Christine Abbt / Tim Kammasch (Hg.)

Punkt, Punkt, Komma, Strich?

Geste, Gestalt und Bedeutung philosophischer Zeichensetzung

Weshalb ziehen das Komma bei Kant oder das Ausrufezeichen bei Foucault nicht dasselbe Interesse auf sich wie der Gedankenstrich bei Kleist oder die Auslassungspunkte bei Schnitzler? Entgegen der Selbstverständlichkeit literaturwissenschaftlicher Interpretation, der zufolge jedes Zeichen die Sinnkonstruktion eines Textes mitträgt, erfahren Satzzeichen in der philosophischen Auslegung wenig Aufmerksamkeit. Entlang einzelner Beispiele schärfen die Beiträge dieses Bandes den Blick für das philologische Detail und zeigen, wie Satzzeichen nicht nur an der Entfaltung des rhetorischen Repertoires philosophischer Textpraxis konstitutiv beteiligt sind. Das aufmerksame Close Reading wird dabei für die philosophische Lektüre überraschend fruchtbar.


 

Christine Abbt (Dr. phil.) lehrt Politische Philosophie und Ästhetik am Philosophischen Seminar der Universität Zürich.
Tim Kammasch (Dr. phil.) lehrt Ästhetik und Lektüretheorie am Philosophischen Seminar der Universität Zürich und an der Hochschule für Architektur Bern.

»Im Grunde ist das geistreiche und teilweise auch sehr vergnügliche Buch von Christine Abbt und Tim Kammasch eine beherzigenswerte Anregung zum genauen Lesen, zu einem Lesen, das in dekonstruktiver Weise die Spuren zu sehen bereit ist, die mit den vielfältigen Satzzeichen in philosophische Texte eingeschrieben werden.«
Till Kinzel, Informationsmittel (IFB), 12.09.2010

Philosophie, Literaturwissenschaft, Linguistik, Ästhetik

Print 27,80 €

06/2009, 252 Seiten, kart.
ISBN 978-3-89942-988-6

Artikel-Nr.: 988

-988-6: Abbt/Kammasch (Hg.), Punkt

Geste, Gestalt und Bedeutung philosophischer Zeichensetzung

 

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Open Access Open Access

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09/2015, 252 Seiten
ISBN 978-3-8394-0988-6

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