María do Mar Castro Varela

Unzeitgemäße Utopien

Migrantinnen zwischen Selbsterfindung und Gelehrter Hoffnung

In der vorliegenden Untersuchung werden Migrantinnen nach ihren Utopien befragt, ihren »kleinen Träumen« und »großen Sehnsüchten« nachgespürt. Dabei gelingt es, die enge Verflochtenheit zwischen utopischem Denken und migrantischen Praxen herauszuarbeiten und Migrantinnen als kritisch-politische Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft darzustellen. Die utopischen Beiträge erscheinen ungetrübt als paradox, naiv und gleichzeitig politisch radikal, strategisch durchdacht. Einseitige Forschungsperspektiven, die Migrantinnen entweder zu »Heldinnen« verklären oder sie in der Rolle als »Opfer« festzurren, werden hier gleichzeitig problematisiert und irritiert.


 

María do Mar Castro Varela ist Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Bei transcript u.a. erschienen: »Postkoloniale Theorie. Eine kritische Einführung« (2. Aufl. 2015, zus. mit Nikita Dhawan).

Homepage:
María do Mar Castro Varela: www.ash-berlin.eu

»Das Buch von María do Mar Castro Varela eröffnet [...] viele diskursive Räume, die zum Weiterdenken zwingen. Insofern handelt es sich um ein Buch, das einen Diskurs setzt und nach einer unmittelbaren Fortsetzung in der Praxis ruft.«
Ljubomir Bratic, kulturrisse, 2 (2010)
»[Dieses Buch ist] gleichermaßen für Studierende, für PraktikerInnen, für Lehrende und Forschende aus verschiedenen Arbeitsbereichen nicht nur des Nonprofit-Sektors geeignet. Auch für an der Qualitätsdiskussion Interessierte des Profit-Sektors bietet dieses Buch eine Fülle von nützlichen Hinweisen und Anregungen, da das theoretische Fundament der vorgestellten Evaluationskonzeption sektorübergreifend nutzbar ist.«
Olaf Kaltmeier, Peripherie, 12 (2008)
»Castro Varela liefert mit dieser theoretisch wie empirisch anspruchsvollen Arbeit den LeserInnen Denkstoff auf mehreren Ebenen: So verrückt sie das eindeutige Bild von der ›Migrantin‹ in Richtung Pluralität und holt gleichzeitig jene Elemente – wie Grenzen, Raumpolitiken und Identitätsfragen – ins Wahrnehmungsfeld, die Diskriminierung (an-)greifbar machen.«
Magdalena Freudenschuß, INKOTA-Brief, 141 (2007)
»In ihrer theoretisch und methodisch sehr fundierten Arbeit weist María do Mar Castro Varela auf die großen Potentiale hin, die utopisches Denken beinhaltet und setzt sich überzeugend für die Utopie als politisch bedeutsame Kategorie ein.«
Paula Bolyos, WeiberDiwan, 1 (2007)
Besprochen in:

pro ZUKUNFT, 3 (2007)

Sozialwissenschaften, Kulturwissenschaften, Politikwissenschaft, Pädagogik, Utopieforschung, Migrationsforschung

Print 29,80 €

01/2007, 304 Seiten, kart.
ISBN 978-3-89942-496-6

Artikel-Nr.: 496

-496-6: Castro Varela, Unzeitgemäße Utopien

Migrantinnen zwischen Selbsterfindung und Gelehrter Hoffnung

 

Lieferzeit in der Regel 3-5 Werktage

 
 
 

Open Access Open Access

PDF-Download, 2,15 MB
09/2015, 304 Seiten
ISBN 978-3-8394-0496-6

CC BY NC ND

Weitere Titel

Die Dämonisierung der Anderen María do Mar Castro Varela,...
Die Dämonisierung der Anderen
Postkoloniale Theorie María do Mar Castro Varela,...
Postkoloniale Theorie

Weitere Titel zum Thema

Migration, Geschlecht

Weitere Titel aus der Reihe

Kultur und soziale Praxis