|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Daniela Manger
Innovation und Kooperation
Zur Organisierung eines regionalen Netzwerks
2009, 258 S., kart., 28,80 €
ISBN 978-3-8376-1078-9
Reihe Technik - Körper - Gesellschaft
Schlagworte:Organisationssoziologie, Cluster, Innovation, Netzwerk, Kooperation, Karl Weick Adressaten: Organisationssoziologie, Innovationsforschung, Wirtschaftsgeographie, Raumforschung, Wirtschaftswissenschaften (Clusterforschung)
|
 |
Bestellen |
»Kooperation« ist zum Schlüsselbegriff regionaler Innovationsfähigkeit avanciert. Aber wie initiiert man Kooperation zwischen regionalen Organisationen, wenn diese selbst keinen Anlass dafür erkennen? Tradierte Vorstellungen über »passende« Kooperationspartner verhindern, sich unkonventionell auf vorhandene Akteure einzulassen – wodurch Innovationschancen vergeben werden.
In dieser Fallstudie wird der Organisationsansatz von Karl Weick erstmalig dazu verwendet, den Aufbau einer netzwerkförmigen Kooperation zu analysieren. Unter anderem wird gezeigt, wie die sich selbst verstärkenden Zirkel institutionalisierter Sichtweisen aufbrechen können.
Daniela Manger (Dr. phil.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Chemnitz. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Innovationsfähigkeit von Organisationen und Netzwerken.
Pressestimmen
»Ohne Zweifel hat Manger eine interessante Studie über die Entstehung eines regionalen Kooperationsnetzwerkes vorgelegt, deren Lektüre sowohl PraktikerInnen als auch SozialwissenschaftlerInnen empfohlen werden kann.«
Michael Jonas, Zeitschrift für ... mehr Arbeitsmarktforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, 1 (2010)
Weiterempfehlen
Leserforum
|
 |
Lesetipps
Weitere Titel zu:
Interview

... mit Dr. phil. Daniela Manger
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Das Buch ist für Leute, die wissen wollen, warum in einigen Regionen die Gründung regionaler Organisationsnetzwerke einfach nicht gelingen will. Es zeigt exemplarisch einige typische Blockaden auf, welche die Initiierung von Kooperationen verhindern und wie diese aufgelöst werden können. Anhand eines Fallbeispiels wird ein tieferes Verständnis typischer Anfangsprobleme vermittelt, ... mehr die erfolgreiche Netzwerke zumeist ›unbewusst‹ gelöst haben.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Wenn Synergien einer möglichen Zusammenarbeit nicht vorab erkennbar sind, wie es in regionaler Nachbarschaft zumeist der Fall ist, können Annahmen über die vermeintliche Sinnlosigkeit der Kooperation einen Negativzirkel auslösen, der Kooperation verhindert. Ursächlich für diese Annahmen sind aber weder mangelnde Offenheit noch Unwilligkeit der Akteure, sondern kollektive Überzeugungen von Experten- und Organisationskulturen. Die theoretische Brille des Organisationsansatzes von Karl E. Weick dient als Instrumentarium, um die Grundlagen dieser Überzeugungen sichtbar zu machen und ihre Veränderbarkeit aufzuzeigen.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die Forschung kümmert sich zu wenig um das Scheitern beginnender regionaler Kooperationsbeziehungen. Blockaden und Hindernisse werden praktisch nicht untersucht. Erfolgreiche Regionen, in denen es üblicherweise eine hohe Dichte von Kooperationsbeziehungen verschiedener Ausprägung gibt, werden schnell zum Mythos verklärt, erscheinen einzigartig und dementsprechend ist es rückblickend schwer die Ursachen des Erfolgs herauszufinden. In diesem Band wurde umgekehrt die Gründung regionaler netzwerkförmiger Kooperationsbeziehungen zeitnah begleitet, wodurch Blockaden und ihre Auflösung noch untersuchbar waren.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Karl E. Weick, denn in diesem Buch verwende ich sein evolutionäres Schema des Organisierens, mit dem er Veränderungsprozesse und Lernresistenzen gleichermaßen beschreiben kann, als Interpretationsraster für die Analyse der Entstehung von Kooperationsbeziehungen. In der neueren Diskussion seiner Schriften wird dieses Schema des Organisierens kaum noch erwähnt, zu unrecht, wie ich meine, und wie mein Buch zeigt.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Am prägnantesten geht das auf Englisch: ›Unblocking Regions‹.
|