Sven Lewandowski

Sexualität in den Zeiten funktionaler Differenzierung

Eine systemtheoretische Analyse

Die Sexualwissenschaft leidet nicht an einem Mangel an empirischem Material, wohl aber an einer unzureichenden gesellschaftstheoretischen Fundierung. Der neueren soziologischen Systemtheorie mangelt es hingegen nicht an theoretischen Konzepten, wohl aber an Studien zum Thema Sexualität. Mit Hilfe des systemtheoretischen Analyseinstrumentariums und unter Bezugnahme auf den aktuellen sexualwissenschaftlichen Diskurs zeigt Sven Lewandowski, daß sich »Sexualität in den Zeiten funktionaler Differenzierung« als autopoietisch operierendes System ausdifferenziert hat.
Die vorliegende Analyse des modernen Sexualitätssystems macht einerseits systemtheoretisches Denken für die Sexualwissenschaft fruchtbar und erschließt andererseits der Systemtheorie ein neues Themengebiet von großer gesellschaftlicher Bedeutung.


 

Sven Lewandowski (Dr. phil.) ist Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Politikwissenschaft und Soziologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Mitglied des Beirats der Zeitschrift für Sexualforschung. Seine Forschungsschwerpunkte sind Sexualsoziologie, Soziologische Theorie und Systemtheorie.

Homepage:
Sven Lewandowski: www.SvenLewandowski.de

»Ein interessantes Buch, ein engagiertes Buch, ein anstrengendes Buch. Sven Lewandowski unternimmt den anspruchsvollen Versuch, zwei Wissenschaftsgebiete zu verbinden, die sich theoretisch wie praktisch bislang ignoriert haben, die Systemtheorie und die Sexualwissenschaft.
Gerade weil die Sexualwissenschaft Inspiration von außen vertragen kann, wünsche ich der Weiterentwicklung dieses Ansatzes einen illustrativeren und gegenstandsnäheren Anschluss an die Sexualwissenschaft. Eine Grundlage jedenfalls hat Lewandowski gelegt.«
Ulrich Clement, www.systemmagazin.de, Januar 2006
»Der Gewinn dieser Arbeit besteht meines Erachtens darin, dass die gesellschaftstheoretischen Implikationen ausgesprochen scharf konturiert sind. Folgt man der Argumentation des Autors, dass sich in der modernen Gesellschaft ein selbstbezüglich operierendes Funktionssystem Sexualität herausgebildet hat, dann muss nicht nur von einem Sexualitätssystem ausgegangen, sondern es müssen dann auch seine spezifische binäre Codierung und seine spezifischen sozialen Funktionen plausibilisiert werden.«
Ursula Pasero, Zeitschrift für Sexualforschung, 18 (2005)
Besprochen in:

Sociologia Internationalis, 41 (2003), Theodor W. Beine
www.iasl.uni-muenchen.de, Niels Werber

Soziologie, Systemtheorie, Sexualwissenschaften, Psychologie

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03/2004, 340 Seiten, kart.
ISBN 978-3-89942-210-8

Artikel-Nr.: 210

-210-8: Lewandowski, Sexualität

Eine systemtheoretische Analyse

 

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07/2015, 340 Seiten
ISBN 978-3-8394-0210-8

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