Moritz Ege

Schwarz werden

»Afroamerikanophilie« in den 1960er und 1970er Jahren

Soul-Musik und »Black Power«-Solidarität, blonde »Afros« und schwarz-weiße Werbekampagnen: Afroamerikanisches hatte in verschiedenen Feldern der Gegen- und Popkultur der Bundesrepublik um 1968 Konjunktur. Diese Studie zeigt Formen und Hintergründe der »Afroamerikanophilie« auf und zeichnet damit ein ungewohntes Bild der Zeit um 1968, als ein zunehmend »exklusives« afroamerikanisches Selbstbewusstsein entstand und die »weiße« Suche nach imaginären Einlassstellen in die »schwarze« Welt zugleich eine neue Qualität gewann. Aus einer Vielzahl von Quellen werden dabei auch theoretische Fragen nach dem Zusammenspiel von Identifikation und Solidarität, Rassismus, Aneignung und Nachahmung entwickelt.


 

Moritz Ege (M.A.) ist Doktorand am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin und Promotionsstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

»Auf der Basis einer wahren Quellen- und Methodenvielfalt und in Auseinandersetzung mit einem breiten Spektrum von Theorieansätzen liefert [der Autor] eine geradezu vorbildliche kulturanalytische Untersuchung, die nicht von ungefähr in einer Veröffentlichungsreihe erschienen ist, die den Titel ›Cultural Studies‹ trägt.«
Burkhart Lauterbach, Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 2008
»Inhaltlich durchaus lesenswert und interessant, ist »Schwarz werden« [...] ein Lehrbeispiel, in welcher Form akademische Texte für eine interessierte Leserschaft aufbereitet und Sinn machen können.«
Martin Mühl, thegap, 078/8 (2007)
»Ege gelingt es, in einem dichten [...] Text das Phänomen der Aneignung der Kultur in der bundesrepublikanischen Gesellschaft zugleich zu beschreiben wie auch kulturanalytisch zu durchdringen. Er zeigt dabei einen souveränen Umgang mit den diversen Strängen der Medien- und Diskurstheorie sowie der im Rahmen der ›cultural studies‹ entwickelten Theorien des Populären, flicht aber zugleich sein Quellenmaterial so in die Ausführungen ein, dass er sowohl seine Argumentation plausibilisieren wie den Leser zu unterhalten vermag.«
Sönke Friedreich, Zeitschrift für Volkskunde, 2 (2007)
»Eine detailreiche, sehr quellenorientierte Arbeit, die fruchtbare Ansatzpunkte für die Untersuchung von Aneignungspraktiken und weißen Körperinszenierungen bietet. Ege analysiert seine Quellen mit einer großen Sensibilität für Widersprüche und diskursive Leerstellen [...]. In seinen Untersuchungen gelingt es ihm dabei, die enge Verquickung von Rassismus und Geschlechterbildern deutlich zu machen.«
Nina Mackert, H-Soz-u-Kult, 4 (2007)
Besprochen in:

DE:BUG, 5 (2007), Sascha Kösch
Historische Anthropologie, 16/3 (2008), Sandra Maß

Kulturwissenschaft/Europäische Ethnologie, Amerikanistik, Geschichte, Cultural Studies

Print 18,80 €

03/2007, 180 Seiten, kart.
ISBN 978-3-89942-597-0

Artikel-Nr.: 597

-597-0: Ege, Schwarz werden

»Afroamerikanophilie« in den 1960er und 1970er Jahren

 

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07/2015, 180 Seiten
ISBN 978-3-8394-0597-0

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