Musikalische Praxis als Lebensform

Sinnfindung und Wirklichkeitserfahrung beim Musizieren

Wie wirklich ist musikalische Praxis und was hat sie mit dem alltäglichen Leben zu tun?

Eva-Maria Houben zeigt, dass sich das Musizieren verändert, sobald dessen Sinn nicht in der zweckorientierten Produktion von Arbeitsergebnissen, sondern im Musizieren als Beschäftigung und um des Spielens willen gefunden wird. Musikalische Praxis ist prinzipiell unabgeschlossen. So bleibt das Tun auf Wiederholung ausgerichtet und befreit von Perfektion, Produktivität, Zweckgebundenheit. Sinn wird in der jeweiligen Situation, am spezifischen Ort, im Beziehungsgeschehen selbst erlebt. Musikalische Praxis kann so zur »Lebensform« und dabei eine eigene Wirklichkeit werden.

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2018-03-29, 246 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4199-8

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Eva-Maria Houben

Eva-Maria Houben, TU Dortmund, Deutschland

... mit Eva-Maria Houben

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Es sind die Ausführenden, die Musik ins Leben rufen. Und gerade sie werden allzu leicht vergessen. Was ist Musik? Vielleicht die unentwegte Beschäftigung mit Klang und Stille in wiederholten, stets unabgeschlossenen und unabschließbaren Ausführungen. Das Tun der Ausführenden wird Brennpunkt: deren Situation, deren Zueinander, deren Dasein an diesem Ort zu dieser Zeit.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Musikalische Praxis wird nicht als zweckgerichtetes Tun betrachtet, zielt nicht auf ein Ergebnis, auf Produktion von etwas ab, sondern findet Sinn in sich selbst. Das Musizieren als sinnhaftes Tun wird aus Kategorien wie Nützlichkeit, Wirtschaftlichkeit, Wettbewerb, Karriere herausgelöst und als eigene Wirklichkeit beschrieben, die geeignet ist, auf Lebenswirklichkeiten und -möglichkeiten des Alltags hinauszuweisen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Vor allem in gesellschaftstheoretischen Diskursen und im theaterwissenschaftlichen Performativitätsdiskurs, entwickelt u.a. von Judith Butler und Erika Fischer-Lichte, aber auch im von Alfred Schütz entwickelten Ansatz bzgl. ›geschlossener Sinnbereiche‹ der Wirklichkeit kommt diesem Thema Bedeutung zu. Darüber hinaus lassen sich auf der Grundlage von metapherntheoretischen Forschungen Wege des Sprechens über Musik diskutieren.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Kolleg_nnen aus den Bereichen Musiktheorie und Kulturwissenschaft: um rein auf die Partitur ausgerichtete Strukturanalysen durch Untersuchungen zum Tun der Ausführenden, zum performativen Akt der Ausführung selbst wenn nicht zu ersetzen, so doch zu ergänzen; sich dabei von außermusikalischen Botschaften und fester Zuweisung von Bedeutung zu lösen und dennoch Sinnhaftigkeit zu umschreiben. Und mit Komponistinnen und Komponisten natürlich!

5. Ihr Buch in einem Satz:

Musik als etwas (Über-)Lebensnotwendiges einfach machen!

»Ein sehr lesenswertes Buch, das zum Nach- Neu- und Querdenken anregt und das für das soziale Miteinander mit und durch Musik mit jeder Denkfaser seiner Autorin einsteht.«
Adalbert Grote, Üben und Musizieren, 4 (2018)
Autor_in(nen)
Eva-Maria Houben
Buchtitel
Musikalische Praxis als Lebensform Sinnfindung und Wirklichkeitserfahrung beim Musizieren
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
246
Ausstattung
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-4199-8
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA
BISAC-Code
MUS020000
THEMA-Code
AVA
Erscheinungsdatum
2018-03-29
Auflage
1
Themen
Kultur, Musik
Adressaten
Musikwissenschaft, Kulturwissenschaft, Soziologie, Philosophie sowie Musiker_innen
Schlagworte
Musik, Performativität, Wahrnehmung, Musikalische Praxis, Musikwissenschaft, Musikausführung, Körperlichkeit, Metapher, Musikalische Analyse, Kultur, Kulturwissenschaft

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