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Georg Glasze, Annika Mattissek (Hg.)
Handbuch Diskurs und Raum
Theorien und Methoden für die Humangeographie sowie die sozial- und kulturwissenschaftliche Raumforschung
2009, 338 S., kart., zahlr. Abb., 19,80 €
ISBN 978-3-8376-1155-7
Reihe Sozialtheorie
Geeignet für BA-Studiengänge Geographie, Human- bzw. Kulturgeographie, Soziologie, Politikwissenschaften, Ethnologie, empirische Kulturwissenschaften
Veranstaltungen: verschiedene Methodenveranstaltungen
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Mit dem Übergang zu relationalen Raumbegriffen und mit dem »Spatial Turn« haben diskurstheoretische Ansätze in der Humangeographie und in der kultur- und sozialwissenschaftlichen Raumforschung an Bedeutung gewonnen. Entsprechend stellen sie einen unverzichtbaren Teil der Lehre in den Bachelor- und Master-Studiengängen der Geographie dar.
Dieses Handbuch gibt erstmals einen ausführlichen Überblick über das vielfältige Spektrum diskursanalytischer Raumforschung. Es lässt sich ebenso als umfassendes Nachschlagewerk wie als Einführung in einzelne Themen und Ansätze verwenden.
Georg Glasze (Dr. rer. nat.) ist Professor für Kulturgeographie an der Universität Erlangen-Nürnberg.
Annika Mattissek (Dr.) lehrt als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Heidelberg.
Die Forschungsschwerpunkte der Herausgeber liegen in der geographischen Stadtforschung, der Politischen Geographie und der interdisziplinären Diskursforschung.
Pressestimmen
»Es ist ein Handbuch, das den Gegenstand und den Stand seiner Diskussion hervorragend und auf einem relativ hohen Diskussionsniveau erfasst. Die mit interdisziplinären Diskursen Vertrauten werden es als eine Bereicherung der Diskussion schätzen.«
Prof. ... mehr Dr. Detlef Baum, www.socialnet.de, 28.12.2009
»Das Handbuch versteht sich als Einführung in die Ansätze Foucaults und anderer Diskursforscher und stellt im umfangreichen Theorieteil Konzepte wie Gouvernementalität und Performativität vor.«
FAZ, 26.03.2010
»Das ›Handbuch Diskurs und Raum‹ umreißt viele theoretische und methodische Aspekte einer diskursanalytisch fundierten Raumforschungsperspektive. Gerade die ersten beiden Teile des Bandes stellen eine gute Zusammenstellung der entsprechenden poststrukturalistischen Konzepte dar. Für eher empirisch Arbeitende hingegen bietet der dritte Teil hilfreiche Einblicke in einige methodische Techniken für die konkrete Diskursforschung. Das heißt, das Buch hält, was es in der Einleitung verspricht: eine erste Einführung in den gegenwärtigen Stand der diskursanalytischen Diskussion in der Humangeografie für Studierende und Forschende zu geben.«
Katharina Manderscheid, Forum: Qualitative Sozialforschung (FQS), 11/2 (2010)
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Leserforum
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»Der Band von Georg Glasze und Annika Mattissek verfolgt das Ziel, ausgehend von Grundfragen der Humangeographie sowie aktuellen Tendenzen aus Poststrukturalismus und Diskursanalyse zentrale diskurstheoretische Analyseperspektiven und konkrete Methoden ... mehr vorzustellen. Der erste Teil des Bandes befasst sich mit unterschiedlichen Konzepten und Grundbegriffen aus der humangeographischen Diskursforschung und stellt verschiedene Perspektiven vor, die mit dem Begriff Diskurs in Verbindung stehen. Die Beiträge des Methodenteils sind überschaubar aufgebaut, stellen die jeweilige Methode nachvollziehbar dar, illustrieren diese an einem Beispiel und erläutern die Grundbegriffe in einem Glossar am Ende des Beitrags. Insbesondere die Methodenkapitel machen Lust auf empirische Forschung. Dem Band insgesamt ist es gelungen, die zentralen Perspektiven und Methoden aus der gegenwärtigen Debatte zu Diskursanalyse und Diskurstheorie zu Wort kommen zu lassen. Dass die eine oder andere Tradition insbesondere aus dem wissenssoziologischen Umfeld unterrepräsentiert blieb, mag den fachlichen Eigenheiten der Geographie als Disziplin geschuldet sein. Der Band ist allerdings nicht nur für die Geographie, sondern auch für andere sozial- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen eine hilfreiche Werkzeugkiste, insofern sie die Diskursanalyse- und -theorie für ihre empirischen und theoretischen Fragen fruchtbar machen wollen.»
Jens Maeße, Insitut für Soziologie der Universität Mainz
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Lesetipps
Weitere Titel zu:
Interview
... mit Prof. Dr. Georg Glasze und Dr. Annika Mattissek
1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?
Das Handbuch führt erstmals eine weite Spannbreite konzeptioneller Diskussionen zu den Zusammenhängen zwischen Diskurs, Macht und Raum mit konkreten methodologischen und methodischen Ansätzen zusammen. Es bietet damit sowohl eine konzeptionelle Einführung als auch eine praktische Hilfestellung für eigene Forschungsprojekte.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch? ... mehr Das Handbuch zeigt sowohl, wie Raum aus diskurstheoretischen Perspektiven (bspw. Foucault, Laclau/Mouffe) konzeptionalisiert werden kann und welche Chancen dies für die sozial- und kulturwissenschaftliche Raumforschung eröffnet, als auch, inwieweit die interdisziplinäre Diskursforschung von der raumtheoretischen Debatte profitieren kann. Darüber hinaus diskutiert es methodische Ansätze zur empirischen Operationalisierung poststrukturalistisch orientierter Ansätze der Diskursforschung.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Sowohl in der Geographie als auch in den benachbarten Kultur- und Sozialwissenschaften werden seit einigen Jahren relationale Konzepte von Räumlichkeit diskutiert, welche Räume nicht als gegeben, sondern als gesellschaftlich produziert konzipieren. Diskurstheoretische Zugänge untersuchen, wie Verortungen, Grenzziehungen und Regionalisierungen hergestellt werden und welche Machteffekte damit verbunden sind.
4. Ihr Buch in einem Satz:
Welche Chancen eröffnet die Diskursforschung, um die Herstellung von Räumen und Räumlichkeit sowie die damit verbundenen Machteffekte zu analysieren?
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