Volker Eick / Jens Sambale / Eric Töpfer (Hg.)

Kontrollierte Urbanität

Zur Neoliberalisierung städtischer Sicherheitspolitik

Seit rund zwanzig Jahren sind Städte zu Laboren neoliberaler Kriminalpolitik avanciert. Das gilt insbesondere für die Metropolen Nordamerikas und Westeuropas, in denen neue staatliche Polizeistrategien erprobt, private Sicherheitsdienste beauftragt und elaborierte Kontroll- und Sicherheitstechnologien zum Einsatz gebracht werden. Erstmals fassen hier ausgewiesene Experten theoretische und empirische Ergebnisse zur sicherheitspolitischen Kontrolle des innerstädtischen Raums, von Sportveranstaltungen, neuen sozialen Bewegungen und sogenannten Randgruppen in vergleichender Perspektive zusammen.


 

Volker Eick ist Politikwissenschaftler an der Freien Universität Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören urbane Sicherheitsregime, lokale Governance-Konzepte und lokale Beschäftigungspolitik.
Jens Sambale arbeitet als Politologe in Berlin zu Fragen der vergleichenden Politikforschung (Arbeitsmarktpolitik, Obdachlosigkeit, Urban Studies).
Eric Töpfer ist Politikwissenschaftler an der Technischen Universität Berlin, wo er zu Überwachungstechnologien, urbanen Konflikten und dem Wandel von Staatlichkeit forscht.

Besprochen in:

Deutsches Architektenblatt, 12 (2007), Hanno Rauterberg
UZ, 16.05.2008, Wolfgang Richter

Urban Studies, Kriminologie, Politikwissenschaft, Soziologie

»Die Beiträge belegen an einer Vielzahl von Fällen, dass die medial und politisch zur Bedrohlichkeit aufgeblasene Sorge um die Sicherheit im städtischen Raum von handfesten Interessen befeuert wird. Aktuelle Sicherheitsdiskurse werden in ihre politökonomischen Bestandteile zerlegt. Solche Textsammlungen sind im Angesicht der sich verbreitenden Punitivität und Naivität in Fragen urbaner Sicherheit dringend notwendig. An der exemplarischen Analyse verschiedener Sicherheitspolitiken wird der neoliberale Gang der Dinge in spätmodernen Gesellschaften plastisch sichtbar.«
PD Dr. Reinhard Kreissl (Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie, Wien, ehem. Berater der »Grünen« im bayerischen Landtag)

»The systematic assault on public space has been recognized by critical urbanists as a strategic element of neoliberal urbanism. This book extends such analyses by examining the contemporary evolution of the neoliberal security regime in the cities of Europe and North America. It provides an incisive, if deeply disturbing, portrait of the new forms of social control and security that are being deployed against diverse populations, from the urban poor, the homeless and sports fans to anti-G8 protesters. But, as the contributors to the book demonstrate, these new forms of power and control over urban space have also provoked new forms of resistance as local, national and transnational social movements unsettle the market authoritarianism of the global neoliberal (dis)order. This book represents a major contribution to our understanding of the contemporary urban condition. It will be essential reading for analysts concerned to decipher the causes and consequences of neoliberalized urbanization. At the same time, the book can also serve as key reference point for activists who are struggling to create a more socially just, radically democratic urban world.«
Prof. Dr. Neil Brenner, Department of Sociology, New York University, New York

»Nicht nur die Terrorgefahr, sondern auch beherrschbare Risiken wie Sport-Events liefern Vorwände für die Erprobung und Ausweitung von innovativen Kontrollpolitiken, die das Leben in den Städten massiv verändern. Der Band versammelt empirisch dichtes und erstaunliches Material zu neuen Strategien und Instrumentarien der Kontrolle und der Kriminalisierung, zu staatlichen wie nicht-staatlichen Überwachungstechnologien und Sicherheitsdiensten, und er stellt die Analyse dieser Trends in den Kontext breiterer Neoliberalisierungsprozesse. Diese zum Teil aus internationalen Debatten importierten Analysen fordern die deutsche Stadtforschung zu stärkerem Engagement in einem bedeutenden, hierzulande bislang unterbelichteten Bereich auf. Der Band bietet dafür wichtige Grundlagen.«
Prof. Dr. Margit Mayer, Freie Universität Berlin, John F. Kennedy Institut, Berlin

»This is an important book which brings together a number of the most significant themes in current urban issues. All those interested in contemporary trends in public and private policing, governance and social control should buy a copy. Its chapters deal with a particularly important aspect of the conflict between security and democratic rights, in the context of neoliberalism and the culture of consumption. The commodification of security permeating urban life has implications for all of us, and not only for civil protesters and activists. The contributors bring out these implications in skilful and compelling theoretical argument, illustrated from empirical research into a range of major recent developments and events.«
Prof. Dr. Sarah Blandy, School of Law, University of Leeds, Leeds

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10/2007, 402 Seiten, kart.
ISBN 978-3-89942-676-2

Artikel-Nr.: 676

-676-2: Eick et al., Urbanität

Zur Neoliberalisierung städtischer Sicherheitspolitik

 

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07/2015, 402 Seiten
ISBN 978-3-8394-0676-2

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