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Hartmut John, Hans-Helmut Schild, Katrin Hieke (Hg.)

Museen und Tourismus

Wie man Tourismusmarketing wirkungsvoll in die Museumsarbeit integriert. Ein Handbuch
2010, 238 S., kart., zahlr. z.T. farb. Abb., 24,80 €
ISBN 978-3-8376-1126-7
Reihe Kultur- und Museumsmanagement
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(Kultur-)Touristen sind längst eine feste Größe im Museumspublikum. Aber nur wenige Häuser haben ihre Angebote für diese Klientel wirkungsvoll in Marketingkonzepte und -strategien integriert und umgesetzt. Auf sie wartet eine Premium-Zielgruppe: die große, weiter wachsende Zahl der an Kunst und Kultur besonders interessierten, auffallend aktiven, mobilen und konsumfreudigen Kulturreisenden. Auch auf dem weithin gesättigten Tourismusmarkt lässt sich noch viel Nachfrage generieren – mit attraktiven Qualitätsangeboten für Kulturtouristen.
Dieses Buch ist aus der Praxis für die Praxis geschrieben. Entscheidern und Verantwortlichen in Museen und Kulturverwaltungen gibt es die erforderlichen Managementinstrumente an die Hand, um auf diesem anspruchsvollen Markt erfolgreich Fuß zu fassen und sich zu behaupten.
Strukturen, Einflussfaktoren und Trends im Tourismus werden transparent gemacht, Methoden und Instrumente des Tourismusmarketings erläutert und Best-practice-Beispiele vorgestellt. Ein ausführlicher Serviceteil gibt unverzichtbare Informationen zu Akteuren, Strukturen und »Spielregeln« in diesem Marktsegment.
Hartmut John, Kultur- und Sozialwissenschaftler, war bis 2009 Leiter der Museumsberatung und des Fortbildungszentrums Abtei Brauweiler des Landschaftsverbandes Rheinland. Er ist freiberuflich als Museumsberater tätig mit den Schwerpunkten: strategische Neupositionierung/Markenbildung, organisatorische Restrukturierung/Rechtsformänderung, Betriebskonzepte, finanzielle Ressourcenmobilisierung.
Hans-Helmut Schild war nach dem Studium der Geografie/Wirtschaftsgeografie, Wirtschaftswissenschaften und Baugeschichte mehr als zwei Jahrzehnte in leitender Position in der Tourismusbranche tätig. Seit 2004 ist er Geschäftsführender Gesellschafter der projekt2508 Kultur- und Tourismusmarketing GmbH in Bonn.
Katrin Hieke, Kulturwissenschaftlerin und Archäologin, promoviert gegenwärtig am Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen und ist als freie Kulturwissenschaftlerin und Kulturmanagerin tätig.
WWW: John – Die Beratung für Museen und Kultur
»Für dieses Werk darf man den Herausgebern nur dankbar sein, denn es enthält jede Menge konzeptionelle Ideen.
Ein umfangreicher Serviceteil mit näheren Angaben zu den verschiedenen Akteuren, mit Adressen und Literaturangaben rundet den Band ab.«
Burkhart Lauterbach, Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 2011
»Das Buch ist für alle, die sich um eine bessere touristische Vermarktung ihrer Einrichtung bemühen, eine empfehlenswerte und teilweise spannende Lektüre. Es finden sich ein gut aufbereitetes Zahlenmaterial, viele Hinweise und Anregungen für die eigene Arbeit.«
Hans-Jürgen Beier, Curiositas, 9-10 (2010)
Kulturmanagement, Tourismusmarketing, Kulturtourismus, Museum
Kultureinrichtungen und -institutionen
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Interview
... mit Dr. phil. Hartmut John
1. An wen richtet sich Ihr Buch?
Im Fokus stehen vor allem die ›Macher, Entscheider und Verantwortlichen‹ in der großen Zahl touristischer ›Schwellenmuseen‹. Dies sind Kultureinrichtungen, die über hinreichend touristische ... mehrPotenziale und Substanz verfügen, um eine aktive Rolle auf dem Zukunftsmarkt ›Kulturtourismus‹ zu spielen. Aus unterschiedlichen Gründen haben sie aber bisher darauf verzichtet, ihre Kunst- und Kulturschätze von vielfach überregionaler Bedeutung für eine interessierte, höchst attraktive Klientel zu heben.
2. Welchen konkreten Nutzen hat der Leser/die Leserin?
Der Praxis-Guide zeigt konkret, anschaulich und Schritt für Schritt, wie Museen ein Premiumsegment im Publikum für sich erschließen können – die große, weiter wachsende Zahl der an Kunst und Kultur besonders interessierten, auffallend aktiven, mobilen und konsumfreudigen Reisenden. Er macht die Wertschöpfungsstufen vom ›kulturellen Rohstoff‹ zum begehrenswerten touristischen Produkt transparent. Und natürlich zeigt er auch die Erfolgsstrategien auf, mit denen sich selbst kleinere Museen mit kulturellen Qualitätsangeboten auf einem weithin gesättigten Tourismusmarkt etablieren und Wettbewerbsvorteile realisieren können.
3. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch für die Praxis?
Es öffnet den Blick dafür, dass auch Museen der ›zweiten Tourismusgeneration‹ hinreichend Substanz und Vermögen haben und in der Lage sind, zu zentralen Lieferanten hochwertiger Produkte der Reisewirtschaft zu werden. Museen, die als Leistungsträger des Tourismus immer mehr auswärtige Besucher anziehen und auf sich, ihre Stadt und/oder die Region aufmerksam machen, leisten einen entscheidenden Beitrag für ihr institutionelles ›Standing‹. Perspektivisch vielleicht sogar etwas zur Absicherung der Einrichtung. Und: Sie sind nicht gezwungen, ihre ›Daseinsberechtigung‹ nur mit kulturimmanenten Argumenten zu begründen.
4. Wofür wollen Sie Ihre Leser/-innen sensibilisieren?
Museen, die ›marktfähige‹ touristische Angebote entwickeln wollen, erkennen recht bald: Dreidimensionalität, Authentizität und Originalität reichen als Kapital und ›Alleinstellung‹ nicht aus, um den besonders anspruchsvollen und verwöhnten Städte- und Kulturreisenden einen Museumsbesuch ›schmackhaft‹ zu machen. Qualität und ›Anschlussfähigkeit‹ der Ausstellungs- und Veranstaltungsangebote sind allerdings erst die ›halbe Miete‹. Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement müssen auf alle Aspekte des Museumsbesuchs ausgerichtet werden – auf die gesamte ›Dienstleistungsschleife‹ vor, während und nach dem Museumsaufenthalt. Träger und Leitungen, die ihre Museen so entwickeln, dass sie ›Hardcore‹- bzw. ›primär motivierten‹ Kulturtouristen starke und möglichst alternative Nutzenvorteile und Besuchsanlässe bieten, setzen damit entscheidende Qualitätsstandards. Sie überzeugen auch jeden anderen Besucher.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Ein aus der Praxis für die Praxis geschriebener Wegweiser,
adressiert an alle Museen, die über genügend kulturtouristisches Potenzial verfügen, aber noch keine Mittel und Wege gefunden haben, um auf dem Markt des ökonomischen Riesen Inlandstourismus erfolgreich Fuß zu fassen.
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