Andreas Becker

Perspektiven einer anderen Natur

Zur Geschichte und Theorie der filmischen Zeitraffung und Zeitdehnung

Mit der Möglichkeit der Raffung und Dehnung von Zeit eröffnet der Film Einblicke in Dimensionen, die der Alltag verwehrt. Eine Pflanze erblüht in wenigen Momenten, unscheinbare Gesten werden auf Minutendauer gestreckt. Bewegungen und Abläufe erschließen sich durch diese zeitliche Perspektivierung neu. Sie können redigiert und überformt werden.
Der Band zeichnet am Beispiel des dokumentarischen Films die historische Entwicklung dieser Verfahren nach und beschreibt – im Anschluss an Theorien Roman Ingardens, Walter Benjamins und Siegfried Kracauers – deren ästhetische Wirkung. Gezeigt wird, wie sich das Verständnis der Verfahren im Laufe der Filmgeschichte gewandelt hat.
Behandelt werden unter anderem Werke und Positionen Eadweard Muybridges, Leni Riefenstahls, Godfrey Reggios und die Zeitrafferexperimente Alexander Kluges.


 

Andreas Becker (Dr. phil.) ist Postdoktorand im Graduiertenkolleg »Zeiterfahrung und ästhetische Wahrnehmung« an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

»Eine präzise und originelle Beschreibung spezifischer ästhetischer Qualitäten der filmischen Zeitmanipulationen.«
Markus Stauff, MEDIENwissenschaft, 2 (2005)

Filmwissenschaft, Medienwissenschaft, Filmhistoriker

Print 28,80 €

07/2004, 370 Seiten, kart., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-89942-239-9

Artikel-Nr.: 239

-239-9: Becker, Perspektiven

Zur Geschichte und Theorie der filmischen Zeitraffung und Zeitdehnung

 

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09/2015, 370 Seiten
ISBN 978-3-8394-0239-9

CC BY NC ND

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