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Der Begriff des »Leitmediums« steht aktuell zur Disposition. Gibt es noch Leitmedien? Erregte früher meist der angenommene Einfluss von Leitmedien Besorgnis, scheint nun vielfach der behauptete Verlust ihres Gemeinschaft bzw. Identitäten stiftenden Potenzials Bedenken auszulösen. Als »Leitmedien« werden dabei in Forschung und Öffentlichkeit höchst unterschiedliche Gegenstände bezeichnet und normativ besetzt.
Die zwei Bände ordnen Standpunkte zum Konzept »Leitmedium« aus Kommunikations- und Medienwissenschaft und gehen der Frage nach, inwieweit es noch Leitmedien gibt. Historische Entwicklungen früherer Leitmedien können die jetzige Situation verstehen helfen, ebenso wie umgekehrt die Beobachtung der aktuellen Situation historische Phänomene neu perspektivieren kann.
Daniel Müller (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Journalistik der TU Dortmund und am Forschungskolleg »Medienumbrüche« an der Universität Siegen. Sein Forschungsschwerpunkt ist das Verhältnis von Massenmedien und ethnischen Minderheiten.
Annemone Ligensa (M.A.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungskolleg »Medienumbrüche« an der Universität Siegen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind früher Film und psychologische Theorien der Medienrezeption. Peter Gendolla (Prof. Dr.) ist Professor für Literatur, Kunst, Neue Medien und Technologien an der Universität Siegen. Er ist Sprecher des Forschungskollegs »Medienumbrüche«. Seine Forschungsschwerpunkte sind Literatur und Zeiterfahrung sowie Literatur und Medien.
Pressestimmen
»Zwischen Wilke und Leschke bewegen sich 31 Beiträge, die vom Buch über das Kino bis zu Computerspielen einen weiten Bogen spannen. Eine so kompakte Übersicht gab es bisher nicht.«
Werner D'Inka, FAZ, 11.05.2010 Weiterempfehlen
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Den zweiten Band von »Leitmedien« finden Sie [ hier ].
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Lesetipps
Weitere Titel zu:
Interview
![]() ... mit Dr. phil. Daniel Müller 1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu? Der Begriff ›Leitmedien‹ ist seit einigen Jahren – mit nur leichter Übertreibung – überall und nirgends: überall wird er verwendet, nirgends wissenschaftlich erklärt. Der Begriff trifft angesichts des radikalen Umbruchs unseres Mediensystems einen Nerv, gleichzeitig aber wird er meist unreflektiert benutzt. Ausgehend von den wenigen Ausnahmen eröffnen die »Leitmedien«-Bände die wissenschaftliche ... mehr
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