Editorial

Seit den gesellschaftlichen Modernisierungsschüben in den 1960er Jahren wird in den Philologien der »Fortschritt« eines Fachs mit Komplexitätserhöhung gleichgesetzt. So haben die literaturtheoretischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zu einer Öffnung der Philologien insbesondere für kultur- und medienwissenschaftliche Fragestellungen beigetragen. Die daraus resultierende Erweiterung des Literaturbegriffs bedingte zugleich, dass vermehrt die unscharfen Ränder der kulturellen Grenzen in den Blick rückten, wo Fremdes und Eigenes im Raum der Sprache und Schrift bis zur Ununterscheidbarkeit ineinander übergehen.
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Seit den gesellschaftlichen Modernisierungsschüben in den 1960er Jahren wird in den Philologien der »Fortschritt« eines Fachs mit Komplexitätserhöhung gleichgesetzt. So haben die literaturtheoretischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zu einer Öffnung der Philologien insbesondere für kultur- und medienwissenschaftliche Fragestellungen beigetragen. Die daraus resultierende Erweiterung des Literaturbegriffs bedingte zugleich, dass vermehrt die unscharfen Ränder der kulturellen Grenzen in den Blick rückten, wo Fremdes und Eigenes im Raum der Sprache und Schrift bis zur Ununterscheidbarkeit ineinander übergehen.
Die Reihe Literalität und Liminalität trägt der Komplexitätserhöhung der philologischen Fächer Rechnung, indem sie die theoretischen und historischen Transformationen von Sprache und Literatur vom Mittelalter bis in die Gegenwart ins Zentrum ihres Interesses rückt.
Mit dem Begriff der Literalität richtet sich das Interesse auf Schriftlichkeit als Grundlage der Literatur, auf die Funktion der Literaturtheorie in den Kulturwissenschaften sowie auf das Verhältnis literarischer Texte zu kulturellen Kontexten. Mit dem Begriff der Liminalität zielt die Reihe in theoretischer und historischer Hinsicht auf Literatur als Zeichen einer Kultur des Zwischen, auf die Eröffnung eines Raums zwischen den Grenzen. Nicht der Begriff der Grenze, sondern der der Schwelle bildet das gegenständliche Korrelat der Theorie und Geschichte der Liminalität.
Mit der Verbindung linguistischer, literatur- und kulturwissenschaftlicher, philosophischer sowie medientheoretischer Fragestellungen berücksichtigt die Reihe die Ausdifferenzierung der philologischen Fächer und eröffnet zugleich eine kulturwissenschaftliche Perspektive auf die theoretischen und historischen Grundlagen der Literatur im Wechselspiel von Schrift und Bild. <<<
   
Ergebnisse: 21
 
Rosa Zeiten?

Magdalena Beljan

Rosa Zeiten?

Eine Geschichte der Subjektivierung männlicher Homosexualität in den 1970er und 1980er Jahren der BRD

07/2014 32,99 € *

»Schwulsein« hat eine Geschichte: Zwischen Pathologisierung und Kriminalisierung wurde schwul zu sein immer häufiger als »anders aber normal« beschrieben.

Literatur und Subversion

Thomas Ernst

Literatur und Subversion

Politisches Schreiben in der Gegenwart

01/2014 39,99 € *

Ist Literatur politisch? Der Band nimmt die subversiven Potenziale der Gegenwartsliteratur in den Blick und eröffnet so neue Perspektiven auf prägende Strömungen wie Popliteratur, »Migrantenliteratur« und die Literatur des »Underground«.

Poetik im technischen Zeitalter

Achim Geisenhanslüke, Michael Peter Hehl (Hg.)

Poetik im technischen Zeitalter

Walter Höllerer und die Entstehung des modernen Literaturbetriebs

01/2013 ab 25,99 € *

Die Institutionalisierung der Literatur: Walter Höllerer gilt als der »Erfinder des Literaturbetriebs«. Die mit ihm verbundenen Transformationsprozesse der 1960er Jahre werden in diesem Band systematisch rekonstruiert.

Kino der Blinden

Achim Geisenhanslüke, Rasmus Overthun (Hg.)

Kino der Blinden

Figurationen des Nichtwissens bei David Lynch

10/2012 ab 31,99 € *

Lynchs Kino ist auch ein Beitrag zur Subversion herkömmlicher Wissensbegriffe – durch die Präsenz des Nichtwissens, des Verkennens und der Blindheit.

Gattung und Geschichte

Oliver Kohns, Claudia Liebrand (Hg.)

Gattung und Geschichte

Literatur- und medienwissenschaftliche Ansätze zu einer neuen Gattungstheorie

05/2012 ab 35,99 € *

Was kann Gattungstheorie heute leisten? Der Band entwirft neue Perspektiven und macht den ›angestaubten‹ Begriff der Gattung für die kulturwissenschaftliche Forschung fruchtbar.

Werbung und Identität im multikulturellen Raum

Sebastian Reddeker

Werbung und Identität im multikulturellen Raum

Der Werbediskurs in Luxemburg. Ein kommunikationswissenschaftlicher Beitrag

12/2011 ab 31,99 € *

Es ist ein komplexes Unterfangen, in Luxemburg zu werben. Dieses Buch zeigt, wie Auftraggeber, Produzenten und Rezipienten mit Multikulturalität und Mehrsprachigkeit umgehen.

Legitimierte Gewalt

Natalie Bloch

Legitimierte Gewalt

Zum Verhältnis von Sprache und Gewalt in Theatertexten von Elfriede Jelinek und Neil LaBute

09/2011 ab 35,99 € *

Gewalt auf der Bühne: Wie sprechen zeitgenössische Theatertexte von und über Gewalt? Ein Beitrag zur Macht der Sprache.

Medien des Wissens

Georg Mein, Heinz Sieburg (Hg.)

Medien des Wissens

Interdisziplinäre Aspekte von Medialität

07/2011 ab 23,99 € *

Ziel des Bandes ist es, mit dem Begriff der Medialität die spezifische Verfasstheit des Wissens in den Mittelpunkt zu rücken – systemtheoretisch f...

Fragmentierte Familien

Inge Kroppenberg, Martin Löhnig (Hg.)

Fragmentierte Familien

Brechungen einer sozialen Form in der Moderne

08/2010 ab 23,99 € *

Diese Anthologie beleuchtet aus interdisziplinärer Perspektive Wandlungen des Familienbilds in der Moderne und zeigt die Brüchigkeit des Konzepts Familie schon lange vor Diskursen um ›Patchworkfamilien‹.

Zwischen Leinwand und Bühne

Christian Steltz

Zwischen Leinwand und Bühne

Intermedialität im Drama der Gegenwart und die Vermittlung von Medienkompetenz

06/2010 ab 31,99 € *

Die Studie erschließt das intermedial geprägte Gegenwartsdrama erstmals für den Einsatz im Schulunterricht: Es eignet sich als Leitfaden zur didaktischen Aufbereitung einer wichtigen Gattung.

Das schöne Selbst

Jens Elberfeld, Marcus Otto (Hg.)

Das schöne Selbst

Zur Genealogie des modernen Subjekts zwischen Ethik und Ästhetik

12/2009 36,80 € *

Das moderne Selbst konstituiert sich zwischen Ethik und Ästhetik. Die Autorinnen und Autoren gehen dem historisch nach und zeigen, dass eine Geschichte der Moderne unweigerlich auch eine Geschichte des Selbst ist.

Monströse Ordnungen

Achim Geisenhanslüke, Georg Mein (Hg.)

Monströse Ordnungen

Zur Typologie und Ästhetik des Anormalen (unter Mitarbeit von Rasmus Overthun)

07/2009 ab 38,99 € *

Ordnungen konstituieren sich stets durch das, was sie als Fremdes ausgrenzen: das Andere, Monströse und Wahnsinnige. Der Band fragt nach den Techniken und Mechanismen dieser Ausgrenzungsprozesse sowie nach dem Ausgegrenzten selbst.

Überfluss und Überschreitung

Christine Bähr, Suse Bauschmid, Thomas Lenz, Oliver Ruf (Hg.)

Überfluss und Überschreitung

Die kulturelle Praxis des Verausgabens

07/2009 ab 23,99 € *

Der Ausgang von Batailles Philosophie der Verausgabung und Überschreitung erweist sich heute mehr denn je als wirkungsvolles Instrument der Analyse und Kritik gegenwärtiger kultureller und gesellschaftlicher Entwicklungen.

Jenseits des Unbehagens

Eckart Goebel

Jenseits des Unbehagens

»Sublimierung« von Goethe bis Lacan

06/2009 ab 25,99 € *

Stand am Anfang noch das Unbehagen an der Kultur, veränderte sich im Laufe der Zeit die Befindlichkeit gegenüber dem Prinzip »Sublimierung«. Der Band beinhaltet eine spannende geistesgeschichtliche Analyse, die die Wandelbarkeit eines zentralen kulturtheoretischen Begriffs aufzeigt.

Barocktheater heute

Nicola Gess, Tina Hartmann, Robert Sollich (Hg.)

Barocktheater heute

Wiederentdeckungen zwischen Wissenschaft und Bühne

10/2008 25,80 € *

Das Barocktheater erlebt jüngst eine Renaissance. Der Sammelband zeichnet diese Wieder-Entdeckung einer klassischen Form in Theater und Oper nach. Mit DVD.

Parasiten und Sirenen

Bernhard J. Dotzler, Henning Schmidgen (Hg.)

Parasiten und Sirenen

Zwischenräume als Orte der materiellen Wissensproduktion

09/2008 25,80 € *

Wie entsteht Wissen? Dieser Band gibt überraschende Antworten: Oft sind es die zufälligen Begegnungen und die scheinbar unpassenden Verbindungen, die das Neue hervorbringen.

Grenzräume der Schrift

Achim Geisenhanslüke, Georg Mein (Hg.)

Grenzräume der Schrift

05/2008 ab 25,99 € *

Dieser Band verbindet literatur- und kulturwissenschaftliche, philosophische sowie medientheoretische Fragestellungen zum Thema Grenze und Schrift. Ne...

Schriftkultur und Schwellenkunde

Achim Geisenhanslüke, Georg Mein (Hg.)

Schriftkultur und Schwellenkunde

05/2008 ab 26,99 € *

Im Mittelpunkt des Bandes stehen die Fragen nach der Funktion von Schriftlichkeit als Grundlage von Literatur und Kultur sowie nach dem konkreten Verh...

Das Schibboleth der Psychoanalyse

Achim Geisenhanslüke

Das Schibboleth der Psychoanalyse

Freuds Passagen der Schrift

04/2008 ab 16,99 € *

Der Band erprobt eine neuartige Lektüre der Freudschen Psychoanalyse jenseits einer Fokussierung auf den Ödipuskomplex! Ihre Impulse gewinnt sie dabei aus der literarischen Analyse klassischer Texte und Mythen.

Ignoranz

Achim Geisenhanslüke, Hans Rott (Hg.)

Ignoranz

Nichtwissen, Vergessen und Missverstehen in Prozessen kultureller Transformationen

04/2008 ab 24,99 € *

Im Zeitalter der Globalisierung ist ein Wettstreit um Wissenskompetenzen entstanden, der das Verhältnis, das der Mensch zum Wissen einnimmt, auf ents...

Die Verrücktheit des Sinns

Oliver Kohns

Die Verrücktheit des Sinns

Wahnsinn und Zeichen bei Kant, E.T.A. Hoffmann und Thomas Carlyle

07/2007 34,80 € *

In der romantischen Literatur und Philosophie erscheint »Wahnsinn« nicht als das »Andere der Vernunft«, nicht als Gegenstück zu einer selbstgewis...

   
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