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Dieser Band untersucht die Rolle indianischer Medien, vor allem Radio und Zeitungen, bei der politisch stürmischen Herausbildung einer souverän gestalteten indigenen Wissenskultur der Gegenwart – mit einem eigenen Bildungssystem und einer erneuerten und vielfältigen Festkultur. Im Mittelpunkt der Feldforschung steht die knapp 5000 Einwohner starke Ojibwa-Reservation Lac Courte Oreilles im Nordwesten des US-Bundesstaates Wisconsin. Ihr Beispiel zeigt, dass die Ureinwohner Nordamerikas bereits seit Hunderten von Jahren in der Moderne leben – in einer eigenen, spezifisch indigenen Variante der Moderne.
Cora Bender (Dr. phil.) lehrt am Institut für Kulturwissenschaft der Universität Bremen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Medienethnologie, politische Ethnologie, Kulturtheorie, Nordamerika und Europa.
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