Hans-Joachim Lenger

Vom Abschied

Ein Essay zur Differenz

Sprache, Technik und Medien stellen das philosophische Denken heute überall in Frage. Dessen Traum der Vernunft scheint ausgeträumt. Vor allem die Katastrophen des 20. Jahrhunderts haben jede Idee einer Versöhnung obsolet gemacht. Der vorliegende Band fragt deshalb, was es heißt, Abschied von der Philosophie zu nehmen. Doch zeigt er an Denkfiguren von Platon bis Derrida, dass die Philosophie den Abschied von sich selbst immer auch schon gedacht hat. Denn die Philosophie kreist um eine Differenz, die sich begrifflich nicht einholen lässt. Diese Differenz insistiert als Frage einer »Ethik« in jedem Begriff, der sich denken lässt. Auf ihr lässt sich kein System begründen – weder philosophisch noch politisch oder technisch. Aber kein System entgeht ihr. Und dies macht den Abschied ebenso definitiv wie unabschließbar.


 

Hans-Joachim Lenger (Dr. phil.) ist Professor für Philosophie an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Seine Forschung konzentriert sich auf Probleme der Kunst, einer Ästhetik »neuer« Medien und einer Philosophie des Politischen.

Besprochen in:

WDR, 1 (2002), Khosrow Nosratian

Philosophie, Kulturwissenschaften, Sozialwissenschaften

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10/2001, 242 Seiten, kart.
ISBN 978-3-933127-75-4

Artikel-Nr.: 75

-75-4: Lenger, Vom Abschied

Ein Essay zur Differenz

 

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PDF-Download, 1,45 MB
07/2015, 242 Seiten
ISBN 978-3-8394-0075-3

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