Open Library Politikwissenschaft

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[11/2018] Der Finanzierungszeitraum für die Open Library Politikwissenschaft 2019 ist abgeschlossen. Wir halten alle Teilnehmer und Interessenten über die Weiterentwicklung und Neuauflagen des Projektes auf dem Laufenden. Als angemeldeter Nutzer bei Knowledge Unlatched (Registrierung auf app.knowledgeunlatched.org) können Sie ebenfalls fortlaufend weitere Informationen zum Projekt beziehen und Metadaten einsehen.

 
Das Projekt
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Pilotprojekt zur Open-Access-Transformation von E-Books

Im Zuge der allgemeinen Open-Access-Transformation möchten wir neue Impulse für einen offenen Zugang zu wissenschaftlichen Inhalten setzen.

Daher haben wir in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE das Projekt transcript OPEN library Politikwissenschaft ins Leben gerufen.

Unter https://www.transcript-verlag.de/open-access/politikwissenschaft/?f=12320 und über OAPEN finden Sie ab sofort alle Titel aus unserem Programmbereich Politikwissenschaften zur kostenlosen Verfügung:

  • ca. 170 E-Books (entspricht über 2.700 Kapiteln)
  • erschienen zwischen 2003-2017 sowie Neuerscheinungen 2018
  • Umfang: durchschnittlich 340 Seiten
  • 70 % Monografien, 30 % Anthologien
  • überwiegend deutschsprachig, 7 % englischsprachig
 

Die Bereitstellung ist unsere Initial-Investition für ein innovatives Geschäftsmodell.

Best-Practice-Open-Access ist nur in Verbindung mit entsprechenden Gebühren möglich. Bisherige Finanzierungsmodelle (author pays) bleiben auf Einzeltitel beschränkt.

Die Konsortiallösung – ein Anstoß zur großflächigen Open-Access-Transformation

Das Pilotprojekt ist unsere Einladung an wissenschaftliche Bibliotheken, einen kollektiven Schritt Richtung Open-Access-Transformation zu gehen. Das nachhaltige Abschmelzen von Bezahlschranken ist nur über die Bereitstellung größerer Titelmengen, d.h. ganzer Fachkollektionen, möglich. Über »Konsortien« kann Open Access für ganze Fachkollektionen finanzierbar werden: Angelehnt an das bekannte Erwerbsmodell »E-Book-Paket« bündeln wir die Frontlist 2019 – also alle geplanten Neuerscheinungen des Fachbereichs Politik – zum Paket. Statt wie gewohnt die E-Book-Lizenz zu erwerben, ermöglicht die teilnehmende Bibliothek über eine Gebühr im Crowdfunding-Modell die Open-Access-Veröffentlichung der gesamten Frontlist.

Die Finanzmittel der Bibliotheken fließen so in die Finanzierung der freien Verfügbarkeit für alle – statt in den Erwerb kostenpflichtiger E-Books für eine einzelne Bibliothek.

Unser Angebot:
Das transcript Politikprogramm 2019

 

 20+ Novitäten aus dem Programmbereich Politikwissenschaft

  • Internationale und europäische Politik
  • Globalisierung
  • Parteien, Soziale Bewegung und Zivilgesellschaft
  • Policy
  • Politics
  • Politische Theorie und Polity
 

 Der Programmbereich zeichnet sich aus durch:

  • inhaltliche Qualität der Publikationen und Reputation der Autor_innen
  • ein vergleichsweise geringes Titelvolumen, daher überschaubare Kosten für das Pilotprojekt
  • durchweg gute Verkaufszahlen und hohe Nutzung in den Bibliotheken
  • Open-Access-affine Autor_innen, daher gute Akzeptanz bei den Autor_innen
  • Der Fachdiskurs in den politikwissenschaftlichen Titel von transcript erfolgt weit überwiegend in deutscher Sprache und richtet sich daher an die relevante Zielgruppe. Gleichzeitig kommen die öffentlichen Mittel damit überwiegend der deutschsprachigen Wissenschaftscommunity zugute.
 
 
 
Professionelle Verbreitung der Open-Access-Version durch den Verlag – unterstützt durch die Infrastruktur von Knowledge Unlatched (KU Open Services)

Nachstehend einige der Leistungen unserer »Best Practice Open Access«. Wir garantieren für unsere OA-E-Books u.a.:

  • Bereitstellung über OAPEN, HathiTrust und JSTOR
  • Veröffentlichung mit Creative-Commons-Lizenz
  • Pflichtablieferung bei der DNB
  • Langzeitarchivierung bei Portico
  • DOI-Registrierung auf Einzelkapitelebene
  • Aufnahme in Discovery-Systeme wie DOAB, GoogleScholar, ProQuest Serial Solutions, ExLibris, EBSCO Discovery Service …
  • Bereitstellung von MARC-Records
 

Kernelemente des Modells in Stichpunkten

  • Open-Access-Stellung einer Frontlist
  • Netzwerkbildung (Kombination FID und weitere Bibliotheken)
  • Netzwerk finanziert das Erscheinen von Open-Access-Monografien mit.
  • Lizenzkosten für E-Books entfallen: Finanzierung durch Umschichtung möglich.
  • »Crowdfunding«: Titelgebühr ist unveränderlich – je mehr Einrichtungen teilnehmen, desto niedriger die Kosten pro Einrichtung.
 
Zusatznutzen für Mitfinanzierer
  • Mitfinanzierende Einrichtungen (Sponsoren) erhalten auf Wunsch jeweils ein kostenloses Print-Exemplar der Titel im Paket.
  • Hervorhebung als Sponsoren schrankenloser, wissenschaftlicher Literatur.
  • Sponsoren werden als »Ermöglicher« z.B. mit Institutslogo in das Buch/in die Onlinepräsenz aufgenommen und erhalten so zusätzlich Sichtbarkeit und Renommee.
  • Aktive Teilnahme an einem zukunftsfähigen Publikationsmodell.
  • Erschließung einer neuen Position als Co-Publisher/»Enabler«.
 
Mehrwert Open Access für den Wissenschaftsbetrieb
  • leichter Zugang für die Forschenden und Studierenden, auch ohne VPN (kein DRM)
  • stärkere Verbreitung der Inhalte
  • keine Einschränkung in der Nutzung und Bereitstellung der Open-Access-Publikationen in der Lehre (digitale Semesterapparate usw.)
  • Inhalte kommen uneingeschränkt weiteren Forschungsarbeiten zugute und können für die Lehre »aktiviert« werden (In-Document-Discussions).
  • langfristige, verlässliche, verständliche und förderungskonforme Open-Access-Publikationswege
  • Transparenz hinsichtlich Titelauswahl und Kalkulation
 
Ermöglichen statt Medienerwerb

Open Access eröffnet Bibliotheken eine neue Rolle als Ermöglich/Co-Publisher. Es geht nicht mehr nur darum, Medien zu kaufen oder für den Campus zu lizenzieren. Wenn Forscher_innen, Verlage und Bibliotheken Open-Access-Projekte als Publikationspartner gemeinsam realisieren, wird eine neue Publikationskultur entstehen.

Für das Pilotprojekt sind mindestens 20 teilnehmende Bibliotheken zum erfolgreichen Gelingen des Crowdfundings erforderlich. Die Publikationskosten werden in diesem Modell durch einen Zuschuss des/der Autor_in mitgetragen. Die Deckungsungleichheit zwischen den Verlagskosten und den durch Open Access entgehenden Verkäufen sowie durch die Open-Access Zusatzleistungen wird über Ihren Beitrag der Open-Access-Gebühr ausgeglichen.

Die finalen Konditionen für das Open-Access-Erscheinen der Frontlist »Politikwissenschaft transcript 2019« hängen maßgeblich von der Anzahl der mitfinanzierenden Einrichtungen ab. Der Fachinformationsdienst (FID) Politikwissenschaft an der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen hat bereits eine Beteiligung in Höhe von 50% zugesagt, d. h. die Hälfte der Gesamtkosten sind bereits gedeckt.

 

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Um Planungssicherheit in die finanzielle Beteiligung der Bibliotheken zu bringen, wird ein Mindestquorum (20 Einrichtungen) festgelegt, auf Basis dessen der maximale Rechnungsbetrag kalkuliert wird. Der endgültige Rechnungsbetrag reduziert sich anteilig, je mehr Einrichtungen sich an der Finanzierung beteiligen. Wird das Mindestquorum nicht erreicht, erfolgt keine Fakturierung und kein Open-Access-Erscheinen der Frontlist.

Details zu den Gebühren und zur Abrechnung erhalten Sie von unserem Partner KU Open Services.
Teilnahme und Rechnungsstellung ist ab sofort und jederzeit möglich. Der Finanzierungszeitraum endet Anfang Dezember. Sollten der Rechnungsbetrag nach Rechnungsstellung durch die Teilnahme weiterer Einrichtungen sinken, wird die Differenz gutgeschrieben.

Die Zukunft

Die transcript OPEN library Politikwissenschaft ist als Pilotprojekt geplant und zunächst für eine einjährige Laufzeit angelegt. Unser Ziel ist es, mit Ihrer Unterstützung langfristig ein für Bibliotheken und Verlage gleichermaßen tragbares, transparentes und nachhaltiges Open-Access-Geschäftsmodell zu schaffen, und so den Weg für die Transformation weiterer Fachkollektionen mit qualitätsgeprüften Publikationen auch weiterer Verlage zu bereiten. Das langfristige Ziel ist, eine vollständige Kostendeckung über das OA-Konsortialmodell zu erreichen, ohne dass der einzelnen teilnehmenden Bibliothek höhere Kosten als beim traditionellen Erwerb entstehen.

Sponsoring Light – ein Angebot für Fachhochschulen

Um auch kleineren Einrichtungen die Teilnahme am Konsortium zu ermöglichen, haben Fachhochschulen die Möglichkeit, das Angebot »Sponsoring Light« in Anspruch zu nehmen. »Sponsoring Light« bedeutet die Teilnahme über die hälftige Finanzierung, d.h. es wird nur die Hälfte des regulären Beitrags fällig. Im Gegenzug wird die Präsentation als »Enabler« auf einen Eintrag in einer Sponsorenliste begrenzt. Den Fachhochschulen steht es selbstverständlich frei, zu den o.g. regulären Bedingungen am Sponsoring teilzunehmen.

Die Bereitstellung der Metadaten und Buchdateien sowie die Abrechnung erfolgt über unseren Projektpartner Knowledge Unlatched. Logo KU

Wenden Sie sich bei Fragen zum Crowdfunding und bei Interesse zur Teilnahme an:

 
Knowledge Unlatched GmbH
Catherine Anderson
Sales Director
Wartburgstraße 25A
10825 Berlin
+49 (0) 174 3217785
 catherine@knowledgeunlatched.org 
 
Icon OAB
Weitere Informationen zur Teilnahme:
Bitte hier klicken.
 

Als teilnehmende Institution möchten wir Sie einladen, das Projekt gemeinsam mit uns zukunftsfähig zu machen. Richten Sie Ihre Vorschläge und Anregungen gerne per E-Mail an open-access@transcript-verlag.de.

Wir stehen Ihnen gerne für Fragen rund um das Projekt zur Verfügung:

 
transcript Verlag

Stefanie Hanneken
Tel. +49 (0)521 393 797 24
 open-access@transcript-verlag.de 
 
 
 
 
 
Die Community

Unsere Co-Publisher für die Förderung der Open-Access-Transformation der transcript-Politikwissenschaft-Titel 2019, der Open Library Politikwissenschaft 2019

Wir danken der eindrucksvollen Gemeinschaft von Förderern, die unser Open-Access-Kooperations-Modell geprüft und mit einem „pledge“ unterstützt haben. Allen voran dem Fachinformationsdienst Politikwissenschaft pollux, der sich mit einem Zuschuss von 50% der Gesamtkosten beteiligt.

 50% des Gesamtvolumen Co-PublisherSponsoring Light
SuUB Bremen/FID    
  ULB Düsseldorf Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf Bundesministerium der Verteidigung
  Max Planck Digital Library (MPDL) Landesbibliothek Oldenburg
  Universitätsbibliothek der Ruhr-Universität Bochum  
  Universitätsbibliothek Bielefeld  
  Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg an der Goethe-Universität Frankfurt  
  Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz  
  Universitäts- und Stadtbibliothek Köln  
  Harvard University  
  Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg  
  Universitätsbibliothek Wuppertal  
  Universitätsbibliothek Leipzig  
  Universitätsbibliothek Mainz  
  Universitäts- und Landesbibliothek Münster  
  Sächsische Landesbibliothek Staats- und Universitätsbibliothek Dresden  
  ThULB - Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena  
  Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin  
  Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern  
  Universitätsbibliothek Oldenburg  
  Universitätsbibliothek Duisburg-Essen  
  Zentralbibliothek Zürich  
  Universitätsbibliothek Siegen  
  Universitätsbibliothek Osnabrück  
  Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky, Hamburg  
  Universitätsbibliothek Ludwig-Maximilians-Universität München  
  Universitätsbibliothek der Universität Potsdam  
  Universitätsbibliothek Graz  
  Technische Informationsbibliothek Hannover  
  Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek - Niedersächsische Landesbibliothek  
  Universitätsbibliothek der Justus-Liebig-Universität Gießen  
  Staatsbibliothek zu Berlin  
  Universitätsbibliothek der FernUniversität Hagen  
  Universitätsbibliothek der Universität Koblenz-Landau  
  Universitätsbibliothek Vechta  
  Universitätsbibliothek Kassel  
  Universitäts- und Landesbibliothek der Technischen Universität Darmstadt  
  Universitätsbibliothek Erfurt  
  Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek  
  Universitätsbibliothek Philipps-Universität Marburg  
  Universitätsbibliothek Freiburg  
  Universitätsbibliothek der Technischen Universität Braunschweig  
  Universitätsbibliothek Bayreuth  
  Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar  
  Universitätsbibliothek Wien  
 
FAQ
FAQ

Was genau bedeutet »Open Library«?

Über das Funding im Rahmen des Projekts wird die Bereitstellung der Neuerscheinungen ermöglicht: Die elektronischen Ausgaben der Publikationen unseres Programmbereichs Politikwissenschaft erscheinen – gleichzeitig mit der gedruckten Ausgabe – im Open Access Gold als PDF-Format. Die elektronische Ausgabe bildet die veröffentlichte Druckausgabe 1:1 ab und wird von uns über die üblichen Distributionswege verbreitet. Dadurch ist sie für Sie u.a. über die Verlagswebsite, die Plattformen De Gruyter Online, content-select und JSTOR sowie die OAPEN Library verfügbar. Dort finden Sie bereits jetzt die von uns bereitgestellte Backlist des Programmbereichs. Die Auffindbarkeit der E-Books wird u.a. durch die Volltextindexierung im DOAB gewährleistet, die Dateien werden bei Portico langzeitarchiviert.

Die Meldung der neu erscheinenden Titel 2019 an den Handel erfolgt ohne Ausnahme als kostenloses Produkt. Eine doppelte Berechnung wird dadurch ausgeschlossen, da der verbindliche »Ladenpreis« in allen Vertriebskanälen 0,00 EUR beträgt.

 

Welche Einnahmen entgehen durch die Open-Access-Bereitstellung und müssen von den Teilnehmern kompensiert werden?

Seit Ende 2013 erscheinen alle unsere Neuerscheinungen gleichzeitig gedruckt und als E-Book. Seither haben wir einen stabilen Anstieg an E-Book-Verkäufen (und -nutzung), erfahren aber auch einen Rückgang der Print-Verkäufe. Insgesamt verteilt sich der Verkaufserlös mittlerweile zu ca. 78 % auf Print-Verkäufe und zu ca. 22 % auf E-Book-Verkäufe (Tendenz steigend). Die Kalkulation eines neuen Buchs bezieht die erwarteten Einnahmen aus den E-Book-Verkäufen im selben Maß ein.

Bei einer Open-Access-Publikation fehlen zum einen Einnahmen aus dem E-Book-Verkauf, zum anderen können wir aus der Erfahrung mit unseren bisher mehr als 600 verfügbaren Open-Access-Publikationen sagen, dass auch die Verkäufe der Printausgabe zurückgehen. Die – im Vergleich zu verschiedenen Studien und Pilotprojekten – große Menge an verfügbaren Publikationen zur Datenauswertung erlaubt diesen Rückschluss, der in den Ergebnissen von Auswertungen einzelner Projekte so noch nicht zu erkennen war.

Mit zunehmender Bedeutung elektronischer Werke ist außerdem zu erwarten, dass die Einnahmen aus E-Book-Verkäufen in Zukunft einen noch höheren Anteil an den Gesamterlösen haben werden. Die lange Lebensdauer von wissenschaftlichen Werken in den Geistes- und Sozialwissenschaften macht es erforderlich, dass wir auch diese Entwicklung in unserer Kalkulation berücksichtigen.

Durch die Veröffentlichung unter einer Creative-Commons-Lizenz ist es zudem nicht mehr möglich, Einnahmen aus der Verwertung von Nebenrechten zu generieren, da die Nebenrechte (ganz oder teilweise) freigegeben werden statt, wie traditionell üblich, an den Verlag abgetreten werden. Auch wenn Einnahmen aus Lizenzvergaben nur einen kleinen Teil der Erlöse ausmachen, entgehen so auch über mehrere Jahre noch Einnahmen aus Lizenzierungen von u.a. Wiederabdrucken in Sammelwerken, Sonderdrucken, Übersetzungen etc., die bei einer traditionellen Publikation in den Kostendeckungsbetrag einkalkuliert werden.

 

Wieso bleibt der Autor_innenzuschuss bestehen?

Die Frontlist des Politik-Programms wurde mit Autor_innenzuschuss geplant, weil der aus dem Crowdfunding zu erzielende Betrag nicht die gesamten mit dem Projekt verbundenen Kosten abdeckt. Darüber hinaus ging es uns darum, bei einem Scheitern des Pilotprojektes ein Erscheinen aller Bücher sicherzustellen: Auch wenn es keine Finanzierung über »Co-Publisher« geben sollte, können die geplanten Werke veröffentlicht werden, dann aber mit kostenpflichtiger E-Book-Ausgabe, deren Verkaufserlös zur finanziellen Deckung der Aufwände beiträgt.

Es ist perspektivisch geplant, die Finanzierung komplett über das Crowdfunding abzudecken: Je höher die Zahl der Funder, desto niedriger die Kosten für alle Stakeholder, auch für die Autor_innen.

 

Wie setzen sich die Publikationskosten zusammen, die von den Teilnehmern mitgetragen werden sollen?

Unsere Aufwandsberechnung setzt sich aus den Verlagsgemeinkosten (wie z.B. Personalkosten, Miete/Raumkosten, Honorare, EDV) und titelspezifischen Herstellungskosten (u. a. Satz, Layout, Autorenbetreuung, Werbung) zusammen. Diese Aufwände werden üblicherweise aus einem Autor_innenzuschuss und den erwarteten Einnahmen aus Buchverkäufen (E-Book und gedruckte Ausgabe) finanziert. Bei einer kostenlosen E-Book-Ausgabe (Open Access) fallen die Einnahmen aus der digitalen Ausgabe weg (s.o.). Durch die Rechtefreigabe im Rahmen der Creative-Commons-Lizenz entfällt zudem die Nebenrechteverwertung. Unsere Erfahrung zeigt, dass sich die professionelle Verbreitung der Open-Access-Version auch in einem Rückgang der Verkaufsmenge der gedruckten Ausgabe niederschlägt. Diese Erfahrung bestätigt sich aktuell auch in der Entwicklung der Politik-Backlist, d.h. bei den 170 bereits veröffentlichten Büchern, die wir als Initialinvestition für unsere Open Library Politikwissenschaft nachträglich im Open Access bereitgestellt haben. Die höheren Kosten für Open-Access-Publikationen entstehen also durch fehlende Verkaufseinnahmen sowie Zusatzaufwände, die in direktem Zusammenhang mit der Open-Access-Version stehen (z.B. Kosten für zusätzliche Distributionswege wie Gebühren für spezielle Open-Access-Plattformen oder zusätzlichen Beratungsaufwand zu (lizenz-)rechtlichen Fragen unserer Autor_innen).

 

Soll das Projekt weitergeführt und/oder auf andere Bereiche ausgedehnt werden?

Die Fortführung oder Weiterentwicklung des Projekts hängt entscheidend von der Teilnehmerzahl am Pilotprojekt ab. Bei einer hohen Akzeptanz, d.h. zahlreichen Teilnehmern, planen wir zunächst die Fortführung des Modells für die Politikwissenschaft – im Sinne der Planungssicherheit idealerweise für einen längeren Zeitraum als einem Jahr und mit Kostendeckung der im Pilot noch notwendigen Autor_innenzuschüsse.

Der Fachinformationsdienst Politikwissenschaft (pollux) hat mit seinem Engagement und seiner Unterstützung entscheidend zum Gelingen der Open Library Politikwissenschaft beigetragen. Sollten sich ein gleich starker Förderer – oder eine ausreichend große Teilnehmermenge – auch für andere Sparten finden, wäre eine Übertragung des konsortialen Geschäftsmodells auf weitere Programmbereiche möglich. Unsere Entscheidung, das Modell zunächst am Programmbereich Politikwissenschaft zu testen, hängt nicht zuletzt mit der relativ kleinen Menge an Novitäten in diesem Bereich und den dadurch überschaubaren Gesamtkosten zusammen. Dasselbe Modell für einen umfangreicheren Fachbereich hätte – entsprechend der Anzahl an Neuerscheinungen – auch Auswirkungen auf die Gesamtkosten. Ob eine Finanzierung höherer Gesamtkosten möglich scheint, hängt mit der Anzahl der Teilnehmer zusammen, die wir für unser Pilotprojekt gewinnen können.

Auch andere kleine und mittelständische Verlage beschäftigen sich intensiv mit möglichen Open-Access-Geschäftsmodellen. Wir sind im Gespräch mit Verlagskollegen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, die die Entwicklung unseres Pilotprojekts verfolgen oder schon jetzt Pläne für die Open-Access-Bereitstellung im selben Geschäftsmodell für eigene Fachbereichspakete entwickelt haben. Auch ein verlagsübergreifendes Paket steht zur Diskussion.

 

Warum sollte ich teilnehmen, wenn die Open-Access-Bereitstellung nach Erreichen des Mindestquorum gesichert ist?

Um die Kosten zu deckeln und den Teilnehmern Planungssicherheit zu verschaffen, haben wir für das Gelingen des Projekts eine Mindestteilnehmerzahl von 20 Einrichtungen festgelegt. Bei dieser Teilnehmermenge sind die Open-Access-Kosten um ein Vielfaches günstiger als die E-Book-Processing-Charges (BPC) für einzelne Titel. Die Gebühren entsprechen in etwa den Kosten, die auch für den Lizenzerwerb eines E-Book-Fachbereichpakets anfallen können. Der Gegenwert ist dabei jedoch nicht der Erwerb einer Campuslizenz mit den bekannten Begrenzungen der Nutzungsmöglichkeiten, sondern die Open-Access-Bereitstellung einer Frontlist. Durch Ihre Teilnahme wird es möglich, dass die Vorteile von Open Access – für einen relativ geringen Betrag für den Einzelnen – allen Mitgliedern des Wissenschaftsbetriebs zugute kommen. Die aktive Teilnahme an diesem kooperativen Publikationsmodell und das Ermöglichen der Open-Access-Bereitstellung der Politik-Frontlist unterstützt das Entstehen einer neuen und nachhaltigen Publikationskultur, in der professionelles Open Access für alle Wissenschaftsakteure wirtschaftlich tragbar wird und die eine großflächige OA-Transformation auch für Monografien erlaubt. Nur mit einer hohen Akzeptanz kann das Kooperationsmodell zukunftsfähig für weitere Fachbereiche und Verlage werden.

Preisstufen der Open Library Politikwissenschaft 2019

 (Netto-Beträge, ohne MwSt.)  Je Titel  (Netto-Beträge, ohne MwSt.) 
Beteiligung FID Politikwissenschaft i. H. v. 50 %    
20 Einrichtungen 115,00 € 2.300,00 €
30 Einrichtungen 76,67 € 1.533,33 €
40 Einrichtungen 57,50 € 1.150,00 €
60 Einrichtungen 38,33 € 766,67 €
 

Wie hoch sind die tatsächlichen Kosten pro Buch und Teilnehmer nach Abschluss des Finanzierungszeitraums?

Nach Abschluss der Finanzierungsphase Ende November 2018 steht fest: Die Community der transcript Open Library Politikwissenschaft 2019 besteht aus 46 Teilnehmern (Fachinformationsdienst Politikwissenschaft (Pollux), 43 full pledges sowie zwei Beteiligungen im Rahmen des „Sponsoring Light“). Die Open-Access-Kosten pro Titel betragen damit nur noch 104,55 € – wobei die Hälfte der Kosten durch den FID getragen wird. Die Mitglieder der Open Library Community bezahlen als Vollzahler 52,27 € pro Buch, im Sponsoring Light sogar nur noch 26,14 € pro Buch – ein Freistellungsbetrag für Open Access, der noch unter unseren durchschnittlichen Ladenpreisen liegt.

 OA-Fördercommunity 
 Teilnehmer 

 Gesamtpaket 

 Pro Buch 

 
 Mit FID-Beteiligung 
 Gesamtpaket 
 
 Pro Buch 
43 full pledges 2.090,91 € 104,55 €   1.045,45 € 52,27 €
2 Sponsoring Light 1.045,45 € 52,27 €   522,73 € 26,14 €
 

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