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Heike Delitz
Architektursoziologie
2009, 148 S., kart., 11,50 €
ISBN 978-3-8376-1031-4
Reihe Einsichten
Geeignet für BA- und MA-Studiengänge Soziologie, Diplomstudiengang Architektur
Veranstaltungen: Soziologische Theorien, Kultursoziologie, Architekturtheorie
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Parallel zur Wiederentdeckung des Raumes als soziale Kategorie hat sich jüngst die Architektursoziologie als neue soziologische Disziplin entwickelt, die zusehends den Weg in die Curricula der Bachelor- und Master-Studiengänge der Soziologie und auch der Architektur findet.
Mit diesem Band steht nun eine kompakte Einführung in dieses neue Lehr- und Forschungsgebiet zur Verfügung. Der Band gibt einen Überblick über die wichtigsten klassischen und aktuellen Ansätze der Soziologie der Architektur und skizziert in Fallstudien, was diese neue Disziplin sichtbar machen kann. Und er zeigt: Die Architektur fordert die soziologische Theorie heraus und gibt der Gesellschaftsanalyse ein neues Diagnoseinstrument in der Frage, in welcher Gesellschaft wir eigentlich leben.
Heike Delitz (Dipl.-Ing., Dr. phil.) lehrt Soziologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Architektursoziologie, soziologische Theorie sowie französische Lebensphilosophie und Soziologie.
Pressestimmen
»Dieser Band [...] bietet eine komprimierte Einführung.
Das Buch gibt einen Überblick über die Geschichte, erläutert die neuen Ansätze der deutschen, französischen, britischen und amerikanischen Architektursoziologie und skizziert Fallstudien.
Für ... mehr Fachbibliotheken und Großstadtbibliotheken empfohlen.«
Beate Lehr, ekz-Informationsdienst, 3 (2010)
Leserforum
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Lesetipps
Weitere Titel zu:
Interview

... mit Dr. phil. Heike Delitz
1. Warum ein Studienbuch zu diesem Thema?
Wegen der offensichtlichen Bedeutung der Architektur für jede Gesellschaft – einer Bedeutung, die in der Soziologie aus wissenschaftsgeschichtlichen Gründen, ihrem Soziozentrismus, ihrer Text- und Bildzentriertheit bisher verdeckt geblieben ist. Für die neue Disziplin Architektursoziologie wird das schlanke, mit Theorieanspruch sowie drei kurzen Fallstudien versehene Buch vielleicht ein Lotse, nachdem es bisher als Monografie ... mehr nur das Lehrbuch von Bernhard Schäfers gibt.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Das Buch versammelt zum ersten Mal die Klassiker der Architektursoziologie ›avant la lettre‹ sowie die aktuellen, expliziten Ansätze dieser neuen soziologischen Disziplin. Und es macht ebenfalls erstmalig die innere Herausforderung der allgemeinen Soziologie – also der soziologischen Theorie – durch die Architektur sichtbar: die Notwendigkeit und Fruchtbarkeit einer sozialtheoretisch und gesellschaftsdiagnostisch versierten Soziologie der Architektur.
3. Welche Bedeutung kommt diesem Thema innerhalb des Fachgebiets und der wissenschaftlichen Ausbildung zu?
In der Soziologie gibt es ein steigendes Interesse an der Architektur, was man u.a. an den Studentenzahlen in architektursoziologischen Lehrveranstaltungen sehen kann sowie an der aktiven AG Architektursoziologie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Die Disziplin Architektur wiederum interessiert sich latent wohl ständig für die Frage ihrer gesellschaftlichen Voraussetzungen und Effekte – ohne dafür bisher systematische Ansprechpartner, etwa Professuren für Architektursoziologie, zu haben.
4. Ihr Tipp zur weiterführenden Lektüre?
Joachim Fischer/Heike Delitz (Hg.): Die Architektur der Gesellschaft. Theorien für die Architektursoziologie, Bielefeld: transcript 2009 (verschiedene soziologische Theorien nähern sich aus ihren Voraussetzungen und mit ihren Erkenntnisinteressen der Architektur, mit Beiträgen von Dirk Baecker, Martina Löw, Markus Schroer u.a.)
Heike Delitz: Architektur als Medium des Sozialen, Frankfurt/M.: Campus 2010 (eine erste systematische soziologische Theorie der Architektur, die darauf abzielt, die Architektur nicht länger als den bloß passiven 'Ausdruck' der Gesellschaft zu verstehen, sondern ihre soziale Notwendigkeit und Effektivität zu erfassen; durchgeführt an fünf kurzen Fallstudien der Architektur des 20. Jahrhunderts)
Bernhard Schäfers: Architektursoziologie. Grundlagen – Epochen – Themen, Wiesbaden: VS 2006 (2. Aufl.) (das erste Lehrbuch, anders angelegt: mit philosophischen Grundlagen (Zeichentheorie u.a.), einer kurzen Architektur- und Soziologiegeschichte der Moderne, der Vorstellung von Themen wie dem partizipativen Bauen und der Professionssoziologie).
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