Arne Höcker / Jeannie Moser / Philippe Weber (Hg.)

Wissen. Erzählen.

Narrative der Humanwissenschaften

In den Kulturwissenschaften ließ sich in den letzten Jahren eine Entwicklung beobachten, die die grundsätzliche Trennung von Kultur und Natur infrage stellt und infolgedessen die tradierten Fächergrenzen unterläuft. Im Rückgriff auf Rhetorik und Poetologie stehen Fragen der Disziplinarität, Interdiskursivität und Zirkulation neu zur Verhandlung und die Bedingungen von Wissen werden einer erneuten Prüfung unterzogen. Zum einen verschiebt sich das Augenmerk nun auf die Dinge selbst, auf ihre epistemische Beschaffenheit und die Formen ihrer Erfassung, zum anderen bleiben auch ihre institutionellen Rahmenbedingungen nicht unhinterfragt. Diesbezüglich thematisieren die Beiträge dieses Bandes die Bedeutung des Erzählens für eine Geschichte der Wissenschaften. Sie untersuchen humanwissenschaftliche Texte zwischen der Frühen Neuzeit und dem 20. Jahrhundert in so unterschiedlichen Wissensfeldern wie Medizin, Psychoanalyse, Probabilistik, Ästhetik und Anthropologie.


 

Arne Höcker (M.A.) ist Literaturwissenschaftler und promoviert an der Johns Hopkins University in Baltimore.
Jeannie Moser (Dr. phil.) ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin an der TU Berlin. Sie lehrt, forscht und publiziert zur Kulturgeschichte und Poetologie des Wissens, zum Verhältnis von Literatur und Wissenschaft, zu Drogenforschung und -experiment, zur Kulturtechnik des Lesens sowie zur Literatur- und Wissensgeschichte des Misstrauens.
Philippe Weber (Dr. phil.) ist Historiker und studierte an den Universitäten Zürich, Konstanz und der University of California. Seine Forschungsinteressen sind Wissenschafts-, Kultur- und Sexualitätsgeschichte.

»Die Tagungsbeiträger fragen [...] nach der Bedeutung des Erzählens für die Geschichte der Wissenschaften: präzise, erkenntnisreich, unterhaltsam. Um nicht zu sagen gut erzählt.«
Hendrik Werner, Die Welt online, 15.9.2007
»Der Bd. [bereichert] auf eindrückliche Weise die Erforschung der Funktionen und Formen nicht nur von Narrativen sondern auch des Narrativen - eine Reflexion auf die Entstehungsbedingungen epistemischer Objekte, die zunehmend ins Zentrum wissenschaftshistorischer Forschung rückt.«
Elke Brüns, Germanistik, 47 (2006
)

Literaturwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte, Kulturwissenschaft, Soziologie

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03/2006, 226 Seiten, kart.
ISBN 978-3-89942-446-1

Artikel-Nr.: 446

-446-1: Höcker et al. (Hg.), Wissen

Narrative der Humanwissenschaften

 

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09/2015, 226 Seiten
ISBN 978-3-8394-0446-1

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