Interview

... mit Andreas Luckner

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu
Die Probleme, welche die zunehmende Technisierung unserer Lebenswelt mit sich bringt –... >>>
... mit Andreas Luckner

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu
Die Probleme, welche die zunehmende Technisierung unserer Lebenswelt mit sich bringt – Stichworte sind hier ›Kompetenzverlust‹, ›Verantwortungsdiffusion‹ – sind bekannt. Die Reflexionen Heideggers über die Bedingungen dieses Technisierungsprozesses, die in diesem Buch verständlich nachgezeichnet werden, können helfen, sich darüber klar zu werden, was hier im Grunde geschieht: Der Durchzug einer ganz bestimmten, überhaupt nicht selbstverständlichen Weise zu sein und zu denken.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es ist schwer, diese uns allen in Fleisch und Blut übergegangene Seins- und Denkweise zu erkennen. So wie uns die Brille auf der Nase in gewisser Weise zu nahe ist, um sie sehen zu können, ist uns das Denken in technischen Zusammenhängen zu geläufig, um es in seiner Besonderheit, ja vielleicht Absonderlichkeit, zu thematisieren. In Anschluss an die radikale Phänomenologie Heideggers kann eine solche Thematisierung des Denkens der Technik gelingen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Durch eine originelle Interpretation seines Gesamtwerkes – also auch der frühen und mittleren Schriften – wird hier der Versuch gemacht, Heideggers oftmals für obskur gehaltenen Texte der technikphilosophischen Debatte über die Grundlagen der technischen Zivilisation zu erschließen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Am liebsten mit Heidegger selbst ...

5. Ihr Buch in einem Satz:
In diesem Buch wird das all unsere Lebensbereiche beherrschende technische Denken analysiert und neben mögliche Alternativen gestellt. <<<


Andreas Luckner

Heidegger und das Denken der Technik

Wie kein anderer Philosoph vor oder nach ihm thematisierte Heidegger die metaphysischen Denkschemata, die der abendländisch-neuzeitlichen Technikentwicklung zugrunde liegen. Auf verständliche Weise rekonstruiert dieses Buch Heideggers radikal metaphysikkritischen Ansatz vor dem Hintergrund seiner frühen und mittleren Schriften. Dabei wird nicht nur deutlich, wie sehr sein spätes Denken der Technik in Kontinuität zu seinem frühen fundamentalontologischen Projekt (und dessen Scheitern) steht, sondern es werden auch die Alternativen zum rechnenden Denken und Handeln in Kunst und Dichtung aufgezeigt.


 

Andreas Luckner (Prof. Dr. phil.) lehrt Philosophie an der Universität Stuttgart. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte betreffen Fragen der Philosophie der Praxis, der Technik, der Zeit und der Musik.

Besprochen in:

Zeitschrift für philosophische Forschung, 65/1 (2011), Alexander Eltgen

Studierende und Lehrende der Technik- und Wissenschaftsgeschichte sowie der Philosophie

Print 16,80 €

02/2008, 152 Seiten, kart.
ISBN 978-3-89942-840-7

Artikel-Nr.: 840

-840-7: Luckner, Heidegger

 

Lieferzeit in der Regel 3-5 Werktage

 
 
 

E-Book 14,99 €

PDF-Download, 1,81 MB
07/2015, 152 Seiten
ISBN 978-3-8394-0840-7

Preise inkl. gesetzlicher MwSt.*

Weitere Titel zum Thema

Technik

Weitere Titel aus der Reihe

Edition panta rei