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Eine Evidenz, die klar vor Augen steht und unmittelbar einleuchtet, rückte – wie auch der Anspruch auf Wahrheit – in den Kulturwissenschaften bisher selten ernsthaft in den Blick. Das Heft fragt nach der neuerdings spürbaren »Sehnsucht nach Evidenz«, die den Horizont der Ironie der reflexiven Moderne durchstoßen will. Der Begriff »Sehnsucht« spricht dabei ein Wechselspiel aus Neugierde und dem Lustaufschub einer Skepsis an, die vermutet, dass die Dinge nur in ihren Vermittlungen zu haben sind.
Im Debattenteil wird die Regulationstheorie als neue Bestimmung des Verhältnisses von Kultur und Ökonomie diskutiert.
Karin Harrasser (Dr. phil.), Germanistin und Kulturwissenschaftlerin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kunsthochschule für Medien Köln. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Kultur- und Wissensgeschichte der Prothetik, Literatur und Wissen sowie Medien- und Kulturtheorien.
Helmut Lethen (Prof. em. Dr. phil.) ist Direktor des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften in Wien. Elisabeth Timm (Dr. rer. soc.) ist Assistentin am Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Sozialgeschichte und Kulturanthropologie von Familie und Verwandtschaft, qualitative Methoden sowie Kulturtheorie.
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