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Arata Isozaki

Welten und Gegenwelten. Essays zur Architektur

Übersetzt und herausgegeben von Yoco Fukuda, Jörg H. Gleiter u. Jörg R. Noennig
2011, 194 S., kart., zahlr. Abb., 21,80 €
ISBN 978-3-8376-1116-8
Reihe ArchitekturDenken
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Arata Isozaki ist weltweit als Schöpfer spektakulärer Entwürfe und Bauten bekannt. Dahinter musste bisher sein theoretisches Werk zurücktreten. Zu Unrecht, wie dieser Band belegt, der erstmals Isozakis vielschichtige Gedankenwelt in deutscher Übersetzung zugänglich macht und über die Architektur hinaus feinsinnige Einblicke in die japanische Gegenwartskultur eröffnet. Einmal mehr erweist sich Isozaki als scharfer Analytiker und Kulturkritiker von internationalem Rang.
Arata Isozaki, geb. 1931, ist japanischer Architekt und Inhaber von »Arata Isozaki & Associates«.
Yoco Fukuda (Dr.) ist Architekturtheoretikerin und arbeitet als Journalistin.
Jörg H. Gleiter (Dr.-Ing. habil., M.S.) ist Architekt und Inhaber des Lehrstuhls für Architekturtheorie an der Technischen Universität Berlin.
Jörg Rainer Noennig (Prof. Dr.-Ing. ) ist Juniorprofessor für Wissensarchitektur an der TU Dresden.
WWW: www.wissensarchitektur.net
»Die neun Essays bieten einen neuen Zugang zu Arata Isozaki.«
Elisabeth Plessen, Umrisse, 11 (2012)
»Isozakis Essays erzählen von Vergänglichkeit ebenso wie vom buddhistischen Motiv der Wiederkehr. Weltgeschichte und somit auch Weltarchitektur erscheinen ihm nach jedem ›Tod der Utopien‹ als zyklisch sich wiederholende Ruinenszenarios, ›simultane Eruptionen‹ und Neuanfänge.«
Steffen Gnam, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.08.2011
»Der transcript-Verlag hat eine schöne Auswahl von neun Texten zusammengestellt und den drei Themenkreisen ›Reale und virtuelle Ruinen‹, ›Architektur und Stadt‹ und ›Raum und Zeit‹ zugeordnet. Isozakis Aratas Texte sind auch für Architekturlaien eine lohnenswerte Lektüre, da sie Gebäude immer in ihrem kulturellen Kontext sehen und zum Nachdenken, unter anderem über die Entwicklung des städtischen Raumes, das Zusammenleben mit anderen Menschen und Kunst anregen.«
Elisabeth Scherer, Düsseldorfer Japanstudien, www.djas.uni-duesseldorf.de, 6 (2011)
Besprochen in:
Der Architekt, 2 (2011), Andreas Denk
www.buchkaufen.de, 10 (2011)
Fraunhofer IRB, 10 (2011)
ARCH+, 208/8 (2012), Stephan Trüby
Architektur, Kunst, Kultur, Wissensarchitektur
Design, Architekturtheorie, Kulturwissenschaft, Japanologie
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Interview

... mit Dr. Yoco Fukuda und Prof. Dr.-Ing. Jörg Rainer Noennig
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Während die Architekturwelt geblendet ist vom (intellektuellen) Minimalismus japanischer Architektur, ... mehram prominentesten und dogmatischsten vertreten von K. Sejima und T. Ando, gibt es dennoch starke Gegenpositionen auch in Japan. Arata Isozaki ist ein Hauptprotagonist: Er kombiniert intellektuell aufgeschlossene und variantenreiche Architektur mit präzisem Denken und Schreiben.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es ergänzt das Bild des internationalen Stararchitekten Isozaki um die Facette des ›Meisterdenkers‹ Isozaki – der über Jahrzehnte den japanischen Architekturdiskurs geprägt hat, ohne dabei im Ausland wirklich wahrgenommen zu werden. Seine Texte zeigen, dass jenseits von Metabolismus-Debatten auch weiter gehende Diskurse existierten, die jetzt auch im westlichen Ausland rezipiert werden können.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Die Texte sind weniger ›Forschungs-‹ als Diskursöffner: Dem fiktionalen Konstrukt einer genuin japanischen Architektur stellt Isozaki eine rationale und argumentative Gegenwelt entgegen, die der japanischen Kultur und Architektur ihre mysteriöse Unnahbarkeit nimmt und stattdessen einen transparenten intellektuellen Diskurs eröffnet.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
A. Isozaki, K. Sejima, T. Ando und A. Palladio.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Die Entwicklungsgeschichte des modernen japanischen Architektur- und Städtebaudenkens der letzten 40 Jahre – durch die Brille ihres Hauptprotagonisten.
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