Sebastian Gießmann

Netze und Netzwerke

Archäologie einer Kulturtechnik, 1740-1840

Netzwerk-Wissen ist der Schlüssel zur Kulturtheorie des 21. Jahrhunderts. Gibt es eine Geschichte der Netze und Netzwerke, die den modernen Vernetzungen und Entnetzungen auf die Spur kommen kann?
Der Aufstieg des Netzwerk-Denkens beginnt mit den naturhistorischen Ordnungsverfahren des 18. Jahrhunderts. Im Umfeld der französischen Juli-Revolution von 1830 nehmen Netzwerke erstmals ihre heutige Gestalt an. Das Netz – le réseau – ordnet das Wissen über die Natur und prägt die Bauweise von Kanalisation, Telegrafen und Eisenbahn. In der frühsozialistischen Bewegung des Saint-Simonismus entsteht zeitgleich das erste Programm zur globalen Vernetzung – als Utopie einer gerechteren Welt.
Ob naturwissenschaftlich, technisch oder sozial: Der Blick auf die Geschichtlichkeit des Netzwerk-Wissens ist unverzichtbar für das Verständnis von Moderne und Gegenwart.


 

Sebastian Gießmann (Dr.), geb. 1976, leitet die Werkstatt Praxistheorie »Geschichte und Ethnographie der kooperativen Medienpraktiken« im Sonderforschungsbereich Medien der Kooperation, Universität Siegen. Aktuelles Forschungsprojekt zur Mediengeschichte und politischen Ökonomie der Kreditkarte und des digitalen Bezahlens. Veröffentlichungen u.a. »Die Verbundenheit der Dinge. Eine Kulturgeschichte der Netze und Netzwerke«, 2. Auflage, Berlin 2016. »Workarounds. Praktiken des Umwegs«, Hamburg 2017.

Besprochen in:

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2006, Christian Holtorff

Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Wissensgeschichte, Wissenschaftsgeschichte

Print 13,80 €

04/2006, 118 Seiten, kart.
ISBN 978-3-89942-438-6

Artikel-Nr.: 438

-438-6: Gießmann, Netze und Netzwerke

Archäologie einer Kulturtechnik, 1740-1840

 

Lieferzeit in der Regel 3-5 Werktage

 
 
 

E-Book 11,99 €

PDF-Download, 4,26 MB
07/2015, 118 Seiten
ISBN 978-3-8394-0438-6

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.*

Weitere Titel zum Thema

Technik, Wissenschaft, Kulturgeschichte

Weitere Titel aus der Reihe

Kultur- und Medientheorie