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Christian Papilloud

Bourdieu lesen

Einführung in eine Soziologie des Unterschieds. Mit einem Nachwort von Loïc Wacquant
2003, 122 S., kart., 13,80 €
ISBN 978-3-89942-102-6
Reihe Sozialtheorie
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Pierre Bourdieu (1930-2002) war einer der produktivsten zeitgenössischen Denker der Soziologie. Seine internationale Anerkennung beschränkt sich jedoch nicht allein auf den Bereich der Wissenschaft: Als weltweit engagierter Intellektueller hat Bourdieu – wie wohl kein anderer – soziologische Erkenntnis als politische Aufklärung der Alltagspraxis wirksam gemacht.
Zentrale Begriffe der Soziologie Bourdieus wie etwa »Habitus«, »Kapital« oder »Feld« werden heute in einer Vielzahl von sozial- und kulturwissenschaftlichen Untersuchungen verwendet. Was aber hält diese Begriffe zusammen? Welche immanente Logik führt zu ihren Bedeutungen? Und wie werden diese miteinander verknüpft? Kurz: Worin liegen die erkenntnistheoretischen Voraussetzungen von Bourdieus Werk? Die vorliegende »Einführung in eine Soziologie des Unterschieds« versteht sich als Versuch, Bourdieu unter dieser Fragestellung zu lesen. Sie sieht im Begriff des »Unterschieds« das Grundprinzip seiner Erkenntnistheorie, in der »Unterschied« als Machtbeziehung konzipiert wird.
Christian Papilloud, seit 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld, promovierte 2001 in Lausanne und Paris mit einer Arbeit über Georg Simmel und Marcel Mauss (Paris: L'Harmattan).
»Die Arbeit von Christian Papilloud widmet sich dem Werk Bourdieus aus einer zentralen Lesart heraus. Papilloud sichert im Begriff des Unterschieds das grundlegende Konstruktionsprinzip in den drei Bedeutungen als Machtbeziehung zwischen Identität und Differenz. Plausibel ist hierbei die Systematisierung aus der erkenntnistheoretischen Perspektive mit dem Ziel, die Mannigfaltigkeiten der Schriften und Gedankengänge Bourdieus anhand eines zentralen Grundsatzes zu strukturieren. Papilloud leitet dabei Bourdieus Begrifflichkeit über dessen Auseinandersetzung mit den soziologischen Klassikern ab und diskutiert sie im Kontext der französischen Soziologie. Einschränkend muss hinzugefügt werden, dass die Einführung überaus voraussetzungsreich und eher als weiterführende Lektüre zu empfehlen ist.«
Christian Morgner und Thomas Ritter, Soziologische Revue, 28 (2005)
»Der ›Unterschied‹ – ist, so legt es auch der Titel seines Hauptwerkes La distinction (1979) nahe, eine in ihrer konzeptionellen Tragweite kaum zu überschätzende, zentrale Kategorie der Kultursoziologie Pierre Bourdieus. Längst überfällig war also der Versuch, das Oevre eines der vielseitigsten und zur Zeit wohl einflussreichsten und meistdiskutierten Gesellschaftstheoretiker unter dem Blickwinkel besagten Grundprinzips zu betrachten und damit auf seine epistemologischen Grundlagen hin zu befragen.«
Per Röcken, literaturkritik.de, 9 (2005)
BA- und MA-Studiengänge aus der Soziologie und den Kulturwissenschaften
Soziologische Theorien, Kulturtheorie, Kultursoziologie, Theorien sozialer Ungleichheit
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