Susanne Regener

Visuelle Gewalt

Menschenbilder aus der Psychiatrie des 20. Jahrhunderts

Wie und warum wurden seelisch kranke Menschen zum Bild? Seit Ende des 19. Jahrhunderts fotografierten Ärzte hinter Anstaltsmauern ihre Patienten. Mediziner versuchten durch das Medium Fotografie, das unsichtbare Seelenleben an fixierbaren Körpersymptomen kenntlich zu machen.
In diesem Buch werden die »Fotografien-wider-Willen« als Teil einer normierenden Körperpolitik interpretiert, die das Fremde definierte und damit eine Gegenwelt zur repräsentativen bürgerlichen Normalität entwarf. »Visuelle Gewalt« ist Kennwort für ein Ordnungsverfahren, das im Namen von wissenschaftlicher Vernunft auf Körper und Seelen zielte, Menschen typisierte und ausgrenzte. Populäre Darstellungen des Wahns sind bis heute davon geprägt.


 

Susanne Regener (Prof. Dr. phil.), Kultur- und Medienwissenschaftlerin, ist Inhaberin des Lehrstuhls Mediengeschichte/Visuelle Kultur an der Universität Siegen.

Homepage:
www.susanne-regener.de
Uni Siegen

»[Das Buch tut] einen wichtigen Schritt in das unheimliche Gelände einer nicht professionellen, sondern gleichsam halbwilden Psychiatriefotografie.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.11.2010
»Der große Vorzug von Regeners Studie liegt in der [...] entfalteten mediologischen Methode: Entscheidende Argumente lassen sich überhaupt erst anhand der sichtbaren Formen, anhand von Bildern also, gewinnen und aufzeigen.«
Steffen Siegel, taz, 19.10.2010
Besprochen in:
Dr. med. Mabuse, 187 (2010)

Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Medizin/Psychiatrie, Sozialwissenschaft, Ethnologie, Kunstwissenschaft

Print 27,80 €

07/2010, 256 Seiten, kart., 135 Abb.
ISBN 978-3-89942-420-1

Artikel-Nr.: 420

-420-1: Regener, Visuelle Gewalt

Menschenbilder aus der Psychiatrie des 20. Jahrhunderts

 

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E-Book 24,99 €

PDF-Download, 10,50 MB
05/2016, 256 Seiten
ISBN 978-3-8394-0420-1

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