gesellschaft steigt. Der Band bietet damit einen hochaktuellen Einblick in die sozialwissenschaftliche Debatte um Befindlichkeiten und Handlungsweisen der Mittelschichten.

29,99 € *

2018-11-27, ca. 350 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4034-2

Erscheint voraussichtlich bis zum 27. November 2018

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Nadine M. Schöneck

Nadine M. Schöneck, Hochschule Niederrhein, Deutschland

Sabine Ritter

Sabine Ritter, Universität Bremen, Bremen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Middle class matters: Wir interessieren uns sowohl für objektive Lagemerkmale als auch subjektive Befindlichkeiten der sozialen Mittelschichten – Nadine M. Schöneck primär aus einer ungleichheitssoziologischen und Sabine Ritter primär aus einer kultursoziologischen und diskursanalytischen Perspektive. Eine Verknüpfung beider Blickwinkel auf jenes Segment der deutschen Gegenwartsgesellschaft, über das leidenschaftlich diskutiert wird, erschien uns überaus spannend und aufschlussreich.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Sammelband enthält 17 Beiträge ausgewiesener Mittelschichtsforscher_innen, die über konzeptionell-theoretisch wie auch empirisch vielfältige Zugänge und teils kontroverse Befunde ein breites Spektrum historischer, politologischer, ökonomischer, ungleichheits- und kultursoziologischer Auf- und Einsichten im Hinblick auf Genese, Lage, Wertorientierungen und Normalitätskonstruktionen, Abgrenzungen und Ausschlüsse, Befindlichkeiten und Handhabungen der sozialen Mittelschichten bieten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Über die sozialen Mittelschichten wird seit rund drei Jahrzehnten intensiv debattiert. Neben Fragen der gesellschaftlichen Funktion einer vitalen Mittelschicht, ihrer wohlfahrtsstaatlichen Kontextualisierung und strukturellen (In-)Stabilität geht es um die Konsequenzen einer Mitte im Wandel, die als durch Abstiegsängste und Statuspaniken geprägt gilt: revidierte Selbstvergewisserungen und modifizierte Distinktionspraktiken, legitimatorische Neujustierungen und bisher unbekannte Allianzbildungen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Vor dem Hintergrund der von unseren renommierten Beitragenden präsentierten, aus soziologischer Sicht vielfach verstörenden Analysen der Strukturen und Dynamiken der sozialen Mittelschichten und ihrer Angehörigen würden wir diesen Sammelband am liebsten mit jenen diskutieren, die – aus einer anderen Warte – keinerlei Grund zu Sorgen sehen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wer sich um die Gegenwart und Zukunft dieser Gesellschaft sorgt, kommt nicht umhin, sich (auch) mit ihrer Mittelschicht zu befassen.

Autor_in(nen)
Nadine M. Schöneck / Sabine Ritter (Hg.)
Buchtitel
Die Mitte als Kampfzone Wertorientierungen und Abgrenzungspraktiken der Mittelschichten
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
ca. 350
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-4034-2
DOI
Warengruppe
1727
BIC-Code
JFFM JHB JFC
BISAC-Code
SOC050000 SOC026000 SOC022000
THEMA-Code
JBFQ JHB JBCC
Erscheinungsdatum
2018-11-27
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Soziale Ungleichheit
Adressaten
Sozial-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaften sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Mittelschicht, Deutschland, Werte, Abgrenzung, Distinktion, Lebensführung, Soziale Ungleichheit, Gesellschaft, Lebensstil, Kultursoziologie, Soziologische Theorie, Soziologie

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