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Unter »Okzidentalismus« wird hier ein Diskurs abendländischer Hegemonieproduktion verstanden, der ein »orientalisiertes« Anderes in der muslimischen Diaspora und im politischen Islamismus verkörpert sieht. »Okzidentalismuskritik« begreift Neo-Orientalismen und antimuslimische Rassismen nicht als Folge von Migration und internationalen Konflikten, sondern als Kristallisation neuer nationaler und europäischer Identitätsbildungen, in der Gender und Sexualpolitik eine strategische Rolle spielen. Das transdisziplinäre Projekt führt Beiträge aus der Postcolonial, Queer und Critical Whiteness Theory auf historischen sowie sozial- und kulturwissenschaftlichen Feldern zusammen.
Gabriele Dietze (Prof. Dr.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin und lehrt Geschlechterstudien an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Migration, Rassismus und Geschlechtergeschichte der Sexualität.
Claudia Brunner (Dr. phil.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Lehrbeauftragte an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Internationale Beziehungen, politische Gewalt und Wissenschaftstheorie. Edith Wenzel (Prof. Dr.) ist assoziiertes Mitglied am Graduiertenkolleg Geschlecht als Wissenkategorie der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Mittelalterliche Literatur und Antisemitismus.
Pressestimmen
»Es sind insgesamt alles sehr lesenswerte Beiträge, die neue Perspektiven auch auf Kapitalismuskritik, Globalisierungskritik und Feminismus bieten.«
Monika Jarosch, AEP Informationen, 4 (2009) »[Die] ›Kritik des Okzidentalismus‹ [ist] wichtig und ... mehr
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